Die letzten Wochen in Ndola

Der Februar verlief recht normal. Die Kinder und Lehrer in der Schule haben sich alle sehr gefreut, als ich aus Tanzania zurück kam. Auch meine Gastfamilie und meine Freunde waren froh. So ist sehr schnell wieder Alltag eingekehrt. Nur eine Sache stand eigentlich Ende Februar bevor. Der Projektwechsel und somit ganz viele Abschiede. Aber erstmal war mein „belated birthday“.

Geburtstag

Am 18.02 habe ich meinen Geburtstag in meiner Gastfamilie nachgefeiert. Gleichzeitig haben wir den Geburtstag meiner großen Gastschwester vorgefeiert. Sie ist am 19.02 zurück nach Südafrika geflogen. Meine Gastmutter hat für jeden von uns eine Torte bestellt. Dann haben sie mir Happy Birthday gesungen. Meine kleine Gastschwester hat dann meine große Schwester und mich mit Torte im Gesicht beschmiert. Das ist Tradition. Da musste sogar mein Gastvater durch. Dann habe ich die Tote angeschnitten und meine Cousine hat mich gefüttert. 

Dann hat jeder ein Stück bekommen. Ich habe mich total gefreut.

CBR (Chipulukusu)

 Am 09.03 bin ich früh Morgens mit einer Schwester meiner Schule ins CBR (community based rehabilitation center) nach Chipulukusu gefahren. Ich war ziemlich gespannt was mich dort erwartet. Chipulukusu ist ein recht armes Compound in der Diözese Ndola. Ich bin dann früh morgens mit der Sister mit öffentlichen Verkehrsmitteln dahin gefahren. Ich war sehr aufgeregt. Das Center besteht aus einem Office, einer Küche, einem kleinen Garten, einem Workshopraum (er wird allerdings nicht benutzt) und einem Therapieraum. In dem Therapieraum lagen ein paar Matratzen und spezielle Stühle zum sitzen und stehen lernen. Zu beginn hat mir die Sister noch die Community school, die mit auf dem Gelände ist, gezeigt. Ich habe mich auch in jeder Klasse kurz vorgestellt und anschließend mich nochmal etwas mit dem Leiter unterhalten. Diese Schule hat 7 Klassen und wird von der Kolpingfamilie in Flörsheim (gehört zum Bistum Limburg) unterstützt. Anschließend sind wir wieder zurück zum CBR. Dort waren auch inzwischen einige Kinder mit ihren Eltern. Die Sister hat mir dann gezeigt, welche Übungen sie mit den Kindern macht. Ich durfte natürlich auchmal helfen. 


Es hat sehr viel Spaß gemacht und die Sister hat mir stolz von ihren Erfolgen berichtet. Ein Kind konnte nach einem halben Jahr endlich sitzen. Die Mutter war so begeistert und hatte niemals damit gerechnet. Sie konnten nicht laufen oder auch sitzen. Ein 5 Monate altes Baby hat den Kopf immer in den Nacken gelegt. Nachdem wir mit der Physio fertig waren, haben die Eltern gekocht und ein paar Kinder haben Fußmatten aus alten Säcken und Stofffetzen hergestellt. Manchmal brauchen sie ein ganzes Jahr für eine Fußmatte. Die Sister und ich sind dann zu einem anderen Projekt von einer Mitschwester. Sie hat Unterricht in Bemba und English (vorallem Grammar und schreiben), im Nähen und im Kochen. Ab und zu kommt auch ein Arzt dort hin und macht ein AIDS Test und Aufklärungsunterricht. In diesem Projekt werden auch Hasen und Hühner zum Verkauf gezüchtet und Mielie Meal (für Nshima) hergestellt. 

Anschließend sind wir wieder zurück. Ich habe dann noch für alle Kalembula (sweet potato leaves) gekocht. Wir haben gemeinsames gegessen und danach haben die älteren Kinder die Küche aufgeräumt. Ich habe dann mit den kleinen gespielt. Als alle fertig waren gab es Sportunterricht. Dafür sind wir raus und haben mit dem Gummitwist und Springseil gespielt. Das hat total Spaß gemacht. Alle haben mitgemacht. Das Springseil haben sie aus alten Gummies gebastelt. 

Dann fing es an zu regnen. Wir sind rein und haben drinnen noch zusammen getanzt bis der Regen aufgehört hat und wir heim sind. Auf dem Rückweg zur Hauptsstraße, wo die Taxis abfuhren haben wir ganz viele Kinder gesehen, die im dreckigen Regenwasser gespielt haben. Das hat mich etwas schokiert. 

Es war ein wunderschöner Tag mit vielen neuen Erfahrungen. 

CBR (Chifubu)

Am Freitag war ich dann im CBR in Chifubu. Es ist zwar auch ein Compound, aber nicht so arm. Das CBR war sehr liebevoll eingerrichtet und war auch ziemlich gut ausgestattet. Allerdings kamen nicht so viele Kinder. Es waren 5 Kinder dort. Am Morgen haben die Kinder geputzt und anschließend gab es Unterricht. An diesem Tag war auch eine ehemalige Freiwillige mit in dem Projekt und so haben wir uns in der Zeit, wo die Kinder geputzt haben etwas unterhalten können. Im Unterricht haben wir dann beide geholfen. Wir haben ein Vogel in die Hefte gemalt. Den haben die Kinder dann erst ausgemalt. Und anschließend haben wir dir Körperteile beschriftet und abgefragt. Das war nicht so einfach, da die Kinder nicht wirklich English konnten. Aber die ehemalige Freiwillige konnte besser Bemba als ich und so haben wir dass dann gemeinsam so mehr oder weniger hinbekommen. Wir haben danach dann auch noch einen Menschen angemalt. Das ging viel besser als der Vogel. Danach haben wir dann gemeinsam gekocht und gegessen. Die Kinder haben dann noch etwas Fernseh geschaut und dann sind wir auch schon wieder heim gefahren. 


Abschiede

Meine Abschiede waren etwas verstreut, da ich letztendlich erst 2 Wochen später (also Mitte März) gewechselt habe. Der Termin hatte si ch aus mehreren Gründen öfter verschoben. Ich habe letzt endlich am 13.04 mein Projekt  und somit auch Ndola und meine Gastfamilie gewechselt. Ich bin nun in Luanshya (andere Stadt im Copperbelt, ca.40 Minuten von Ndola entfernt)  in Dagama. Nachher mehr dazu. Die Abschiede haben damit begonnen, dass meine große Schwester zurück nach Südafrika zum Studium ist. Ihr letzter Abend war, als wir unsere Geburtstage gefeiert haben. Als nächstes habe ich mich von meiner Citente Gruppe verabschiedet. Es wurden viele schöne Sachen gesagt. Auch vom Jugendchor haben ich mich sogar 2 mal verabschiedet. Das war besonders schön, da wir alle (ca.30Leute) in einem großen Kreis standen und nochmal zusammen ein Lied auf Bemba und eins auf English gesungen haben. Da hatte ich auch richtig Gänsehaut. Natürlich wurden danach auch noch Fotos gemacht und ich habe ihnen ein selbstgemachtest Liederbuch geschenkt. 

Dann hatten wir mit den Lehrern ein gemeinsames Lunch. Sie haben extra ein Chicken prepared als Zeichen des Respects. Und dann wurde sogar noch eine kleine Rede gehalten und ich habe ein Geschenk bekommen. Dann habe auch ich ein Geschenk übergeben. Es war total schön. Dann habe ich mich noch ganz doll von den Kindern verabschiedet. Sie waren alle sehr traurig. 

Zum Schluss habe ich mich bei meiner Gastfamilie mit einer Torte bedankt. Sie lieben Torte. 

Die Abschiede waren schon etwas traurig, aber das gute ist, ich werde sie alle wiedersehen. Luanshya ist nicht so weit weg. Und auch meine Schwester kommt im Juni/Juli für ihr Ferien zurück nach Ndola.

Jetzt bin ich erstmal sehr gespannt auf Dagama. Und bald kommt dann auch schon meine Familie aus Deutschland zu Besuch. Darauf freue ich mich auch schon sehr. 

Ein neues Jahr

Im Januar stand meine große Fahrt nach Tanzania an. Dort bin ich zum Zwischenseminar nach Dar es salaam. Vorher gab es allerdings auch noch schöne Aktivitäten in Ndola.

Hochzeit

Am 8. Januar hat die Nichte meines Gastvaters geheiratet. Für diese Hochzeit kamen schon am Samstag Abend die Braut und ihre ganzen Freundinnen um bei uns zu übernachten. Am nächsten Morgen mussten dann alle gestylt werden und die Autos geschmückt. Mit 2 Stunden Verspätung begann der Gottesdienst. Ich und meine Geschwister sind zu Hause geblieben und haben für ca. 50 Leute Mittagessen gekocht. Es gab echt alles. Reis, Kartoffeln, Nudeln, Gemüse, Fleisch in allen Variationen. Nach dem Mittagessen sind dann alle zur Hochzeitsfeier in einen großen Saal gefahren. Wir sind dann auch dorthin. Wir saßen an runden Tischen. Das Paar ist dann eingezogen (mit Musik und Tanz) und saß dann vorne an einer Tafel. Es wurde viel getanzt und Reden gehalten. Dann gab es eine 6 stöckige Torte. Die wurde an die beiden Familien, die Freunde des Paares und an die Kirchengemeinde verteilt.

Diese hat auch die Feier organisiert. Am Ende gab es dann noch für jeden was zu essen.

Schulanfang

Am 9. Januar war dann Schulanfang. Ich habe mich total gefreut die Kinder, Lehrer und Schwestern wieder zu sehen. Zudem haben wir seit diesem Schuljahr einen Lehrer und eine Klasse mehr. Unsere Schule geht jetzt bis zur fünften Klasse. Der erste Tag war etwas chaotisch, da nicht alle Kinder kamen, sie teilweise in ihre alten Klassenräume gegangen sind und die neuen Kinder der Babyclass (3 Jahre) kamen. Die haben sehr viel geweint, da alles neu für sie war und sie zu ihren Eltern wollten. Ich habe dann die ganze Woche dort geholfen. Ich habe die Kinder getröstet, gemalt und bin mit ihnen zur Toilette gegangen. Es wurde auch von Tag zu Tag besser. 

Tanzania

Am 13. Januar sind wir dann los nach Tanzania. Zuerst mit dem Bus 2 Stunden und dann 61 Stunden Zug. Das war total aufregend. Wir waren zu viert (vier Freiwillige aus Zambia) in einem Abteil. Dort waren viert Betten und ein Tisch. 

Wir haben viel miteinander erzählt, Kartengespielt oder einfach nur aus dem Fester geschaut. Wir sind durch ganz viele Dörfer gefahren. Dort haben die Leute ganz viel Obst (Mango, Ananas, Kokosnuss) und Getränke durchs Fenster verkauft. Das war schon cool. 

Wir haben im Zug auch einen Traveler aus der Türkei kennengelernt. Mit ihm sind wir dann später noch auf Zanzibar herumgereist. In Mbeya haben wir dann 6 Mädels (aus Zambia und Namibia), die auch zum gleichen Zwischenseminar sind, getroffen. Das war super nett, weil ich genau als sie um Mitternacht eingestiegen sind Geburtstag hatte und sie mir alle ein Ständchen gesungen haben. Am Montag sind wir dann gegen 4 Uhr nachts in Dar es salaam angekommen. Von dort sind wir 5 dann nach Zanzibar und die Mädels sind noch in Dar es salaam geblieben. 

Zanzibar

In Zanzibar haben wir dann eine Rundtour über die ganze Insel gemacht. Erst waren wir in Stonetown. Dort sind wir durch die kleinen Gassen geschlendert und waren auf dem Slavery market. Der Slavery market ist ein Platz vor einer Katholischen Kirche, wo früher die Sklaven, nachdem sie mehrere Tage eingesperrt waren, verkauft wurden. Heute steht dort auch noch ein Denkmal. 

Auf dem Weg von Stonetown nach Michamve kae haben wir dann noch eine Spicetour gemacht. Auf Zanzibar gibt es sehr viele Gewürze. Wir hatten dann eine Tour wo wir  Breadfruit, Korkuma, Lipstick fruit, Pepper vine, Starfruit, Lemongrass, Jack fruit, Robusta Coffee, Gewürznelken, Zimt, Eukalyptus Root, Vanilla, Jlangi Jlangi Flower, Kardamon, Muskatnuss, Ingwer, Dorian Stinke Frucht, Kokosnuss gesehen, gerochen und probiert. Ein Einheimischer ist auch extra auf eine Kokosnusspalme geklettert und hat jedem von uns eine Kokosnuss gegeben. Am Ende durften wir dann auch ganz viele Früchte probieren. Das war richtig genial. 

Im Anschluss sind wir dann mit einem Fischerboot auf die andere Seite nach Michamvi kae. 

Dort haben wir dann erstmal das Meer genossen. Am nächsten Tag sind wir am Strand entlang bis nach Pingwe gelaufen. Es war Ebbe und wir haben Wasserschlangen, Seeigel, Quallen und sogar einen Kugelfisch gesehen. In Pingwe waren wir dann kurz in dem bekannten Restaurant „The Rock“, welches mitten im Meer auf einem Felsen steht.

Die nächsten Tage waren wir dann noch in Paje, wo ganz ganz viele Kitesurfer unterwegs waren. Dort haben wir auch eine Schnorcheltour gemacht. Dann waren wir noch in Nungwi, wo wir mit Schildkröten geschwommen sind. Das war mein persönliches Highlight. 

Zanzibar ist eine wunderschöne Insel mit schönen Stränden und herrlicher Natur. Auf der Insel sind sehr viele Muslime und auch sehr viele Touristen. Das Hauptverkehrsmittel ist das Daladala. Also der Minibus auf Zanzibar. Es war ein sehr schöner Urlaub. 

Seminar

Vom 26.01 bis zum 02.02 hatten wir dann unser Zwischenseminar in Dar es salaam. Der Hauptgrund weshalb wir nach Tanzania gefahren sind. Dar es salaam ist eine riesige Stadt, mit viel Verkehr. Dort leben sehr viele Araber und Inder. Ich habe allerdings nicht so viel von der Stadt gesehen, da unser Seminarhaus sehr abgelegen war. In dem Seminar haben wir uns intensiv über unsere bisherige Zeit im Gastland ausgetauscht.Aber auch Themen wie Rassismus, Kirche, Kultur, Spielideen und Beziehungen fanden ihren Platz. Abends haben wir auch sehr oft Werwolf, Doppelkopf und Schafskopf gespielt. Das hat mir sehr sehr viel Spaß gemacht. Wir waren eine richtig gute Gruppe. 

Am 03.02 ging es dann mit dem Zug wieder nach Hause nach Ndola. Dort freue ich mich schon auf die letzten Wochen in meiner Gastfamilie und meiner Schule, bevor ich dann Ende Februar das Projekt wechsel. 

Weihnachtszeit/Silvester

Christmas celebration (school)

Der Dezember hat richtig gut begonnen. Und zwar mit der Weihnachtsfeier der Schule am 1.12.2016. Für diesen Tag haben wir lange mit  den  Kindern geübt. Die Schule wurde feierlich geschmückt und alle Kinder hatten ihre schönsten Klamotten angezogen. Auf dem Schulhof wurde ein Zelt aufgebaut. Dieses war für die Eltern der Kinder in der Reception class. Denn gleichzeitig zur Weihnachtsfeier hatten wir die Graduation ceremony für die Kinder, die nächstes Jahr in die erste Klasse kommen. Also von der Nursery school in die primary school. Die Kinder bekommen zwar keine Schultüte wie in Deutschland, dafür aber viele Geschenke (hautsächlich Spielzeug). 

Die Feier began mit einem Gebet und der Nationalhymne. Dann hat die erste Klasse einen  Tanz für die zukünftigen Erstklässler aufgeführt.  Ich  habe mit ihnen Line dance (Achy Breaky Heart) getanzt. Die Kinder hatten total Spaß. Danach sind die zukünftigen Erstklässler feierlich eingezogen. Sie hatten auch die „Umhänge“ und den Hut, die man aus America kennt an. Dann habe ich mit den Kindern zu „Heut ist so ein schöner Tag“ (Fliegerlied) getanzt. Im  Anschluss gab es noch Weihnachtslieder der einzelnen Klassen, Ein Krippenspiel und die Middle class hat nochmal ein paar carriers vorgestellt. 

Dann kam die Graduation. Die Schulleiterin hat eine Rede gehalten  und dann wurde den zukünftigen Erstklässlern die Certificates überreicht. Und natürlich die Geschenke. Dann gab es ein Gebet und Essen. Die  Kinder haben die Tage vorher Drinks, Kekse, Chips, Lollipops und Kaugummi mitgebracht. Die Lehrer haben das dann in kleine Tüten gepackt, so das jeder etwas von allem hatte. 

Die Eltern haben Drinks und Kuchen bekommen. Die  Kinder haben sich sooo riesig gefreut. Dann sind die Kinder in ihre 5 wöchigen Ferien gegangen. 

Graduation Catering Students

Einen Tag später war dann die Graduation der Catering Students. Auch an diesem Tag wurde alles schön geschmückt und ein Zelt für Eltern, Freunde und Bekannte aufgebaut. Die Feier startete um 10:00 zambian time mit einem feierlichen Einzug (Tanz) der Graduants. 

Im  Anschluss habe ich noch einmal die zwei Tänze mit den Kindern (ein paar sind extra nochmal gekommen) aufgeführt. Dann gab es viele Reden von der Schulleitung, einer Studentin und anderen wichtigen Leuten. Dann began die Zeugnisübergabe. Jeder Wurde einzeln nach vorne gerufen. Natürlich wurden ganz ganz viele Fotos gemacht.

Im  Anschluss wurden ein paar Studenten mit Geschenken geehrt. Es gab diese Kategorien: Most improved students, Most hard working students, Most punctual students, Most disciplined students and Best performance. Danach sind die Studenten kurz verschwunden und kamen dann tanzend mit zwei Kuchen wieder. Dann wurde der Kuchen von ein  paar Studenten angeschnitten. Damit war die ceremony vorbei und es gab Essen und Drinks. Es war eine richtig schöne Graduation und besonders die Studenten hatten richtig Spaß. 

Lusaka / Lake Kariba

Vom 03.12 bis 10.12  war ich mit zwei anderen  Freiwilligen erst in Lusaka und dann am  Lake Kariba. In Lusaka waren wir hauptsächlich um ein Visa und ein Zugticket für unseren Trip im Januar nach Tanzania zum Zwischenseminar zu bekommen. Wir haben uns aber auch noch das Projekt eines anderen deutschen Freiwilligen, der mit uns nach Tanzania fährt, angeschaut. Sein Projekt ist von der New apostolic church. Sie unterstüzen unteranderem weitere projekte im management. 

Danach sind wir mit einem Minibus (20 Leute+Gepäck) drei Stunden nach Siavonga, eine kleine Stadt am Lake Kariba, gefahren. Leider fahren dorthin keine großen Busse, da die Landschaft sehr bergisch ist. Dem entsprechend war die Fahrt auch sehr anstrengend und wir waren froh als wir am Lake ankamen. Unsere Lodge war  richtig super. Direkt am See und die Terasse (unser Frühstücksplatz) war mit Blick auf den See. Wir  waren so mit  die einzigen Gäste dort, da die Hochseason Ende December um Weihnachten ist. Am ersten Abend hat dann der Fußballclub von Siavonga eine Party bei unsere Lodge geschmissen und wir haben uns spontan angeschlossen. Wir haben viel getanzt und uns super mit den Leuten unterhalten. Am anderen Abend haben wir zu dritt Karten und Billiard gespielt. Tagsüber haben wir dann einen Bootsausflug zum Dam, zur Bananeninsel und zur Krokodilfarm gemacht.

 Leider durften wir nicht so nahe an die Krokodilfarm ran, sodass wir keine gesehen haben. Aber der Damm war schon beeindruckend und der Lake ansich auch. 

Denn der Lake Kariba ist der größte von Menschen angelegte See. Nach dem Bootstrip sind wir dann nochmal mit  dem Taxi zum Dam gefahren, da man von obendrauf eine viel bessere Sicht hatte. Von dort konnten wir die gigantische 128m hohe Damwand, die den Zambesi Fluss staut, bewundern. Und natürlich sind wir auch obendrüber nach Zimbabwe gelaufen. Das war schon sehr beeindruckend. 

Am Abend haben wir dann noch den Sonnenuntergang überm See genossen. Das war ein richtig genialer Trip. Das Wetter hat mitgespielt, unsere Lodge war super und wir haben viele nette Leute kennengelernt. Leider konnte man nicht in dem See schwimmen, da dort Krokodile drinnen sind. 

Weihnachtsvorbereitungen

Eine Woche vor Weihnachten habe ich mit den Weihnachtsvorberreitungen begonnen. Wir  haben im Chor zusammen mit den Erwachsenen Weihnachtssongs eingeübt (English und  Bemba). Dann habe ich Plätzchen zusammen mit meinen Geschwistern und meiner Cousine gebacken. Das war neu für sie, denn hier backt man nicht wirklich für Weihnachten. Dann wurden die zwei kleinen plastic Bäume aufgestellt un das Haus etwas geschmückt. Eine Weihnachtskrippe gibt es leider nur in der Kirche. Genauso wie den Adventskranz. Die deutsche Tradition eines Adventskalenders gibt es hier leider überhaupt nicht. 

Weihnachten

Begonnen hat Weihnachten mit dem 24.12 Heiligabend. An diesem Tag bin ich Abends um 19:00 Uhr mit meiner Mom und meiner kleinen  Schwester in die Christmette. Meine große Schwester hat im Chor gesungen und meine Cousine war in ihrer Kirche (Pentecostal church). Der  Gottesdienst war sehr schön und vorallem der Chor war richtig gut. Er hat hauptsächlich englishe Weihnachtslieder gesungen. Anschließend sind wir nach  Hause. Dort war ein ganz normaler Abend, bis auf das wir um Mitternacht zusammen Weihnachtslieder gesungen haben. Also meine Mom, meine große Schwester, mein Bruder und ich. Meine Gastfamilie kann richtig gut singen. Am 25.12 sind wir dann zusammen morgens wieder in die Kirche und meine  Schwester hat wieder gesungen. Anschließend waren wir zu Hause und wir Kinder  haben gekocht. Abends gab es dann die Geschenke, die Santa gebracht hat. Sie lagen im Wohnzimmer unter unserem plastik Bäumchen. 

Meine kleine Schwester durfte dann die  Geschenke verteilen und wir haben sie alle gleichzeitig ausgepackt. Natürlich Hat dann auch jeder einmal vorgestellt was er bekommen hat. Es war richtig schön. Hier ist es so das so gut wie immer Klamotten geschenkt werden. Und hier in  Zambia ist es eigentlich so, dass Weihnachten nicht so ein Familienfest ist wie man es aus Deutschland kennt. Es ist eher ein kirchliches Fest, wo der Gottesdienst im Vordergrund steht. 

Volunteer Christmas und Willkommens Party

Vom 26.12 auf den 27.12 hatten wir unsere Weihnachtsfeier der Freiwilligendienste und gleichzeitig die Willkommensfeier von zwei Freiwilligen, die für ein Jahr in Deutschland waren. Wir haben alle zusammen in Francisdale (bei den Fathers) ein BBQ gemacht.

Wir haben viel getanzt zu zambischer Partymusik. Dann hat ein Father noch eine kurze Rede zum Willkommen der beiden Freiwilligen gehalten. Anschließend haben wir noch einen Film über Freiwilligendienste (Blickwechsel) geschaut. Die „Jüngeren“ haben dann noch etwas UNO gespielt. Am nächsten Morgen waren wir im Gottesdienst (auf Bemba) und  haben anschließend noch gemeinsam gefrühstückt. Es war eine wunderschöne Party. Wir hatten alle  riesigen Spaß. 

End of Year Party 

Am 30.12 war die Jahres-End-Party der Jugendlichen der Cathedral. Es war ein Braii mit viel Musik und Tanz. Die Party war offiziel von 14:00 bis 20:00 Uhr. 

Aber alle kamen erst gegen 17:00 Uhr. Dann hat jeder ein Packet mit Chicken, Meat und Sausage bekommen. Wir haben dann alle zusammen auf einem riesigen Gill die Sachen gerillt. 

Nach dem Essen haben wir dann den ganzen Abend getanzt und gequatscht. Es war richtig cool. Dann wurde um 20:00 Uhr der ofizielle Teil mit einem Gebet beendet und danach haben wir noch etwas weiter getanzt. 

Silvester

An Silvester war ich mit meiner Schwester und meiner Cousine aus. Wir waren haben ganz viele Freunde getroffen. Hatten einen wunderschönen Countdown bei Bo Jungles (Bar). Dort war auch ein Auftritt von einem sehr bekannten zambischen Rapper, namens Slap Dee. Natürlich kannte ich ihn nicht, aber die Musik war richtig gut. 

Als es dann genau 00:00 Uhr war haben wir uns alle ein Happy New Year gewünscht und es gab ein Feuerwerk vor der Bar. Dann kamen auch meine Freunde von der Cathedral. Danach haben wir dann noch „ein bisschen“ weiter gefeiert. 

Ich wünsche euch allen ein frohes und gesegnetes neues Jahr!!! 🙂

Familienzuwachs

In diesem Monat stand für mich die Schule und der ganz normale Alltag im Mittelpunkt. Zudem gab es einige Veränderungen in meiner Gastfamilie. Die Schwester meiner Mom ist in den Norden gezogen um dort zu arbeiten und leben. Und meine Cousine kam am 10.11 um einige Zeit bei uns zu wohnen. Sie ist total Klasse und genau so alt wie ich. 

Und dann kam am 18.11 meine Gastschwester (17 Jahre) aus Südafrika. Auch mit ihr verstehe ich mich richtig gut. 

Mein Alltag

Montag: Von 7:00-16:30 bin ich in der  Schule und anschließend habe  ich Chorprobe bis ca. 18:00. Abends koche ich dann manchmal, erzähle viel mit meiner Cousine, spiele UNO mit meiner kleinen Schwester oder lese ein Buch. 

Dienstag: Von 7:00-16:30 bin  ich in  der Schule und anschließend gehe ich zum Step Aerobic. Der Abend  ist wie Montag.

Mittwoch: Der Mittwoch  ist genau so wie der Montag. Erst Schule und anschließend Chor. Der Abend wie Montag

Donnerstag: Von 7:00-16:30 Schule  und anschließend habe ich nichts bestimmtes vor. Oft nutze ich den Tag zum Wäsche waschen (mit  der Hand) oder einkaufen. 

Freitag: Von 7:00-13:30 Schule. Im  Anschluss esse ich immer noch zusammen mit den Schwestern der Schule. Übrigens koche ich Mittags immer zambisch mit einer Schwester. So lerne ich alle verschiedenen Gemüse kennen. Natürlich gibt es dann immer Nshima dazu. Anschließend gehe  ich dann zum Dance Aerobic. Der  Abend ist dann wie immer, nur das ich später ins Bett gehe. 

Samstag: An diesem Tag ist immer etwas anderes.

Sonntag: Morgens gehe  ich um 7:30  Uhr in den Gottesdienst. Ich singe dort mit dem Jugendchor. Anschließend ist noch ein kurzes Meeting, wo wir die Songs für nächsten Sonntag aussuchen. Dann habe ich zu  Hause Mittagessen und von 14:00-17:00 Chitente. 

Day of  prayer

Am 12.11 war ein Tag des Gebetes für die Jugendlichen. Ich war leider nicht komplett dort, weil ich Morgens noch mit dem  Jugendchor bei einer Hochzeit gesungen habe. Der Day of  prayer war bei einer Gemeinschaft von Missionaren und diente den  Jugendlichen auch als Auszeit. Als ich ankam saßen die  Jugendlichen im Stillengebet in einer Kapelle. In der Mitte wurde das Allerheiligste ausgesetzt. Dazu lief ruhige Musik. Dann bestannt die Möglichkeit zu beichten. Nach einiger Zeit haben wir dann noch den Rosenkranz gebetet bevor wir zum Abschluss einen  Gottesdienst gemeinsam gefeiert haben. 

„Careers day“

Am heutigen careers day stand der Traumberuf im Mittelpunkt. Alle Kinder haben sich dem Beruf, den sie später ausüben wollen, nach gekleidet. Ganz viele Kinder waren Doktors oder Krankenschwestern. Es gab aber auch Lehrer, Polizisten, Soldaten, Piloten, Designer, Bauarbeiter, Priester, Anwälte, Feuerwehrmänner und Schwestern. 

Die Kinder  haben sich alle riesig gefreut und natürlich haben wir ganz ganz viele Fotos gemacht. Dann haben sich alle auf dem Schulhof versammelt. Dort war eine Musikbox aufgebaut und eine Lehrerin hat am Micro moderiert. Die einzelnen Berufe sind dann nach vorne und haben den anderen gezeit und am Micro erklärt was ihr Traumberuf so für Aufgaben hat. Zum Beispiel sind die Soldaten machiert. Die Priester haben gepredigt und die Doktors und Krankenschwestern haben Kranke versorgt. 

Danach durfte jede Klasse zu der Musik tanzen. Ich habe mit  der ersten Klasse getanzt. Natürlich wieder mit so viel Hüftschwung wie geht. Im  Anschluss gab es dann die ganz normale Frühstückspause. Als dann alle Snacks aufgegessen waren haben wir noch Lieder für den Gottesdienst am Montag eingeübt. Und dann war auch schon um 12:30 Uhr Schulschluss. An diesem Tag hatten alle riesigen Spaß. 

Schule

Ende diesen Monats war total viel Los. Die Klassenarbeiten mussten abgetippt und gedruckt werden. Dann gab es jeden Montag Messe für die Kinder. Dafür mussten natürlich auch Lieder eingeübt werden. Dann musste die Weihnachtsfeier und Graduation für die Reception class organisiert werden. Für die Weihnachtsfeier wurde ein Theaterstück eingeübt und ich  habe den  Kindern einen Tanz (Linedance) beigebracht. Auch mit den Reception Kindern, die nächstes  Jahr in die primary school (1 Klasse) kommen, habe ich einen Tanz eingeübt. Das hat den Kindern natürlich total viel Spaß gemacht und mir auch. Seit dem 14.11 haben wir auch jeden Montag und Freitag Morgen einen Gottesdienst mit den Kindern. Da wir „noch“ keine Halle haben findet der Gottesdienst in einem Klassenraum. Das heißt die eine Hälfte Montags und die andere Freitags. Dann gibt es einen Schülerchor. Er besteht aus den katholischen Schülern. Sie üben jeden Nachmittag die Songs für den nächsten Gottesdienst. Und ein Kind liest die Lesung. Der Priester hält immer eine sehr interessante und lustige Predigt. 

Kirche

Am 19.11 war closing of  the year of mercy. Es gab einen großen Gottesdienst. Die Kathedrale war total voll. Der Jugendchor hat zusammen mit dem St. Cecilia Chor gesungen. Es war richtig gut. Am 20.11 war dann Christ the king celebration. Es  gab einen festlichen Gottesdienst und auch dort habe ich wieder gesungen.

Portemonaie

Am 21.11 habe ich mit der ersten Klasse Portemonaies aus Milchpackungen für ihren 1 Kwacha fürs Max cole (total süße, kalte Süßigkeit) gebastelt. Wir haben 5 Wochen lang Milchtüten gesammelt.  Die Kinder haben sich riesig gefreut. Wobei das Schneiden haben Sister und ich übernommen. Falten durften sie dann selber. Sie sind auch richtig schön geworden. Natürlich wollen die Anderen Klassen jetzt auch. Ich hoffe ich finde noch etwas Zeit dafür. 

„The Taste“

Am 22.11 und 23.11 kamen die Catering students für ihre Prüfung im Kochen. Sie haben hatten eine ein jährige Ausbildung zum Hotelmanagement hinter sich. Ihre Abschlussprüfung bestand nun aus einem Test (Theorie) und dem Kochen (praxis). Sie haben 2 Stunden 45 Minuten Zeit gehabt ein Menü mit Vorspeise, Hauptspeise und Desert auf die Beine zustellen. Danach haben sie den Klassenraum in ein Restaurant verwandelt und jeder hat einen kleinen Tisch für zwei Personen eingedeckt und sein Essen dort präsentiert. Wir Lehrerinnen durften es dann testen. Es war richtig lecker. Wie in einem richtigen Restaurant. Sie haben an zwei Tagen gekocht (ein Teil der Studenten Dienstag und der andere Mittwoch).

Weihnachtskonzert

Heute war  ich auf dem Weihnachtskonzert meiner kleinen Schwester. Wir waren in einer großen Halle mit Bühne. Sie war weihnachtlich geschmückt und die Kinder haben Lieder gesungen, getanzt  und ein Theaterstück aufgeführt. Es war  richtig schön und die Kinder haben sich sehr viel mühe gegeben. Die Lehrer haben auch ganz am  Anfang die National Hymne gesungen. Und ein Lehrer hat das Konzert mit viel Witz moderiert. Zwischen den einzelnen Darbietungen hat dann ein DJ Musik gespielt. 

Heute kam auch wieder mein Gastbruder aus der UK. 

Diesen Monat habe ich auch genutzt um meinen Trip nach  Lusaka  und nach Tanzania zum Seminar zu planen. Übrigens hat jetzt auch die Regenzeit begonnen. Zwar etwas verspätet, aber sie ist da. Ich bin schon gespannt was der Dezember so bringen wird. 

Hot Season

Mal wieder geht ein ereignisreicher Monat zu Ende. Unter der Woche habe ich meinen ganz normalen Alltag und am Wochenende unternehme ich dann sehr viel. 

Lusaka

Am 01.10 habe Niklas (der andere Freiwillige von unserer Organisation), die Freiwillige aus Japan und ich uns auf den Weg nach Lusaka, der Hauptstadt von Zambia, gemacht. Wir sind schon ganz früh morgens mit dem Reisebus los, da wir 6-7 Stunden fahrt vor uns hatten. Die Fahrt war sehr angenem. Wir sind eine Straße immer geradeaus gefahren. Die Straße war zwar einspurig, aber super geteert. Ab und zu mussten wir anhalten um maut zu zahlen oder weil die Polizei eine Straßenkontrolle durchgeführt hat. Wir haben auch einen kurzen Stop in Kabwe gemacht. Während der Fahrt haben wir dann der japanischen Freiwilligen „Mensch ärgere dich nicht“ beigebracht. Dann kamen wir in Lusaka an. In Lusaka ist viel mehr Verkehr als in den anderen Städten. Und Lusaka hat total viele Malls, die alle von den Chinesen gebaut wurden. Genau so wie die Straßen. In Lusaka haben wir dann bei einer Cousine von Niklas Gastmutter geschlafen. Sie war super nett und hat uns direkt gesagt, was es Sehenswertes gibt und wie die Haltestellen der Minibusse heißen, damit wir uns eigenständig bewegen konnten. In Lusaka gibt es leider nicht wirklich touristig. Man kann die Zahlreichen Malls besuchen, ins National museum gehen und einen kleinen traditionellen (eher touristischen, da nur Touristen dort waren) Markt. Die Malls sind sehr modern und die Preise (so wie in Deutschland) im Vergleich zu Ndola echt teuer. Aber man findet echt alles dort. 

Das Nationalmuseum war super interessant. Es ging von zambischer Kunst über die zambische Geschichte bis hin zur Kultur. Auf dem traditionellen Markt (kabwata cultural village) konnte man alles Mögliche aus Citenge kaufen. Holzfiguren, Bilder, Schmuck und vieles mehr. Er war total bunt. So richtig mein Geschmack.

Am Sonntag morgen waren wir natürlich in der Messe zusammen mit der Cousine. Das ist ein fester Bestandteil der Kultur. Im Anschluss waren wir in einer chinesichen Markthalle. Hier konntest du alles mögliche aus China finden. Und es waren auch total viele Chinesen dort. 

Dann hat uns ein Taxifahrer (ein Freund der Cousine) noch etwas herum gefahren und uns das „State house“, das Gericht und die Kathedrale gezeigt uns und ein bisschen was dazu erklärt. Zwischendurch sind wir immer mal wieder durch die Innenstadt gelaufen und haben einen Markt entdeckt, der das totale Gegenteil der großen Malls war. 

Am 3. Oktober war dann der „Tag der deutschen Einheit“. Der eigentliche Grund, weshalb wir nach Lusaka gekommen sind. Davon erzähle ich aber seperat. Lusaka hatte für mich den Eindruck einer sehr schnelllebigen Stadt mit leider nicht so vielen touristischen Atraktionen. Aber es ist total spannend diesen Unterschied zwischen den Märkten auf der Straße und den Mall, die nur ca. 10 Minuten von einander getrennt sind, zu sehen. 

Tag der deutschen Einheit

Am 3. Oktober wurden alle Deutschen, die zur Zeit in Zambia sind, in die deutsche Botschaft in Lusaka eingeladen. Es war ein großes Fest im Garten. Mit Pavilions und Bühne. Leider hatte es kurz bevor wir los wollten angefangen zu regnen. Für Zambia war das natürlich gut, aber für die Feier jetzt nicht gerade. Trotz des Regens sind wir aber los und haben die Feier genossen. Es wurden Reden gehalten und es gab gutes deutsches Essen. Kartoffelsalat, Kartoffelpüree, Spätzle und vieles mehr. Und dann haben wir ganz viele Freiwillige getroffen. In Zambia sind so um die dreißig Freiwillige über das ganze Land verteilt und in verschiedensten sozialen Projekten. Wobei der Schwerpunkt der Projekte schon auf Schulen oder Heimen liegt. Es war super interessant sich auszutauschen und natürlich durfte ein Gruppenbild mit dem Botschafter nicht fehlen. 

„Open day“ und „Teachers day“

Am 07.10 hatten wir in der Schule „Open day“. Die Kinder hatten Schulfrei und die Eltern sind gekommen um die Testergebnisse der Kinder abzuholen und um gleichzeitig mit den Lehrern zu sprechen. Also ein bisschen wie Elternsprechtag. Die Lehrer saßen alle in einem Klassenraum an Tischen. Die Tests wurden in eine Plastiktüte gepackt. Oben drauf war ein Schreiben mit allen Ergebnissen (auch Arbeitsverhalten, Sozialverhalten, Lesen und Schönschrift). Und dann haben wir an dem Tag Teachers day gefeiert. Eigentlich ist er am 05.Oktober. Dort unternehmen die Lehrer etwas zusammen (kochen oder fahren weiter weg). Wir haben so etwas nicht gemacht, da wir ja an dem Tag als wir ihn gefeiert haben open day hatten. Aber am Teachers day haben die Lehrer ganz viele Geschenke von den Kindern als Dank für ihre Arbeit bekommen. Es gab rießige Toten, Gemüse, Parfüm und vieles mehr. Ich habe einen Citenge bekommen. Ich habe mich rießig darüber gefreut. Wir haben den Teachers day auf den gleichen Tag wie den Open day gelegt, da die Schulleiterin nicht wollte, dass noch mehr Unterricht ausfällt. 

„library day“

Am 12.10 hat meine Schule den „library day“ gefeiert. An diesem Tag musste jedes Kind ein Schulbuch, welches seinem/ihrem Alter und Klasse angemessen ist, mitbringen. Damit vergrößert die Schule ihre Bücherrei und gleichzeitig den Bestand an Lernmaterialien für alle Kinder. Zudem wird dieser Tag genutzt um das Lesen zu trainieren. In der ersten Klasse, wo ich meistens aushelfe, ist immer ein Kind nach vorne und hat der ganzen Klasse vorgelesen. Immer eine Seite, damit mehrere Kinder dran kommen. Natürlich war es nicht immer einfach für die anderen zu zuhören, da man mit sechs Jahren noch ziemlich langsam liest. Dafür haben die Kinder aber echt gut zugehört. 

Pilgrimage meiner Gemeinde

Am 08.10 waren meine Mom und ich zusammen mit meiner Gemeinde (Cathedral parish) pilgern. Wir sind schon früh morgens los, da wir 1h 30min mit dem Auto bis zum Startpunkt gebraucht haben. Dort haben wir dann alle anderen getroffen. Für alle die nicht mit dem eigenen Auto kamen, gab es auch einen Bus von der Cathedral bis Masaiti (Startpunkt). Wir waren zwischen 200 und 250 Leuten. Darunter viele Frauen, die alle ihren „catholic woman“ Citenge getragen haben, ein paar Männer, Priester, viele Kinder und ein paar Jugendliche. Zu Beginn hat ein Priester die Bedeutung einer Wallfahrt für Christen erleutert. Dann sind wir losgelaufen ca. 5cm immer geradeaus auf der Hauptstraße in der prallen Sonne. Dabei haben wir den kompletten Rosenkranz teils Bemba, teils English gebetet. Zwischendurch wurden immer wieder Lieder auf Bemba gesungen.  Nach ca. 2 Stunden kamen wir nach St. Theresa. Dort ist auch eine Hl. Pforte. Nachdem wir das Gebet des Jahres der Barmherzigkeit vor der Pforte gebetet haben sind wir in die Kirche und haben eine kurze Bibelstelle gehört.

Danach hatte jeder Zeit selbst zu beten und zu beichten. Das haben hier erstaunlich viele gemacht. Auch die Jugendlichen und Kinder. In dieser Zeit wurden immer wieder Lieder angestimmt. Ich habe keine Ahnung wie lange wir in der Kirche saßen, aber die Zeit verging echt schnell. Anschließend hatten wir dann einen Gottesdienst im Freihen als Abschluss. Der Kinderchor der Gemeinde hat gesungen. Meine Mom und ich haben dann noch bevor wir nach Hause gefahren sind das Grab des ersten Bischofs von Ndola besucht. Es war auch in St. Theresa. Es war ein richtig guter Tag.

Pilgrimage der Jugendlichen im Bistum

Genau eine Woche später bin ich genau die gleiche Strecke wieder gepilgert. Dieses mal zusammen mit ganz ganz vielen Jugendlichen. So um die 700 Jugendlichen aller deaneries. Obwohl es die gleiche Strecke war, war es dennoch eine total andere Wallfahrt. Vorne weg ging ein großes Banner und eine Blaskapelle. Es gab verschiedene Stationen, die von den einzelnen deaneries vorbereitet wurden. An den einzelnen Stationen wurde immer ein Bibeltext vorgelesen. Dieser wurde erklärt und dann wurde noch ein Gebet gesprochen. Zwischen den einzelnen Stationen wurde dann gesungen oder ein Teil des Rosenkranzes gebetet. Die einzelnen deaneries hatten unterschiedliche T-shirts an, sodass wir eine total bunte Gruppe waren. In St. Theresa haben wir dann Gottesdienst gefeiert. Mit viel Gesang und Tanz. Vorallem bei der Opfergabe ist jede deanery nach vorne getanzt und haben alles mögliche geopfert. Kartoffeln, Obst, Reinigungsmittel und vieles mehr. Dieser Vorgang hat bestimmt eine halbe Stunde gedauert. Am Ende vom Gottesdienst wurden dann noch ein paar Jugendliche, die viel für die Diözese machen, geehrt. Anschließend gab es Mittagessen. Jede deanery hat ihr eigenes Essen mitgebracht. Dann gab es noch ein Fußballspiel und es wurden Boxen aufgestellt, die währendessen Musik gespielt haben. Es haben allerdings nur die Jungs/Männer gespielt. Die anderen saßen am Rand und haben zugeschaut. Wir haben dann am Rand mit den kleinen Kindern Limbo gespielt und später getanzt. Das war richtig cool. Dann sind wir am späten Abend wieder Heim gefahren. 

Tag des Gebetes und Fasten

Am 18.10 war der Tag des Gebetes und Fasten. Ein zambischer Feiertag, den Edgar Lungu (Präsident) recht kurzfristig einberufen hat. Er hat alle Religionen eingeladen um zusammen zu beten und Fasten. Es wurden rießige Gottesdienste in den Stadien gefeiert. Es zeigt, wie sehr Zambia von der Gemeinschaft und dem Frieden lebt. In Zambia gab es noch keinen Krieg außer den Independence (Unabhängigkeits) Kampf. Es heißt nämlich: One Zambia, one Nation.

Zambian Breweries

Am 19.10 habe ich zusammen mit anderen Freiwilligen die Zambian Breweries besucht. Mein Gastvater ist dort der Plantmanager und hat uns eine Führung organisiert. In dieser Firma wird vorallem das zambische Bier (Mosi und Kasel) hergestellt, aber auch Softdrinks wie Cola, Fanta und Sprite. Zu Beginn haben wir eine Sicherheitseinweisung an Hand einer PowerPoint Presentation bekommen. Dann haben wir Kittel, Schutzbrille, Ohrstöpsel und ein Haarnetz bekommen. Das sah richtig lustig aus. Dann sind wir los. Wir waren zuerst in der Halle, wo das Bier in den riesigen Tanks gebraut wird. Es ist so, dass immer eine Sorte an Bier gebraut wird. Je nachdem was mehr getrunken wird. Sie unterscheiden sich auch nur in der Menge an Hopfen der dazu gegeben wird. In dieser Halle werden ca. 45000 Flaschen pro Stunde hergestellt und es wird nichts davon exportiert. Dann waren wir noch in der Halle, wo das Bier und die Softdrinks abgefüllt wurden. Das war auch super spannend. Hier gibt es übrigens auch das System, das Flaschen wiederverwendet werden. Leider nur spezielle Glasflaschen. Die anderen werden einfach weggeworfen. Die Firma war deutscher Standard und die meisten Marchinen kommen auch aus Deutschland. 

Independence celebration (Schule)

Heute war die independence celebration (Unabhängigkeitsfeier) an meiner Schule. Alle Kindern hatten Kleider, Röcke, Hosen oder Hemden aus den Farben der zambischen Flagge an. Zu Beginn haben die Kinder die Flagge von Zambia ausgemalt. 

Dann gab es eine kurze Frühstückspause befor das richtige Program losging. Alle Klassen haben sich auf dem Schulhof, der mit selbstgebastelten Girlanden und Plakaten verziert war, versammelt. Dort hat dann jede Klasse den Anderen etwas präsentiert. Ein Lied, ein Gedicht oder ein Tanz. Das war richtig cool und besonders beim Tanz hatten alle total viel Spaß. 

Danach haben wir noch ganz ganz viele Bilder gemacht. Das mögen die Kinder total. Natürlich durfte die Nationalhyme nicht fehlen. Bevor die Kinder dann abgeholt wurden, habe ich noch mit der ersten Klasse Daumendrücken (ein Spiel aus meiner Schulzeit) gespielt. Das finden die Kinder richtig klasse. Es war ein total cooler Tag. 

Citente celebration

Am 22.10 hat meine „small christian community“ St. Mary ein Fest gefeiert. Normalerweise ist es immer an Mariahimmelfahrt. Aber da dort schon etwas anderes war wurde es auf den 22.10 gelegt. Zu Beginn hatten wir einen Gottesdienst. Teils Bemba, teils English. Dann haben wir bei einer Familie im Garten gefeiert. Es waren Stühle aufgestellt, ein kleiner Pavilion für den Priester und die Organisatoren und ein DJ hat Musik (Songs auf Bemba) aufgelegt. Dann hat der Priester die Feier mit einem Gebet eröffnet. Es wurde eine Willkommensrede gehalten und der Priester hat das Essen gesegnet. Es gab ein Tischgebet und dann haben alle gegessen. Dabei hat man sich dann gut unterhalten können. Ich saß natürlich bei der Jugend. Nach dem Essen wurden Reden gehalten. Vom Priester und den Organisatoren. Ich wurde dann auch Offizel in die Gemeinschaft aufgenommen und begrüßt. Zwischendurch wurden immer wieder Musik gespielt. Zum Schluss gab es wieder ein Gebet. Denn hier werden alle Feiern mit einem Gebet umramt nach dem Motto „Jesus started with prayer and ended with prayer“. 

Independence day

Am 24.10.2016 hat Zambia 52 Jahre Unabhängigkeit gefeiert. Mein independence day hat mit einer Chorprobe begonnen. Danach haben eine Freundin und ich uns mit den anderen Freiwilligen und meinem Mentor getroffen. Wir sind zusammen ins Stadion. Dort war eine große Feier mit Reden, Blaskapelle, Karatedabietung und einer Parade. Leider kamen wir sehr spät, sodass wir nur das Ende mitbekommen haben. Aber es war dennoch sehr schön. Anschließend haben meine Freundin und ich noch Scones (spezielle Muffins) gebacken. 

„Kitchen party“ und Hochzeit

Am 29.10 hat eine Lehrerin meiner Schule geheiratet. Begonnen hat der Tag mit einer kirchlichen Hochzeit in Weiß. Die Braut wurde wie bei uns von ihrem Vater zum Altar geführt. Sie trug ein wunderschönes Kleid und einen Schleier.

Der Hochzeitsgottesdienst war vom Ablauf wie bei uns. Nur die Musik war natürlich zambisch und die Sprache English/Bemba. Der Gottesdienst war sehr liebevoll gestalltet und die Kirche mit gelben Blumen geschmückt. Am Ende gab es noch draußen ein Fotoshoting, wo alle nochmal das Kleid der Braut bewundern konnten. Um 14:00 Zambian Time (also 15:00) ging es dann im Garten einer Freundin der Braut weiter. Es waren mehrere Pavilions aufgebaut. Zwei große für die Gäste, zwei für die Familien und einen (er war total geschmückt und sa ein bisschen aus wie ein Himmelbett) für die Braut. 

Vor dem Pavilion für die Braut lagen ganz viele Geschenke (Küchengeräte). 

Es gab auch zwei nagelneue Tische mit Stühlen, ein Herd, ein Kühlschrank und ein Küchenschrank. Ein DJ hat immer wieder gespielt. Und dann kam die Braut unter einem Citenge. Aber bevor sie durchs Tor zur Party durfte, müssten die Gäste ihr Geld hinschmeißen. Dazu wurde gesungen und getrommelt. 

Dann ist die Braut unter dem Citenge nach vorne zu ihrem Pavilion gekrochen und wurde enthüllt. Sie trug ein orangenes Kleid mit einem traditionellen Kopfschmuck. Dann wurde wieder Geld gegeben. Im Anschluss wurden die traditionellen Gegenstände der Mutter gezeigt und ihr erklärt wie sie funktionieren. Ein traditioneller Besen und ein Sieb. 

Danach wurden dann einzelne Gruppen nach vorne gerufen um der Braut ihr Geschenk zu bringen. Wir die Lehrer der St. Martha Schule sind auch zu ihr und haben ihr eine Fritöse geschenkt und ihr kurz erklärt wie sie funktioniert. Sie hat sich bedankt, indem sie sich auf den Boden geschmissen hat und geklatscht hat. Danach haben wir noch getanzt. Natürlich wollte jeder meinen „super“ Hüftschwung sehen. Die Leute hier haben einen richtig genialen Hüftschwung. Zwischendurch gab es auch was zu Essen und zu trinken. Dann kam der Bräutigam. Die Braut wurde wieder verhüllt und der Bräutigam musste sie enthüllen und hat ihr sein Geschenk gegeben. Zum Abschluss haben noch Bräutigam und Braut den Eltern Geschenke gebracht. Es war eine super interessante und schöne Feier. Ich hatte eine Menge Spaß. 

Jetzt bald Beginnt auch die Regenzeit. Momentan ist es noch so, dass es sehr heiß ist und es nur ab und zu Regenschauer gibt. Nächsten Monat kommt auch meine Gastschwester aus Südafrika. Darauf freue ich mich sehr. 

Meine Gastfamilie und St. Martha

Kaum zu glauben, aber jetzt bin ich schon einen Monat in meiner Gastfamilie. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Und wie letzten Monat, habe ich auch im September viel erlebt.

Meine Gastfamilie

Meine Gastfamilie besteht aus: Meinem Dad. Meiner Mom. Meinem 22 jährigen Gastbruder, der allerdings in der UK Architektur studiert. Meiner 17 jährigen Gastschwester, die in Südafrika ist. Der Schwester von meiner Mom und ihrer 7 jährigen Tochter, die auch meine Schwester ist. Zudem haben wir 5 große Hunde, die als security dienen. Mein Gastbruder war für einen Monat zu besuch, sodass ich ihn kennenlernen durfte. Meine Gastfamilie ist super nett und wir lachen sehr viel. Ich schlafe in einem Zimmer mit meiner kleinen Schwester und ihrer Mutter. Und wenn zum Beispiel die Cousine von meinem Gastbruder kommt, teilen wir uns ein Bett. Das ist Teil der sambischen Kultur. Meine Gastfamilie hat sich auch sehr über das Geschenk von Niederbrechen gefreut. Es war ein Buch über Limburg und ich habe ihnen direkt zeigen können wie es so in Deutschland aussieht. 

[Es fehlt die Schwester meiner Mom und meine Gastschwester]

St. Martha nursery and primary school

Die Schule, in der ich meinen Freiwilligendienst für die ersten 6 Monate mache, wird von Schwestern geleitet und ist für Kinder von 3 bis 10 Jahre. Man kommt mit 3 Jahren in die Babyclass. Dort lernen die Kinder Songs, Gebete, das Alphabet, die Zahlen und Vieles mehr. Danach kommt man in die Middle class, dann in die Reception und danach in die Klassen 1-4. Hier in Sambia ist es so, dass man nicht für jedes Fach, sondern für jede Klasse einen Lehrer hat, der Alles unterrichtet. Außer für Französisch, das lernen die Kinder hier übrigens ab der ersten Klasse schon. Für dieses Fach kommt eine extra Lehrerin. Dann ist hier jeden Montag und Freitag Morgen das gemeinsame Singen und Beten. Natürlich darf die Nationalhymne nicht fehlen. Freitags ist dann immer Sporttag. Da machen die Kinder zu einer bestimmten Zeit draußen Sport. Sie spielen Fußball oder Netball. Mit den Kleineren habe ich “Laurentia“ (ein Song mit Bewegung) gesungen. Das hat den Kindern richtig viel Spaß gemacht. Die Kinder haben hier Montags bis Donnerstags von 8:00 bis 15:30 Uhr und Freitags bis 12:30 Uhr Unterricht. Die kleineren Kinder bis Reception bekommen zum Mittagessen etwas warmes (Nshima mit Gemüse und Fleisch). Hier in Sambia ist das Schuljahr in drei Teile (3 Terms) aufgeteilt. Die Kinder starten im Januar, haben dann drei Monate Schule und dann einen Monat Ferien (April). Dann beginnt der zweite Term. Dieser endet wieder 3 Monate später und die Kinder haben einen Monat Ferien (August). Von September bis November geht dann der letzte (3.) Term. Danach ist dann der Dezember wieder Urlaub. Zwischendurch gibt es dann immernoch ein paar Feiertage wie z.b. independence day, teachers day, carrer day, library day… Die erkläre ich dann wenn es so weit ist. Mit den Klausuren/Arbeiten ist es so, dass die Kinder in der Mitte und am Ende des Terms jeweils eine Woche Klausuren schreiben. Nur am Ende vom 3. Term schreiben die Kinder dann über das Gelernte vom ganzen Jahr. 

[Ein Teil der Babyclass]

Talentshow in Francisdale 

Am 03.09 fand eine Talentshow der Jugendlichen in Francisdale statt. Eine Gruppe von Jugendlichen hat dieses Event alleine organisiert und es kamen richtig viele Kinder und Jugendliche. Aufgeführt wurde in der Aula der Fatima (secondary) Schule. Dort gab es eine Bühne und viel Platz. Man musste einen kleinen Eintritt bezahlen und dann wurde ein Fingernagel zur Markierung mit einem Edding angemalt. Vorne saß eine vierköpfige Jury (alles Jugendliche). Das Programm war richtig schön und abwechslungsreich. Es wurde getanzt, gesungen (meistens Playback) und es gab auch eine Modenschau. Es wurde auch immer eine Büchse aufgestellt, wo man Geld einwerfen konnte, wenn einem die Darbietung gefiel. Es war richtig was los. Insgesamt ging die Talentshow von 11:00 bis 17:00 Uhr. Aber leider konnte ich nicht bis zum Ende bleiben, da der Heimweg von Francisdale etwas länger dauert. Man fährt 20 Minuten mit dem Taxi in die Stadt. Allerdings muss man erst warten bis das Taxi voll (5 Leute + Fahrer) ist. Das kann schnell gehen, oder auch länger dauern. 

Fußballspiel Sambia/Kenia

Dieses Fußballspiel war sehr aufregend. Begonnen hat es damit, dass wir kurz vor Anpfiff immer noch vor dem Stadion, mit ganz ganz vielen Anderen, die auch rein wollten, standen. Das Problem war: Es gab nicht genügend Tickets. Der Eingang zum Stadion wurde von vielen Polizisten bewacht, die versuchten die Leute daran zu hindern ohne Ticket rein zu kommen. Nach einer Zeit haben wir dann doch noch Tickets, von irgendjemanden, der seine nicht brauchte, bekommen und konnten das Spiel sehen. Es war wieder eine super Stimmung. Vorallem als Kenia ein Tor geschossen hat, haben die Fans ihre Mannschaft mit Songs noch mehr angefeuert. Und dann hat Sambia 8 Minuten vor Ende dann doch noch den Ausgleich geschossen. Da waren alle sehr erleichtert. 

Graduation

Am 09.09 waren wir auf der Graduation (Abschluss der Uni) von einer Freundin. Morgens sind wir zu sechst nach Kitwe zur Uni gefahren. Dort angekommen standen vor dem Eingang ganz viele Verkäufer, die riesige Geschenke in glitzernden Verpackungen verkauften, falls man selber vorher nicht dazu kam etwas für die Absolventen zu kaufen. Im Garten der Uni wurde ein riesiges Zelt aufgestellt für die über 100 Absolventen, ihre Familien und Freunde. Dann wurden viele Reden gehalten, eine Gruppe hat getanzt und eine Blaskapelle hat gespielt. Die Absolventen waren festlich angezogen. Sie trugen ein Abschlussgewand und nachher beim übberreichen des Zeugnisses den Abschlusshut (wie man es von Amerika kennt). Die Absolventen wurden  ihrem Fach nach nach vorne gerufen und haben das Zeugnis und den Hut bekommen. Dann wurde ein Foto mit der Abschlussklasse gemacht und die Absolventen haben mit ihrem Hut gewedelt, oder haben ihn in die Luft geschmissen. Zum Schluss wurden noch die Besten geehrt.Die Feier war dann gegen 14:00 Uhr zu Ende und wir haben noch die Verwandten von unsere Freundin besucht. Es war ein richtig schöner Tag.

Katlobat und Dola hill

Am nächsten Tag haben wir einen Ausflug mit einem Freiwilligen, der in Deutschland war, unternommen. Wir sind auf die zwei Berge von Ndola, die eher Hügel sind, gestiegen und haben das Grab seines Vaters besucht. Viele Leute kommen hier zu den Hügeln um in Ruhe zu beten. Manche bleiben sogar länger Tage dort und zelten. Von dort oben hat man einen super Ausblick. Dann sind wir durch ganz viele kleine Dörfer gelaufen, am Kafubo Fluss entlang. Am Fluss haben ein paar Leute ihre Wäsche gewaschen und Kinder haben im Wasser gespielt. Es war richtig warm an diesem Tag. Am späten Nachmittag haben wir dann noch einen Teil der Familie des Freiwilligen kennengelernt. An diesem Tag haben wir uns richtig viel unterhalten können. Er war rundum gelungen.

[Dola Hill mit Blick auf das Stadion]

[Der Friedhof]

Musical

Am Freitag Abend war ich dann zusammen mit einem Freund vom Jugendchor in einem Musical. Ein paar Jugendliche aus Ndola haben es eingeübt und aufgeführt. Es ging dabei um die Straßenkinder in Zambia. Wie sie an diesen Punkt gelangen und wie die Gesellschaft damit umgeht. Das Musical war die meiste Zeit auf Englisch, sodass ich doch recht viel verstanden habe. Das Musical war richtig lehrreich und mit viel Witz, aber auch Ernst gespielt. 

Cilanga mulilo

Cilanga mulilo ist ein Fest vor der Hochzeit, beidem die Braut ihrem zukünftigen Ehemann ganz viel Essen kocht. Damit zeigt die Frau auf was sich der Mann nach der Hochzeit einstellen muss, da die Frau fürs Kochen zuständig ist. Nach diesem Fest kommt dann die Kitchenparty, wo das Paar ganz viele Küchengegenstände, die noch im gemeinsamen Haus fehlen, bekommen. Und dann erst kommt die eigentlich Hochzeit. Ich war jedenfalls auf der Cilanga mulilo mit meiner Familie. Der Bräutigam war ein Arbeitskollege von meinem Vater. Wir sind also alle zusammen mit noch 3 Cousinen meiner Mom zum Bräutigam gefahren. Dort war ein riesiger Pavillon mit vielen runden Tischen, die alle wunderschön geschmückt waren, aufgebaut. Zu Beginn hat eine Gruppe von Jugendlichen die Tänze der verschiedenen Regionen in Sambia präsentiert. Zwischendurch hat ein Entertainer Witze erzählt, während wir auf das Essen der Braut warteten. Nach ca. 3 Stunden kam es dann. Das Essen wurde von einer Gruppe von Frauen (Verwandten und Freunden der Braut) gebracht. Die Braut selbst war nicht anwesend. Sie kam später. Die Frauen standen vor dem Tor und haben das Essen, welches in weiße Tücher gewickelt war, auf dem Kopf getragen. Dazu haben Sie auf Bemba gesungen und die Ingoma ( Trommeln) gespielt. Dann begann das eigentliche Spektakel. Die Frauen standen vor dem Tor und wir innen. Dazwischen auf der Schwelle lagen Zweige mit Blättern. Zwei Frauen haben sie dann hingekniet und die Zweig mit dem Mund weggeräumt. Die Gäste der Ferien haben den Frauen Geld hingeworfen. Das wurde immer gemacht, wenn den Gästen etwas besonderes gefallen hat. 

Als der Weg freigeräumt war, sind die Frauen mit dem Essen auf dem Kopf ins Haus gegangen. Dort hat der Bräutigam auf der Couch auf sie gewartet. Sie haben die eigepackten Töpfe vor Ihm abgestellt. Dann haben zwei Frauen erst das Tuch Mut dem Mund entfernt und dann die Töpfe auch mit dem Mund geöffnet. Danach haben Sie dem Bräutigam einen noch geschlossenen Topf überreicht. Dann hat er noch ein lebendiges Huhn bekommen. Das bekommen übrigen manchmal auch die Priester in der Kirche. Danach wurden alle Töpfe geöffnet. Es waren mindestens 30 Töpfe. Eine Frau hat dem Bräutigam und seinen Sitznachbarn dann den rechten Ellbogen, das Gesicht und die Hände gewaschen. Alles wurde die ganze Zeit mit Gesang begleitet. Dann hat sich eine Frau auf den Boden gelegt und sich mit einem Citenge verhüllt. Der Bräutigam musste die dann “befreien“. Als nächstes wurde dann ein Citenge über den Bräutigam und seine Sitznachbarn gelegt und er hat darunter den ersten Bissen Nshima probiert.Im Anschluss daran wurden Ihm alle Gerichte gezeigt und erklärt. Damit war dann der Part drinnen beendet und es ging draußen weiter. Nach 15 Minuten kam dann die Braut mit einem Citenge verhüllt nach draußen. Sie hat sich dann auf den Boden gesetzt und der Bräutigam musste den Citenge durch aufrollen entfernen. Die Braut mit ihrem türkisfarbenen Kleid kam zum Vorschein und sie haben sich geküsst. Danach wurde gegessen. Die Feier war dann so gegen 19:00 Uhr zu Ende (hier wird es jeden Tag um 18:00 Uhr dunkel). Die Cilanga mulilo war win total faszinierendes Fest. 

Der Doktor kommt!

Am Mittwoch bekamen wir unerwarteten Besuch in der Schule. Der Doktor! Er kam um die Kinder gegen Masern (letzten Monat ist leider ein Kind unserer Schule daran gestorben) zu impfen. Ich durfte Ihm dabei helfen. Wir haben mit der Babyclass begonnen. Die Kinder sind nach einander nach vorne gekommen. Dann habe ich ihnen den linken kleinen Finger mit einem spezial Stift zur Markierung angemalt. Hier gibt es nämlich keinen Impfausweis. Danach hat er sie geimpft und die Spritze in einem extra Behälter entsorgt. Der Doktor war super lieb zu den Kindern. Dennoch haben ein paar der Baby, Middle und Reception Class geweint. Denn auch hier ist Impfen bei den Kindern eher unbeliebt.

Nsobe Camp

Nsobe Camp ist so etwas wie ein National Park, der nach einer bestimmten Antilopenart benannt ist. Man kann dort Tiere besichtigen (teils freilaufend, teils im Gehege), campen, angeln, grillen und relaxen. Ich war dort zusammen mit unserem Partnerschaftskoordinator und ganz vielen sambischen, deutschen und österreichischen Freiwilligen. Wir haben zusammen an dem See gegrillt, Volleyball und Badminton gespielt, die Schlangen gesehen und um den Hals gelegt (das war richtig cool) und sind mit dem Pickup durch den Park gefahren. Leider haben wir nicht so viele Tiere gesehen. Nur ein paar Antilopen und Zebras. Dieser Tag war wunderschön. 

[Zusammen mit einer anderen deutschen Freiwilligen]

Citente

In Sambia spielt die Kirche und der Glaube eine sehr bedeutende Rolle. So gibt es hier abgesehen von den Gemeinden auch kleine christliche Gemeinschaften. Meine Gemeinschaft heißt St. Mary. Diese Gemeinschaft trifft sich jeden Sonntag. Die Erwachsenen, die Jugendlichen und die Kinder getrennt von einander. Dann wird die Bibel und das Evangelium des Tages geteilt, damit auch jeder verstanden hat, worum es in dem Evangelium ging. Dann werden noch allgemeine Themen (kennenlernen, besondere Events für Jugendliche…) besprochen. In meiner Gemeinde sind so ca. 15-20 Jugendliche. Alle sind super nett und wir sind wie eine Familie. 

Das war mal wieder ein ereignisreicher und spannender Monat. Jetzt am Wochenende bin ich in Lusaka (der Hauptstadt). Ich bin schon sehr gespannt was der Oktober so bringt. Jetzt beginnt übrigens die Hotseason. Das heißt jeden Tag um die 40° C. 

Orientierungszeit

Gestern war meine Orientierungszeit zu Ende und ich habe Francisdale verlassen. Es war eine wunderschöne Zeit dort. Mit ganz vielen Eindrücken. Wir waren viel unterwegs. 

So haben wir ziemlich am Anfang das Copperbelt (so heißt die Region in der ich hauptsächlich bin) Museum in Ndola besucht, um einen ersten Einblick in den Kupferabbau, die Natur und die Kultur hier zu bekommen. Im Copperbelt wird hauptsächlich Kupfer, aber auch Kobalt und andere Metalle gewonnen. Einige intakte Minen gibt es in Luanshya, Kitwe und Chingola. 

Am 15.08 kam dann endlich das Ergebnis von den Wahlen vom 11.08. Wir waren gerade auf dem Heimweg im Pickup, als im Radio bekannt wurde, dass Edgar Lungu gewonnen hat. Alle sind schreiend auf die Straße gerannt und haben mit ihren Edgar Lungu Citengen (Tücher, die Fauen um die Hüfte gewickelt tragen) gewedelt. Wir haben die ganze Zeit gehupt. Mich hat das voll an den Sieg von Deutschland bei der WM erinnert. 🙂

Dann haben wir die Diakonweihe mitbekommen und haben an 2 von 3 Partys für einen der 5 Diakone teilgenommen. Die Weihe ansich war genauso wie in Deutschland. Die Kathedrale war total voll. Nur anschließend gab es einen Snack ;)(Nshima, Kartoffeln und Hähnchen) für jeden und man hat sich mindestens noch eine Stunde vor der Kathedrale unterhalten. Die Predigt war übrigens auf Bemba und Englisch damit jeder sie versteht. Bei den Partys wurde dann sehr viel getanzt, gesungen und Reden wurden gehalten. Es gab was zu essen und zu trinken und der Diakon hat eine Torte bekommen. Hier in Sambia ist es normal, dass man mehrere Partys zum gleichen Ereignis feiert. Es bildet sich eine Gruppe die sagt, dass sie gerne eine Party zu Ehren von z.b. dem Diakon machen wollen und laden diesen dann als Ehrengast ein. Und bei dem frisch geweihten Diakon haben drei Gruppen (die Gemeinde, die Jugendgruppe und eine private extra Gruppe) etwas unabhängig voneinander organisiert. Die Partys waren richtig schön und man hat sich viel unterhalten können.

Auch unsere verschiedenen Projekte haben wir besucht. Als erstes Radio Icengelo (der katholische Radiosender). Dort haben wir die verschiedenen Tonstudios und die Kapelle besucht. Die hat mir richtig gut gefallen. Dort werden jeden Sonntag die Messen aufgenommen und im Radio übertragen. Am Ende durften wir noch ein Interview über unseren Freiwilligendienst, natürlich auf Englisch, geben. 

Dann haben wir zwei Schulen besucht. Die eine war in einem ärmeren Viertel und war dementsprechend kleiner und mit nicht so vielen Dingen ausgestattet. Die andere Schule war in einem Viertel für die Reicheren. Hier in Sambia gehen die Kinder schon mit 3 Jahren in die Schule, wobei sie dennoch viel spielerisch dort lernen. Momentan sind hier noch Ferien. Desweiteren haben wir St. Antonys Home besucht.Einem Weisenhaus für Kinder mit und ohne Behinderung. Das war super schön, da wir den ganzen Vormittag mit den Kindern gespielt haben. Die haben sich riesig gefreut und einen geradezu belagert. Zum Schluss haben wir das Youth Center besucht. Dort gibt es einen Computer Raum, einen Seminarraum, Schlafräume, Büros und eine Küche. Wobei im Youth Center sind meistens nur Seminare. Die anderen Aktivitäten, wie Sportfeste oder die Talentshow sind eher in den Gemeinden. Bei einem der Sportfeste habe ich dann, nachdem wir Basketball gespielt haben, gelernt, wie man auf einer traditionellen Trommel (Ingoma) spielt. Das hat echt Spaß gemacht. 

Wir waren auf dem Diözesanjugendtag. Begonnen hat er mit einem Gottesdienst bei dem ein Jugenchor gesungen hat. Der Gottesdienst war richtig schön und auf Englisch, sodass ich etwas verstanden habe. Danach gab es auf einer Bühne Programm. Die Jugenlichen saßen davor auf Stühlen unter einer Überdachung, da die Sonne sehr geschienen hat. Zwei Jugendliche haben das Ganze mit viel Comedy moderiert. Leider alles auf Bemba. Dann wurde viel getanzt, gesungen, gerappt, Theater gespielt, ein Bibelquiz und eine Autosegnung. Die Jugendlichen der Diözese haben für ihre Aktivitäten nämlich ein Auto bekommen. 

Dann haben wir das große Stadion in Ndola besichtigt. Waren auf dem Rasen und in der VIP Longe. Natürlich haben wir uns dann auch noch ein Fußballspiel zusammen mit unserem Mentor, einem Bruder und den sambischen Freiwilligen angeschaut. Es war eine super Stimmung und viele hatten Sambiatrikots an. Zudem hat eine Blaskapelle das ganze Spiel begleitet. Das war richtig cool. 

An einen anderen Tag waren wir dann mit einem Doktor, zwei Schwestern und 3 Studenten im  “out reach“ (den ganz kleinen Dörfern). Die Fahrt dahin war sehr holprig, da die Straßen nicht geteert waren und es richtig viele Schlaglöcher gab. Als wir angekommen waren, haben wir geholfen die Kinder zu wiegen. Das war sehr speziel, da die Wage an einem Baum hing und die Kinder in einen zugeschnittenen Beutel gesetzt wurde und dann an die Wage gehängt wurden. Für viele Kinder war das kein Problem, da sie die Prozedur schon kannten. Nur ein paar kleinere Kinder haben etwas geweint. Als wir dann alle Kinder (ca. 50) gewogen hatten, habe ich dann den Blutdruck der Mütter gemessen. Die Schwester und der Arzt haben den Kindern und Eltern dann noch Spritzten gegeben und eine Schwester hat in einem anderen Raum Beratungsgespräche und HIV Tests durchgeführt. Dieser Vormittag war total spannend. 

Dann haben wir viele Abende mit Freunden UNO gespielt. Das war richtig cool und wir haben super viel gelacht. Natürlich wurden am Ende noch Einnerungsfotos geschossen. 

Jetzt bin ich in meiner Gastfamilie und starte nächsten Montag  in meinem ersten Projekt. Die St. Martha Nursery and Primary School.