Familienbesuch

Meine Schwester kommt

Am 19.03 kam meine Schwester aus Deutschland. Sie hat eine Woche lang mit mir in Dagama gewohnt und mitgearbeitet. Wir haben zusammen Computerunterricht gegeben, haben mit den Schülerinnen und Schülern gespielt, gesungen und gelacht, waren in zwei Nutrition centern, einem Altersheim und einer secondary school. 

Sie hat so zu sagen meinen Alltag miterlebt. Das war sehr schön und wir konnten viel quatschen. Am Freitag (nicht Karfreitag) haben wir den Kreuzweg mit den Schülerinnen und Schülern als Theater aufgeführt. Die Schülerinnen und Schülern beten jeden Freitag den Kreuzweg. Immer mit einer anderen Methode. Der Kreuzweg war total schön und recht spontan. 

Dann hat meine Schwester noch einen Tag in meiner Gastfamilie verbracht. 

Meine Eltern kommen

Am 26.03 kamen dann unsere Eltern. Das war schon etwas merkwürdig am Anfang, aber es war so schön, da meine Gastfamilie mit zum Flughafen kam. Dann sind wir ins Gästehaus. In diesem 3 Wochen wo meine komplette Familie da war haben wir sehr viel erlebt. 

Erste Woche

In der ersten Woche haben meine Eltern Ndola, meine Projekte und meine Gastfamilie kennengelernt. 

Wir waren im Copperbeltmuseum, im Central hospital (das war krass, weil wir echt alles gesehen haben. Auch Psychiatrie, Intensivstation, Frühgeborenen und die Leichenhalle mit Leichen), Masalla Market, St. Kizito school in Kitwe und Francissale. Dann waren wir natürlich in der St. Martha school. Dort haben wir der Schule einen “Tower of cooperation„ geschenkt. Das kam total gut an.

Das gleiche Spiel haben wir auch Dagama geschenkt. Dort war ich ziemlich beeindruckt wie schnell sie den Turm gebaut haben. 

Zweite Woche

In der zweiten Woche hatten wir ein Touristenprogram. Wir sind am Sonntag nach Livingstone mit dem Bus. Das war ziemlich lange, da zwischendurch auch noch ein Rad geplatzt ist. In Livingstone haben wir bei einer anderen Freiwilligen im Projekt (Cheshire home) übernachtet. Es ist eine kleine Schule für physical and mental challenged children. Manchmal kommen Kinder von dort auch nach Dagama in die Schule. Am nächsten Tag sind wir über die Grenze nach Botswana für eine 3 tägigen Safari mit zelten. Das war ziemlich cool. Wir haben zwei Bootstouren und mehrere Jeep fahrten gemacht. Nachts haben wir in Zelten im Nationalpark geschlafen und einmal waren die Löwen sogar in der Nähe von unserem Camp. Man konnte sie hören. 

Generell haben wir ziemlich viele Tiere gesehen. 74 verschiedene Arten (50 waren Vögel). Wir sahen ganz viele Löwen, Elefanten, Giraffen, Büffel, Krokodile, Impalas, Adler, Murmeltiere, eine Kobra und vieles mehr. Es war einfach beeindruckend sie in freiher Wildbahn, höchstens 3 Meter von unserem offenen Jeep entfernt. Einfach nur genial. 

Nach der Safari waren wir dann bei den Victoria falls. Die waren sehr beeindruckend und total voll, wegen der guten Regenzeit. Da half auch keine Regenjacke.

Nach Livingstone sind wir dann noch nach Lusaka, wo wir bei einer wunderschönen Palmsonntagsprozession mit gemacht haben. 

Anschließend waren wir noch auf dem traditionellen Markt und sind am nächsten Tag wieder zurück nach Ndola. 

Dritte Woche 

In dieser Woche waren wir im Youth center, hatten ein wunderschönes Programm mit einem ehemaligen Freiwilligen und haben seine ehemalige Schule und Familie kennen gelernt, haben Mission Press (katholische Druckerrei) besucht, haben die Dominican konvent school gesehen, waren im Stadion (auch bei einem Spiel) und haben die Ostergottesdienste miterlebt. 

Die Gottesdienste waren sehr lange und würdevoll. Karfreitag war 5 Stunden lange und die Osternacht 4 ½ Stunden, da noch 17 Leute (meist Jugendliche und Erwachsene) getauft wurden und 19 gefirmt. 

Anschließend saßen wir noch zusammen und haben Wein getrunken und einen Schoko-Osterhasen gegessen.

Ostereier bemalen

Am Mittwoch nach Ostern habe imch dann mit meiner kleinen Schwester und ihren Freundinnen Ostereier bemalt. Etwas spät, aber es hat dennoch sehr viel Spaß gemacht. Im Anschluss haben wir natürlich die Ostereier auch versteckt und gesucht. 

Jetzt ist meine deutsche Familie wieder weg und ich habe 4 Wochen Schulferien. Die Schülerinnen und Schülern von Dagama sind alle nach Hause gefahren und ich bin jetzt wieder in meiner Gastfamilie und genieße die freihe Zeit mit meinen Freunden und Gastfamilie. 

Dagama

Seit dem 13.03.2017 bin ich nun in meinem neuen Projekt in Dagama. Dagama ist eine Boarding school für physical challenged children in Luanshya. Luanshya ist ca. 45 Minuten von Ndola entfernt. Die Schule wird von Franciscan sisters geleitet. Es gibt 12 Klassen (1-12) mit ca. 10-15 Schülerinnen und Schülern pro Klasse. Die Schule hat Klassenräume, einen Computerraum, Labor (Science), eine Küche (Home economics), Physio Raum, eine Halle, einen Essenssaal, Küche, Nähzimmer, Werkstatt, Garten, Büros, Schlafsääle, Waschräume und ein großes Außengelände mit einem Fußballfeld. In der Schule wird hauptsächlich English geredet. Nur die erste Klasse wird komplett in Bemba unterrichtet. Ich habe ein Zimmer direkt neben den Schlafsälen der Mädchen. Meistens esse ich dann mit den Sisters. 

Meine Aufgabe

Meine Aufgabe ist es, der vierten, fünften und sechsten Klasse Computer-Unterricht zu geben. Die Bedingungen sind besser als in St. Martha, da fast jeder an einen eigenen Computer kann und ich 1 1/2 Stunden Zeit habe. Zudem kann ich meinen Laptop mit dem Beamer verbinden und somit vorne an der Tafel zeigen, wie es geht. Das macht das Unterrichten viel einfacher.

Grade 1

Dann war ich in meiner ersten Woche in der ersten Klasse. Dort sprechen die Kinder nur Bemba. Ab der zweiten Klasse wird dann auch English beigebracht. Ich habe den Kindern in Mathe geholfen. In diesem Fach konnte ich recht viel helfen, da die Zahlen auf English sind. Dennoch war das gar nicht so einfach, da manche auch nicht so gut schreiben können. Danach habe ich noch ein paar Hefte korrigiert. Wenn die Kinder etwas neues Beigebracht bekommen sitzen sie meistens direkt vor der Tafel auf einem Teppich damit sie nicht so abgelenkt werden von anderen Dingen. Am Ende des Unterrichts mussten sie dann noch die Klasse sauber machen.

Nutrition center

Am Freitag morgen war ich im Nutrition center. Das sind Zentren in Compounds in und außerhalb des Stadtzentrums. Dort kommen die Kinder, die nichts zu Essen zu Hause bekommen, hin. Mache von ihnen können auch nicht zur Schule, da die Familie kein Geld für Essen und Bildung hat. Es gibt immer Eltern die dort das Essen kochen. Die Franciscan sisters haben 5 center. Zu jedem fahren sie einmal in der Woche und bringen Essen für die ganze Woche. Für Frühstück und Mittagessen. Ich war in dem Center in Kawama. Dort gab es 2 kleine Häuser (jeweils 1 Raum). In dem einen wurde gekocht und in dem anderen gegessen. Die Sister und ich haben dann mit den Kindern Kreis- und Klatschspiele gespielt. Danach habe ich nochmal kurz geholfen Nshima zu kochen. Allerdings war in dem Haus so viel Rauch (kaum Fenster zum abziehen), dass ich nach einer Minute wieder raus musste, da meine Augen gebrannt haben. Da haben die Eltern, die fast den ganzen Tag da drinnen sind, mir schon leid getan. 

Anschließend haben die Kinder dann Hände gewaschen, gebetet und gegessen. Wir sind dann auch wieder heim gefahren. 

Physio

Nachmittags war ich dann öfter bei der Physiotherapy. Dort haben die Kinder erst ein paar Übungen alleine gemacht (ich habe ihnen ein paar gezeigt) und dann kam der Physiotherapist und hat nochmal spezifische Übungen mit einzelnen Kindern gemacht. 

Freizeit mit den Schülern

Am Nachmittag und Abend sitze ich auch sehr gerne draußen mit den Schülern, zeige Bilder, spiele Spiele, höre Musik, quatsche mit ihnen oder spiele Querflöte. Das macht mir immer besonders viel Spaß. Sehr beeindruckend fand ich auch, dass jeder Schüler oder jede Schülerin bei den Klatschspielen mitgemacht hat, auch wenn sie oder nur einen Arm hatte. 

Es war eine sehr schöne erste Woche in meinem neuen Projekt. Am 19.03.2017 kam dann meine Schwester aus Deutschland. Sie hat eine Woche meinen „Alltag“ in Dagama mit erlebt. Am 26.03.2017 kamen dann noch meine Eltern. Sie waren 3 Wochen da. Ich habe ihnen meinen Alltag und meine Projekte gezeigt. Dann habe sie meine Gastfamilie kennengelernt und wir hatten ein Touristen-Programm. Davon berichte ich später.

Die letzten Wochen in Ndola

Der Februar verlief recht normal. Die Kinder und Lehrer in der Schule haben sich alle sehr gefreut, als ich aus Tanzania zurück kam. Auch meine Gastfamilie und meine Freunde waren froh. So ist sehr schnell wieder Alltag eingekehrt. Nur eine Sache stand eigentlich Ende Februar bevor. Der Projektwechsel und somit ganz viele Abschiede. Aber erstmal war mein „belated birthday“.

Geburtstag

Am 18.02 habe ich meinen Geburtstag in meiner Gastfamilie nachgefeiert. Gleichzeitig haben wir den Geburtstag meiner großen Gastschwester vorgefeiert. Sie ist am 19.02 zurück nach Südafrika geflogen. Meine Gastmutter hat für jeden von uns eine Torte bestellt. Dann haben sie mir Happy Birthday gesungen. Meine kleine Gastschwester hat dann meine große Schwester und mich mit Torte im Gesicht beschmiert. Das ist Tradition. Da musste sogar mein Gastvater durch. Dann habe ich die Tote angeschnitten und meine Cousine hat mich gefüttert. 

Dann hat jeder ein Stück bekommen. Ich habe mich total gefreut.

CBR (Chipulukusu)

 Am 09.03 bin ich früh Morgens mit einer Schwester meiner Schule ins CBR (community based rehabilitation center) nach Chipulukusu gefahren. Ich war ziemlich gespannt was mich dort erwartet. Chipulukusu ist ein recht armes Compound in der Diözese Ndola. Ich bin dann früh morgens mit der Sister mit öffentlichen Verkehrsmitteln dahin gefahren. Ich war sehr aufgeregt. Das Center besteht aus einem Office, einer Küche, einem kleinen Garten, einem Workshopraum (er wird allerdings nicht benutzt) und einem Therapieraum. In dem Therapieraum lagen ein paar Matratzen und spezielle Stühle zum sitzen und stehen lernen. Zu beginn hat mir die Sister noch die Community school, die mit auf dem Gelände ist, gezeigt. Ich habe mich auch in jeder Klasse kurz vorgestellt und anschließend mich nochmal etwas mit dem Leiter unterhalten. Diese Schule hat 7 Klassen und wird von der Kolpingfamilie in Flörsheim (gehört zum Bistum Limburg) unterstützt. Anschließend sind wir wieder zurück zum CBR. Dort waren auch inzwischen einige Kinder mit ihren Eltern. Die Sister hat mir dann gezeigt, welche Übungen sie mit den Kindern macht. Ich durfte natürlich auchmal helfen. 


Es hat sehr viel Spaß gemacht und die Sister hat mir stolz von ihren Erfolgen berichtet. Ein Kind konnte nach einem halben Jahr endlich sitzen. Die Mutter war so begeistert und hatte niemals damit gerechnet. Sie konnten nicht laufen oder auch sitzen. Ein 5 Monate altes Baby hat den Kopf immer in den Nacken gelegt. Nachdem wir mit der Physio fertig waren, haben die Eltern gekocht und ein paar Kinder haben Fußmatten aus alten Säcken und Stofffetzen hergestellt. Manchmal brauchen sie ein ganzes Jahr für eine Fußmatte. Die Sister und ich sind dann zu einem anderen Projekt von einer Mitschwester. Sie hat Unterricht in Bemba und English (vorallem Grammar und schreiben), im Nähen und im Kochen. Ab und zu kommt auch ein Arzt dort hin und macht ein AIDS Test und Aufklärungsunterricht. In diesem Projekt werden auch Hasen und Hühner zum Verkauf gezüchtet und Mielie Meal (für Nshima) hergestellt. 

Anschließend sind wir wieder zurück. Ich habe dann noch für alle Kalembula (sweet potato leaves) gekocht. Wir haben gemeinsames gegessen und danach haben die älteren Kinder die Küche aufgeräumt. Ich habe dann mit den kleinen gespielt. Als alle fertig waren gab es Sportunterricht. Dafür sind wir raus und haben mit dem Gummitwist und Springseil gespielt. Das hat total Spaß gemacht. Alle haben mitgemacht. Das Springseil haben sie aus alten Gummies gebastelt. 

Dann fing es an zu regnen. Wir sind rein und haben drinnen noch zusammen getanzt bis der Regen aufgehört hat und wir heim sind. Auf dem Rückweg zur Hauptsstraße, wo die Taxis abfuhren haben wir ganz viele Kinder gesehen, die im dreckigen Regenwasser gespielt haben. Das hat mich etwas schokiert. 

Es war ein wunderschöner Tag mit vielen neuen Erfahrungen. 

CBR (Chifubu)

Am Freitag war ich dann im CBR in Chifubu. Es ist zwar auch ein Compound, aber nicht so arm. Das CBR war sehr liebevoll eingerrichtet und war auch ziemlich gut ausgestattet. Allerdings kamen nicht so viele Kinder. Es waren 5 Kinder dort. Am Morgen haben die Kinder geputzt und anschließend gab es Unterricht. An diesem Tag war auch eine ehemalige Freiwillige mit in dem Projekt und so haben wir uns in der Zeit, wo die Kinder geputzt haben etwas unterhalten können. Im Unterricht haben wir dann beide geholfen. Wir haben ein Vogel in die Hefte gemalt. Den haben die Kinder dann erst ausgemalt. Und anschließend haben wir dir Körperteile beschriftet und abgefragt. Das war nicht so einfach, da die Kinder nicht wirklich English konnten. Aber die ehemalige Freiwillige konnte besser Bemba als ich und so haben wir dass dann gemeinsam so mehr oder weniger hinbekommen. Wir haben danach dann auch noch einen Menschen angemalt. Das ging viel besser als der Vogel. Danach haben wir dann gemeinsam gekocht und gegessen. Die Kinder haben dann noch etwas Fernseh geschaut und dann sind wir auch schon wieder heim gefahren. 


Abschiede

Meine Abschiede waren etwas verstreut, da ich letztendlich erst 2 Wochen später (also Mitte März) gewechselt habe. Der Termin hatte si ch aus mehreren Gründen öfter verschoben. Ich habe letzt endlich am 13.04 mein Projekt  und somit auch Ndola und meine Gastfamilie gewechselt. Ich bin nun in Luanshya (andere Stadt im Copperbelt, ca.40 Minuten von Ndola entfernt)  in Dagama. Nachher mehr dazu. Die Abschiede haben damit begonnen, dass meine große Schwester zurück nach Südafrika zum Studium ist. Ihr letzter Abend war, als wir unsere Geburtstage gefeiert haben. Als nächstes habe ich mich von meiner Citente Gruppe verabschiedet. Es wurden viele schöne Sachen gesagt. Auch vom Jugendchor haben ich mich sogar 2 mal verabschiedet. Das war besonders schön, da wir alle (ca.30Leute) in einem großen Kreis standen und nochmal zusammen ein Lied auf Bemba und eins auf English gesungen haben. Da hatte ich auch richtig Gänsehaut. Natürlich wurden danach auch noch Fotos gemacht und ich habe ihnen ein selbstgemachtest Liederbuch geschenkt. 

Dann hatten wir mit den Lehrern ein gemeinsames Lunch. Sie haben extra ein Chicken prepared als Zeichen des Respects. Und dann wurde sogar noch eine kleine Rede gehalten und ich habe ein Geschenk bekommen. Dann habe auch ich ein Geschenk übergeben. Es war total schön. Dann habe ich mich noch ganz doll von den Kindern verabschiedet. Sie waren alle sehr traurig. 

Zum Schluss habe ich mich bei meiner Gastfamilie mit einer Torte bedankt. Sie lieben Torte. 

Die Abschiede waren schon etwas traurig, aber das gute ist, ich werde sie alle wiedersehen. Luanshya ist nicht so weit weg. Und auch meine Schwester kommt im Juni/Juli für ihr Ferien zurück nach Ndola.

Jetzt bin ich erstmal sehr gespannt auf Dagama. Und bald kommt dann auch schon meine Familie aus Deutschland zu Besuch. Darauf freue ich mich auch schon sehr. 

Ein neues Jahr

Im Januar stand meine große Fahrt nach Tanzania an. Dort bin ich zum Zwischenseminar nach Dar es salaam. Vorher gab es allerdings auch noch schöne Aktivitäten in Ndola.

Hochzeit

Am 8. Januar hat die Nichte meines Gastvaters geheiratet. Für diese Hochzeit kamen schon am Samstag Abend die Braut und ihre ganzen Freundinnen um bei uns zu übernachten. Am nächsten Morgen mussten dann alle gestylt werden und die Autos geschmückt. Mit 2 Stunden Verspätung begann der Gottesdienst. Ich und meine Geschwister sind zu Hause geblieben und haben für ca. 50 Leute Mittagessen gekocht. Es gab echt alles. Reis, Kartoffeln, Nudeln, Gemüse, Fleisch in allen Variationen. Nach dem Mittagessen sind dann alle zur Hochzeitsfeier in einen großen Saal gefahren. Wir sind dann auch dorthin. Wir saßen an runden Tischen. Das Paar ist dann eingezogen (mit Musik und Tanz) und saß dann vorne an einer Tafel. Es wurde viel getanzt und Reden gehalten. Dann gab es eine 6 stöckige Torte. Die wurde an die beiden Familien, die Freunde des Paares und an die Kirchengemeinde verteilt.

Diese hat auch die Feier organisiert. Am Ende gab es dann noch für jeden was zu essen.

Schulanfang

Am 9. Januar war dann Schulanfang. Ich habe mich total gefreut die Kinder, Lehrer und Schwestern wieder zu sehen. Zudem haben wir seit diesem Schuljahr einen Lehrer und eine Klasse mehr. Unsere Schule geht jetzt bis zur fünften Klasse. Der erste Tag war etwas chaotisch, da nicht alle Kinder kamen, sie teilweise in ihre alten Klassenräume gegangen sind und die neuen Kinder der Babyclass (3 Jahre) kamen. Die haben sehr viel geweint, da alles neu für sie war und sie zu ihren Eltern wollten. Ich habe dann die ganze Woche dort geholfen. Ich habe die Kinder getröstet, gemalt und bin mit ihnen zur Toilette gegangen. Es wurde auch von Tag zu Tag besser. 

Tanzania

Am 13. Januar sind wir dann los nach Tanzania. Zuerst mit dem Bus 2 Stunden und dann 61 Stunden Zug. Das war total aufregend. Wir waren zu viert (vier Freiwillige aus Zambia) in einem Abteil. Dort waren viert Betten und ein Tisch. 

Wir haben viel miteinander erzählt, Kartengespielt oder einfach nur aus dem Fester geschaut. Wir sind durch ganz viele Dörfer gefahren. Dort haben die Leute ganz viel Obst (Mango, Ananas, Kokosnuss) und Getränke durchs Fenster verkauft. Das war schon cool. 

Wir haben im Zug auch einen Traveler aus der Türkei kennengelernt. Mit ihm sind wir dann später noch auf Zanzibar herumgereist. In Mbeya haben wir dann 6 Mädels (aus Zambia und Namibia), die auch zum gleichen Zwischenseminar sind, getroffen. Das war super nett, weil ich genau als sie um Mitternacht eingestiegen sind Geburtstag hatte und sie mir alle ein Ständchen gesungen haben. Am Montag sind wir dann gegen 4 Uhr nachts in Dar es salaam angekommen. Von dort sind wir 5 dann nach Zanzibar und die Mädels sind noch in Dar es salaam geblieben. 

Zanzibar

In Zanzibar haben wir dann eine Rundtour über die ganze Insel gemacht. Erst waren wir in Stonetown. Dort sind wir durch die kleinen Gassen geschlendert und waren auf dem Slavery market. Der Slavery market ist ein Platz vor einer Katholischen Kirche, wo früher die Sklaven, nachdem sie mehrere Tage eingesperrt waren, verkauft wurden. Heute steht dort auch noch ein Denkmal. 

Auf dem Weg von Stonetown nach Michamve kae haben wir dann noch eine Spicetour gemacht. Auf Zanzibar gibt es sehr viele Gewürze. Wir hatten dann eine Tour wo wir  Breadfruit, Korkuma, Lipstick fruit, Pepper vine, Starfruit, Lemongrass, Jack fruit, Robusta Coffee, Gewürznelken, Zimt, Eukalyptus Root, Vanilla, Jlangi Jlangi Flower, Kardamon, Muskatnuss, Ingwer, Dorian Stinke Frucht, Kokosnuss gesehen, gerochen und probiert. Ein Einheimischer ist auch extra auf eine Kokosnusspalme geklettert und hat jedem von uns eine Kokosnuss gegeben. Am Ende durften wir dann auch ganz viele Früchte probieren. Das war richtig genial. 

Im Anschluss sind wir dann mit einem Fischerboot auf die andere Seite nach Michamvi kae. 

Dort haben wir dann erstmal das Meer genossen. Am nächsten Tag sind wir am Strand entlang bis nach Pingwe gelaufen. Es war Ebbe und wir haben Wasserschlangen, Seeigel, Quallen und sogar einen Kugelfisch gesehen. In Pingwe waren wir dann kurz in dem bekannten Restaurant „The Rock“, welches mitten im Meer auf einem Felsen steht.

Die nächsten Tage waren wir dann noch in Paje, wo ganz ganz viele Kitesurfer unterwegs waren. Dort haben wir auch eine Schnorcheltour gemacht. Dann waren wir noch in Nungwi, wo wir mit Schildkröten geschwommen sind. Das war mein persönliches Highlight. 

Zanzibar ist eine wunderschöne Insel mit schönen Stränden und herrlicher Natur. Auf der Insel sind sehr viele Muslime und auch sehr viele Touristen. Das Hauptverkehrsmittel ist das Daladala. Also der Minibus auf Zanzibar. Es war ein sehr schöner Urlaub. 

Seminar

Vom 26.01 bis zum 02.02 hatten wir dann unser Zwischenseminar in Dar es salaam. Der Hauptgrund weshalb wir nach Tanzania gefahren sind. Dar es salaam ist eine riesige Stadt, mit viel Verkehr. Dort leben sehr viele Araber und Inder. Ich habe allerdings nicht so viel von der Stadt gesehen, da unser Seminarhaus sehr abgelegen war. In dem Seminar haben wir uns intensiv über unsere bisherige Zeit im Gastland ausgetauscht.Aber auch Themen wie Rassismus, Kirche, Kultur, Spielideen und Beziehungen fanden ihren Platz. Abends haben wir auch sehr oft Werwolf, Doppelkopf und Schafskopf gespielt. Das hat mir sehr sehr viel Spaß gemacht. Wir waren eine richtig gute Gruppe. 

Am 03.02 ging es dann mit dem Zug wieder nach Hause nach Ndola. Dort freue ich mich schon auf die letzten Wochen in meiner Gastfamilie und meiner Schule, bevor ich dann Ende Februar das Projekt wechsel. 

Weihnachtszeit/Silvester

Christmas celebration (school)

Der Dezember hat richtig gut begonnen. Und zwar mit der Weihnachtsfeier der Schule am 1.12.2016. Für diesen Tag haben wir lange mit  den  Kindern geübt. Die Schule wurde feierlich geschmückt und alle Kinder hatten ihre schönsten Klamotten angezogen. Auf dem Schulhof wurde ein Zelt aufgebaut. Dieses war für die Eltern der Kinder in der Reception class. Denn gleichzeitig zur Weihnachtsfeier hatten wir die Graduation ceremony für die Kinder, die nächstes Jahr in die erste Klasse kommen. Also von der Nursery school in die primary school. Die Kinder bekommen zwar keine Schultüte wie in Deutschland, dafür aber viele Geschenke (hautsächlich Spielzeug). 

Die Feier began mit einem Gebet und der Nationalhymne. Dann hat die erste Klasse einen  Tanz für die zukünftigen Erstklässler aufgeführt.  Ich  habe mit ihnen Line dance (Achy Breaky Heart) getanzt. Die Kinder hatten total Spaß. Danach sind die zukünftigen Erstklässler feierlich eingezogen. Sie hatten auch die „Umhänge“ und den Hut, die man aus America kennt an. Dann habe ich mit den Kindern zu „Heut ist so ein schöner Tag“ (Fliegerlied) getanzt. Im  Anschluss gab es noch Weihnachtslieder der einzelnen Klassen, Ein Krippenspiel und die Middle class hat nochmal ein paar carriers vorgestellt. 

Dann kam die Graduation. Die Schulleiterin hat eine Rede gehalten  und dann wurde den zukünftigen Erstklässlern die Certificates überreicht. Und natürlich die Geschenke. Dann gab es ein Gebet und Essen. Die  Kinder haben die Tage vorher Drinks, Kekse, Chips, Lollipops und Kaugummi mitgebracht. Die Lehrer haben das dann in kleine Tüten gepackt, so das jeder etwas von allem hatte. 

Die Eltern haben Drinks und Kuchen bekommen. Die  Kinder haben sich sooo riesig gefreut. Dann sind die Kinder in ihre 5 wöchigen Ferien gegangen. 

Graduation Catering Students

Einen Tag später war dann die Graduation der Catering Students. Auch an diesem Tag wurde alles schön geschmückt und ein Zelt für Eltern, Freunde und Bekannte aufgebaut. Die Feier startete um 10:00 zambian time mit einem feierlichen Einzug (Tanz) der Graduants. 

Im  Anschluss habe ich noch einmal die zwei Tänze mit den Kindern (ein paar sind extra nochmal gekommen) aufgeführt. Dann gab es viele Reden von der Schulleitung, einer Studentin und anderen wichtigen Leuten. Dann began die Zeugnisübergabe. Jeder Wurde einzeln nach vorne gerufen. Natürlich wurden ganz ganz viele Fotos gemacht.

Im  Anschluss wurden ein paar Studenten mit Geschenken geehrt. Es gab diese Kategorien: Most improved students, Most hard working students, Most punctual students, Most disciplined students and Best performance. Danach sind die Studenten kurz verschwunden und kamen dann tanzend mit zwei Kuchen wieder. Dann wurde der Kuchen von ein  paar Studenten angeschnitten. Damit war die ceremony vorbei und es gab Essen und Drinks. Es war eine richtig schöne Graduation und besonders die Studenten hatten richtig Spaß. 

Lusaka / Lake Kariba

Vom 03.12 bis 10.12  war ich mit zwei anderen  Freiwilligen erst in Lusaka und dann am  Lake Kariba. In Lusaka waren wir hauptsächlich um ein Visa und ein Zugticket für unseren Trip im Januar nach Tanzania zum Zwischenseminar zu bekommen. Wir haben uns aber auch noch das Projekt eines anderen deutschen Freiwilligen, der mit uns nach Tanzania fährt, angeschaut. Sein Projekt ist von der New apostolic church. Sie unterstüzen unteranderem weitere projekte im management. 

Danach sind wir mit einem Minibus (20 Leute+Gepäck) drei Stunden nach Siavonga, eine kleine Stadt am Lake Kariba, gefahren. Leider fahren dorthin keine großen Busse, da die Landschaft sehr bergisch ist. Dem entsprechend war die Fahrt auch sehr anstrengend und wir waren froh als wir am Lake ankamen. Unsere Lodge war  richtig super. Direkt am See und die Terasse (unser Frühstücksplatz) war mit Blick auf den See. Wir  waren so mit  die einzigen Gäste dort, da die Hochseason Ende December um Weihnachten ist. Am ersten Abend hat dann der Fußballclub von Siavonga eine Party bei unsere Lodge geschmissen und wir haben uns spontan angeschlossen. Wir haben viel getanzt und uns super mit den Leuten unterhalten. Am anderen Abend haben wir zu dritt Karten und Billiard gespielt. Tagsüber haben wir dann einen Bootsausflug zum Dam, zur Bananeninsel und zur Krokodilfarm gemacht.

 Leider durften wir nicht so nahe an die Krokodilfarm ran, sodass wir keine gesehen haben. Aber der Damm war schon beeindruckend und der Lake ansich auch. 

Denn der Lake Kariba ist der größte von Menschen angelegte See. Nach dem Bootstrip sind wir dann nochmal mit  dem Taxi zum Dam gefahren, da man von obendrauf eine viel bessere Sicht hatte. Von dort konnten wir die gigantische 128m hohe Damwand, die den Zambesi Fluss staut, bewundern. Und natürlich sind wir auch obendrüber nach Zimbabwe gelaufen. Das war schon sehr beeindruckend. 

Am Abend haben wir dann noch den Sonnenuntergang überm See genossen. Das war ein richtig genialer Trip. Das Wetter hat mitgespielt, unsere Lodge war super und wir haben viele nette Leute kennengelernt. Leider konnte man nicht in dem See schwimmen, da dort Krokodile drinnen sind. 

Weihnachtsvorbereitungen

Eine Woche vor Weihnachten habe ich mit den Weihnachtsvorberreitungen begonnen. Wir  haben im Chor zusammen mit den Erwachsenen Weihnachtssongs eingeübt (English und  Bemba). Dann habe ich Plätzchen zusammen mit meinen Geschwistern und meiner Cousine gebacken. Das war neu für sie, denn hier backt man nicht wirklich für Weihnachten. Dann wurden die zwei kleinen plastic Bäume aufgestellt un das Haus etwas geschmückt. Eine Weihnachtskrippe gibt es leider nur in der Kirche. Genauso wie den Adventskranz. Die deutsche Tradition eines Adventskalenders gibt es hier leider überhaupt nicht. 

Weihnachten

Begonnen hat Weihnachten mit dem 24.12 Heiligabend. An diesem Tag bin ich Abends um 19:00 Uhr mit meiner Mom und meiner kleinen  Schwester in die Christmette. Meine große Schwester hat im Chor gesungen und meine Cousine war in ihrer Kirche (Pentecostal church). Der  Gottesdienst war sehr schön und vorallem der Chor war richtig gut. Er hat hauptsächlich englishe Weihnachtslieder gesungen. Anschließend sind wir nach  Hause. Dort war ein ganz normaler Abend, bis auf das wir um Mitternacht zusammen Weihnachtslieder gesungen haben. Also meine Mom, meine große Schwester, mein Bruder und ich. Meine Gastfamilie kann richtig gut singen. Am 25.12 sind wir dann zusammen morgens wieder in die Kirche und meine  Schwester hat wieder gesungen. Anschließend waren wir zu Hause und wir Kinder  haben gekocht. Abends gab es dann die Geschenke, die Santa gebracht hat. Sie lagen im Wohnzimmer unter unserem plastik Bäumchen. 

Meine kleine Schwester durfte dann die  Geschenke verteilen und wir haben sie alle gleichzeitig ausgepackt. Natürlich Hat dann auch jeder einmal vorgestellt was er bekommen hat. Es war richtig schön. Hier ist es so das so gut wie immer Klamotten geschenkt werden. Und hier in  Zambia ist es eigentlich so, dass Weihnachten nicht so ein Familienfest ist wie man es aus Deutschland kennt. Es ist eher ein kirchliches Fest, wo der Gottesdienst im Vordergrund steht. 

Volunteer Christmas und Willkommens Party

Vom 26.12 auf den 27.12 hatten wir unsere Weihnachtsfeier der Freiwilligendienste und gleichzeitig die Willkommensfeier von zwei Freiwilligen, die für ein Jahr in Deutschland waren. Wir haben alle zusammen in Francisdale (bei den Fathers) ein BBQ gemacht.

Wir haben viel getanzt zu zambischer Partymusik. Dann hat ein Father noch eine kurze Rede zum Willkommen der beiden Freiwilligen gehalten. Anschließend haben wir noch einen Film über Freiwilligendienste (Blickwechsel) geschaut. Die „Jüngeren“ haben dann noch etwas UNO gespielt. Am nächsten Morgen waren wir im Gottesdienst (auf Bemba) und  haben anschließend noch gemeinsam gefrühstückt. Es war eine wunderschöne Party. Wir hatten alle  riesigen Spaß. 

End of Year Party 

Am 30.12 war die Jahres-End-Party der Jugendlichen der Cathedral. Es war ein Braii mit viel Musik und Tanz. Die Party war offiziel von 14:00 bis 20:00 Uhr. 

Aber alle kamen erst gegen 17:00 Uhr. Dann hat jeder ein Packet mit Chicken, Meat und Sausage bekommen. Wir haben dann alle zusammen auf einem riesigen Gill die Sachen gerillt. 

Nach dem Essen haben wir dann den ganzen Abend getanzt und gequatscht. Es war richtig cool. Dann wurde um 20:00 Uhr der ofizielle Teil mit einem Gebet beendet und danach haben wir noch etwas weiter getanzt. 

Silvester

An Silvester war ich mit meiner Schwester und meiner Cousine aus. Wir waren haben ganz viele Freunde getroffen. Hatten einen wunderschönen Countdown bei Bo Jungles (Bar). Dort war auch ein Auftritt von einem sehr bekannten zambischen Rapper, namens Slap Dee. Natürlich kannte ich ihn nicht, aber die Musik war richtig gut. 

Als es dann genau 00:00 Uhr war haben wir uns alle ein Happy New Year gewünscht und es gab ein Feuerwerk vor der Bar. Dann kamen auch meine Freunde von der Cathedral. Danach haben wir dann noch „ein bisschen“ weiter gefeiert. 

Ich wünsche euch allen ein frohes und gesegnetes neues Jahr!!! 🙂

Familienzuwachs

In diesem Monat stand für mich die Schule und der ganz normale Alltag im Mittelpunkt. Zudem gab es einige Veränderungen in meiner Gastfamilie. Die Schwester meiner Mom ist in den Norden gezogen um dort zu arbeiten und leben. Und meine Cousine kam am 10.11 um einige Zeit bei uns zu wohnen. Sie ist total Klasse und genau so alt wie ich. 

Und dann kam am 18.11 meine Gastschwester (17 Jahre) aus Südafrika. Auch mit ihr verstehe ich mich richtig gut. 

Mein Alltag

Montag: Von 7:00-16:30 bin ich in der  Schule und anschließend habe  ich Chorprobe bis ca. 18:00. Abends koche ich dann manchmal, erzähle viel mit meiner Cousine, spiele UNO mit meiner kleinen Schwester oder lese ein Buch. 

Dienstag: Von 7:00-16:30 bin  ich in  der Schule und anschließend gehe ich zum Step Aerobic. Der Abend  ist wie Montag.

Mittwoch: Der Mittwoch  ist genau so wie der Montag. Erst Schule und anschließend Chor. Der Abend wie Montag

Donnerstag: Von 7:00-16:30 Schule  und anschließend habe ich nichts bestimmtes vor. Oft nutze ich den Tag zum Wäsche waschen (mit  der Hand) oder einkaufen. 

Freitag: Von 7:00-13:30 Schule. Im  Anschluss esse ich immer noch zusammen mit den Schwestern der Schule. Übrigens koche ich Mittags immer zambisch mit einer Schwester. So lerne ich alle verschiedenen Gemüse kennen. Natürlich gibt es dann immer Nshima dazu. Anschließend gehe  ich dann zum Dance Aerobic. Der  Abend ist dann wie immer, nur das ich später ins Bett gehe. 

Samstag: An diesem Tag ist immer etwas anderes.

Sonntag: Morgens gehe  ich um 7:30  Uhr in den Gottesdienst. Ich singe dort mit dem Jugendchor. Anschließend ist noch ein kurzes Meeting, wo wir die Songs für nächsten Sonntag aussuchen. Dann habe ich zu  Hause Mittagessen und von 14:00-17:00 Chitente. 

Day of  prayer

Am 12.11 war ein Tag des Gebetes für die Jugendlichen. Ich war leider nicht komplett dort, weil ich Morgens noch mit dem  Jugendchor bei einer Hochzeit gesungen habe. Der Day of  prayer war bei einer Gemeinschaft von Missionaren und diente den  Jugendlichen auch als Auszeit. Als ich ankam saßen die  Jugendlichen im Stillengebet in einer Kapelle. In der Mitte wurde das Allerheiligste ausgesetzt. Dazu lief ruhige Musik. Dann bestannt die Möglichkeit zu beichten. Nach einiger Zeit haben wir dann noch den Rosenkranz gebetet bevor wir zum Abschluss einen  Gottesdienst gemeinsam gefeiert haben. 

„Careers day“

Am heutigen careers day stand der Traumberuf im Mittelpunkt. Alle Kinder haben sich dem Beruf, den sie später ausüben wollen, nach gekleidet. Ganz viele Kinder waren Doktors oder Krankenschwestern. Es gab aber auch Lehrer, Polizisten, Soldaten, Piloten, Designer, Bauarbeiter, Priester, Anwälte, Feuerwehrmänner und Schwestern. 

Die Kinder  haben sich alle riesig gefreut und natürlich haben wir ganz ganz viele Fotos gemacht. Dann haben sich alle auf dem Schulhof versammelt. Dort war eine Musikbox aufgebaut und eine Lehrerin hat am Micro moderiert. Die einzelnen Berufe sind dann nach vorne und haben den anderen gezeit und am Micro erklärt was ihr Traumberuf so für Aufgaben hat. Zum Beispiel sind die Soldaten machiert. Die Priester haben gepredigt und die Doktors und Krankenschwestern haben Kranke versorgt. 

Danach durfte jede Klasse zu der Musik tanzen. Ich habe mit  der ersten Klasse getanzt. Natürlich wieder mit so viel Hüftschwung wie geht. Im  Anschluss gab es dann die ganz normale Frühstückspause. Als dann alle Snacks aufgegessen waren haben wir noch Lieder für den Gottesdienst am Montag eingeübt. Und dann war auch schon um 12:30 Uhr Schulschluss. An diesem Tag hatten alle riesigen Spaß. 

Schule

Ende diesen Monats war total viel Los. Die Klassenarbeiten mussten abgetippt und gedruckt werden. Dann gab es jeden Montag Messe für die Kinder. Dafür mussten natürlich auch Lieder eingeübt werden. Dann musste die Weihnachtsfeier und Graduation für die Reception class organisiert werden. Für die Weihnachtsfeier wurde ein Theaterstück eingeübt und ich  habe den  Kindern einen Tanz (Linedance) beigebracht. Auch mit den Reception Kindern, die nächstes  Jahr in die primary school (1 Klasse) kommen, habe ich einen Tanz eingeübt. Das hat den Kindern natürlich total viel Spaß gemacht und mir auch. Seit dem 14.11 haben wir auch jeden Montag und Freitag Morgen einen Gottesdienst mit den Kindern. Da wir „noch“ keine Halle haben findet der Gottesdienst in einem Klassenraum. Das heißt die eine Hälfte Montags und die andere Freitags. Dann gibt es einen Schülerchor. Er besteht aus den katholischen Schülern. Sie üben jeden Nachmittag die Songs für den nächsten Gottesdienst. Und ein Kind liest die Lesung. Der Priester hält immer eine sehr interessante und lustige Predigt. 

Kirche

Am 19.11 war closing of  the year of mercy. Es gab einen großen Gottesdienst. Die Kathedrale war total voll. Der Jugendchor hat zusammen mit dem St. Cecilia Chor gesungen. Es war richtig gut. Am 20.11 war dann Christ the king celebration. Es  gab einen festlichen Gottesdienst und auch dort habe ich wieder gesungen.

Portemonaie

Am 21.11 habe ich mit der ersten Klasse Portemonaies aus Milchpackungen für ihren 1 Kwacha fürs Max cole (total süße, kalte Süßigkeit) gebastelt. Wir haben 5 Wochen lang Milchtüten gesammelt.  Die Kinder haben sich riesig gefreut. Wobei das Schneiden haben Sister und ich übernommen. Falten durften sie dann selber. Sie sind auch richtig schön geworden. Natürlich wollen die Anderen Klassen jetzt auch. Ich hoffe ich finde noch etwas Zeit dafür. 

„The Taste“

Am 22.11 und 23.11 kamen die Catering students für ihre Prüfung im Kochen. Sie haben hatten eine ein jährige Ausbildung zum Hotelmanagement hinter sich. Ihre Abschlussprüfung bestand nun aus einem Test (Theorie) und dem Kochen (praxis). Sie haben 2 Stunden 45 Minuten Zeit gehabt ein Menü mit Vorspeise, Hauptspeise und Desert auf die Beine zustellen. Danach haben sie den Klassenraum in ein Restaurant verwandelt und jeder hat einen kleinen Tisch für zwei Personen eingedeckt und sein Essen dort präsentiert. Wir Lehrerinnen durften es dann testen. Es war richtig lecker. Wie in einem richtigen Restaurant. Sie haben an zwei Tagen gekocht (ein Teil der Studenten Dienstag und der andere Mittwoch).

Weihnachtskonzert

Heute war  ich auf dem Weihnachtskonzert meiner kleinen Schwester. Wir waren in einer großen Halle mit Bühne. Sie war weihnachtlich geschmückt und die Kinder haben Lieder gesungen, getanzt  und ein Theaterstück aufgeführt. Es war  richtig schön und die Kinder haben sich sehr viel mühe gegeben. Die Lehrer haben auch ganz am  Anfang die National Hymne gesungen. Und ein Lehrer hat das Konzert mit viel Witz moderiert. Zwischen den einzelnen Darbietungen hat dann ein DJ Musik gespielt. 

Heute kam auch wieder mein Gastbruder aus der UK. 

Diesen Monat habe ich auch genutzt um meinen Trip nach  Lusaka  und nach Tanzania zum Seminar zu planen. Übrigens hat jetzt auch die Regenzeit begonnen. Zwar etwas verspätet, aber sie ist da. Ich bin schon gespannt was der Dezember so bringen wird. 

Hot Season

Mal wieder geht ein ereignisreicher Monat zu Ende. Unter der Woche habe ich meinen ganz normalen Alltag und am Wochenende unternehme ich dann sehr viel. 

Lusaka

Am 01.10 habe Niklas (der andere Freiwillige von unserer Organisation), die Freiwillige aus Japan und ich uns auf den Weg nach Lusaka, der Hauptstadt von Zambia, gemacht. Wir sind schon ganz früh morgens mit dem Reisebus los, da wir 6-7 Stunden fahrt vor uns hatten. Die Fahrt war sehr angenem. Wir sind eine Straße immer geradeaus gefahren. Die Straße war zwar einspurig, aber super geteert. Ab und zu mussten wir anhalten um maut zu zahlen oder weil die Polizei eine Straßenkontrolle durchgeführt hat. Wir haben auch einen kurzen Stop in Kabwe gemacht. Während der Fahrt haben wir dann der japanischen Freiwilligen „Mensch ärgere dich nicht“ beigebracht. Dann kamen wir in Lusaka an. In Lusaka ist viel mehr Verkehr als in den anderen Städten. Und Lusaka hat total viele Malls, die alle von den Chinesen gebaut wurden. Genau so wie die Straßen. In Lusaka haben wir dann bei einer Cousine von Niklas Gastmutter geschlafen. Sie war super nett und hat uns direkt gesagt, was es Sehenswertes gibt und wie die Haltestellen der Minibusse heißen, damit wir uns eigenständig bewegen konnten. In Lusaka gibt es leider nicht wirklich touristig. Man kann die Zahlreichen Malls besuchen, ins National museum gehen und einen kleinen traditionellen (eher touristischen, da nur Touristen dort waren) Markt. Die Malls sind sehr modern und die Preise (so wie in Deutschland) im Vergleich zu Ndola echt teuer. Aber man findet echt alles dort. 

Das Nationalmuseum war super interessant. Es ging von zambischer Kunst über die zambische Geschichte bis hin zur Kultur. Auf dem traditionellen Markt (kabwata cultural village) konnte man alles Mögliche aus Citenge kaufen. Holzfiguren, Bilder, Schmuck und vieles mehr. Er war total bunt. So richtig mein Geschmack.

Am Sonntag morgen waren wir natürlich in der Messe zusammen mit der Cousine. Das ist ein fester Bestandteil der Kultur. Im Anschluss waren wir in einer chinesichen Markthalle. Hier konntest du alles mögliche aus China finden. Und es waren auch total viele Chinesen dort. 

Dann hat uns ein Taxifahrer (ein Freund der Cousine) noch etwas herum gefahren und uns das „State house“, das Gericht und die Kathedrale gezeigt uns und ein bisschen was dazu erklärt. Zwischendurch sind wir immer mal wieder durch die Innenstadt gelaufen und haben einen Markt entdeckt, der das totale Gegenteil der großen Malls war. 

Am 3. Oktober war dann der „Tag der deutschen Einheit“. Der eigentliche Grund, weshalb wir nach Lusaka gekommen sind. Davon erzähle ich aber seperat. Lusaka hatte für mich den Eindruck einer sehr schnelllebigen Stadt mit leider nicht so vielen touristischen Atraktionen. Aber es ist total spannend diesen Unterschied zwischen den Märkten auf der Straße und den Mall, die nur ca. 10 Minuten von einander getrennt sind, zu sehen. 

Tag der deutschen Einheit

Am 3. Oktober wurden alle Deutschen, die zur Zeit in Zambia sind, in die deutsche Botschaft in Lusaka eingeladen. Es war ein großes Fest im Garten. Mit Pavilions und Bühne. Leider hatte es kurz bevor wir los wollten angefangen zu regnen. Für Zambia war das natürlich gut, aber für die Feier jetzt nicht gerade. Trotz des Regens sind wir aber los und haben die Feier genossen. Es wurden Reden gehalten und es gab gutes deutsches Essen. Kartoffelsalat, Kartoffelpüree, Spätzle und vieles mehr. Und dann haben wir ganz viele Freiwillige getroffen. In Zambia sind so um die dreißig Freiwillige über das ganze Land verteilt und in verschiedensten sozialen Projekten. Wobei der Schwerpunkt der Projekte schon auf Schulen oder Heimen liegt. Es war super interessant sich auszutauschen und natürlich durfte ein Gruppenbild mit dem Botschafter nicht fehlen. 

„Open day“ und „Teachers day“

Am 07.10 hatten wir in der Schule „Open day“. Die Kinder hatten Schulfrei und die Eltern sind gekommen um die Testergebnisse der Kinder abzuholen und um gleichzeitig mit den Lehrern zu sprechen. Also ein bisschen wie Elternsprechtag. Die Lehrer saßen alle in einem Klassenraum an Tischen. Die Tests wurden in eine Plastiktüte gepackt. Oben drauf war ein Schreiben mit allen Ergebnissen (auch Arbeitsverhalten, Sozialverhalten, Lesen und Schönschrift). Und dann haben wir an dem Tag Teachers day gefeiert. Eigentlich ist er am 05.Oktober. Dort unternehmen die Lehrer etwas zusammen (kochen oder fahren weiter weg). Wir haben so etwas nicht gemacht, da wir ja an dem Tag als wir ihn gefeiert haben open day hatten. Aber am Teachers day haben die Lehrer ganz viele Geschenke von den Kindern als Dank für ihre Arbeit bekommen. Es gab rießige Toten, Gemüse, Parfüm und vieles mehr. Ich habe einen Citenge bekommen. Ich habe mich rießig darüber gefreut. Wir haben den Teachers day auf den gleichen Tag wie den Open day gelegt, da die Schulleiterin nicht wollte, dass noch mehr Unterricht ausfällt. 

„library day“

Am 12.10 hat meine Schule den „library day“ gefeiert. An diesem Tag musste jedes Kind ein Schulbuch, welches seinem/ihrem Alter und Klasse angemessen ist, mitbringen. Damit vergrößert die Schule ihre Bücherrei und gleichzeitig den Bestand an Lernmaterialien für alle Kinder. Zudem wird dieser Tag genutzt um das Lesen zu trainieren. In der ersten Klasse, wo ich meistens aushelfe, ist immer ein Kind nach vorne und hat der ganzen Klasse vorgelesen. Immer eine Seite, damit mehrere Kinder dran kommen. Natürlich war es nicht immer einfach für die anderen zu zuhören, da man mit sechs Jahren noch ziemlich langsam liest. Dafür haben die Kinder aber echt gut zugehört. 

Pilgrimage meiner Gemeinde

Am 08.10 waren meine Mom und ich zusammen mit meiner Gemeinde (Cathedral parish) pilgern. Wir sind schon früh morgens los, da wir 1h 30min mit dem Auto bis zum Startpunkt gebraucht haben. Dort haben wir dann alle anderen getroffen. Für alle die nicht mit dem eigenen Auto kamen, gab es auch einen Bus von der Cathedral bis Masaiti (Startpunkt). Wir waren zwischen 200 und 250 Leuten. Darunter viele Frauen, die alle ihren „catholic woman“ Citenge getragen haben, ein paar Männer, Priester, viele Kinder und ein paar Jugendliche. Zu Beginn hat ein Priester die Bedeutung einer Wallfahrt für Christen erleutert. Dann sind wir losgelaufen ca. 5cm immer geradeaus auf der Hauptstraße in der prallen Sonne. Dabei haben wir den kompletten Rosenkranz teils Bemba, teils English gebetet. Zwischendurch wurden immer wieder Lieder auf Bemba gesungen.  Nach ca. 2 Stunden kamen wir nach St. Theresa. Dort ist auch eine Hl. Pforte. Nachdem wir das Gebet des Jahres der Barmherzigkeit vor der Pforte gebetet haben sind wir in die Kirche und haben eine kurze Bibelstelle gehört.

Danach hatte jeder Zeit selbst zu beten und zu beichten. Das haben hier erstaunlich viele gemacht. Auch die Jugendlichen und Kinder. In dieser Zeit wurden immer wieder Lieder angestimmt. Ich habe keine Ahnung wie lange wir in der Kirche saßen, aber die Zeit verging echt schnell. Anschließend hatten wir dann einen Gottesdienst im Freihen als Abschluss. Der Kinderchor der Gemeinde hat gesungen. Meine Mom und ich haben dann noch bevor wir nach Hause gefahren sind das Grab des ersten Bischofs von Ndola besucht. Es war auch in St. Theresa. Es war ein richtig guter Tag.

Pilgrimage der Jugendlichen im Bistum

Genau eine Woche später bin ich genau die gleiche Strecke wieder gepilgert. Dieses mal zusammen mit ganz ganz vielen Jugendlichen. So um die 700 Jugendlichen aller deaneries. Obwohl es die gleiche Strecke war, war es dennoch eine total andere Wallfahrt. Vorne weg ging ein großes Banner und eine Blaskapelle. Es gab verschiedene Stationen, die von den einzelnen deaneries vorbereitet wurden. An den einzelnen Stationen wurde immer ein Bibeltext vorgelesen. Dieser wurde erklärt und dann wurde noch ein Gebet gesprochen. Zwischen den einzelnen Stationen wurde dann gesungen oder ein Teil des Rosenkranzes gebetet. Die einzelnen deaneries hatten unterschiedliche T-shirts an, sodass wir eine total bunte Gruppe waren. In St. Theresa haben wir dann Gottesdienst gefeiert. Mit viel Gesang und Tanz. Vorallem bei der Opfergabe ist jede deanery nach vorne getanzt und haben alles mögliche geopfert. Kartoffeln, Obst, Reinigungsmittel und vieles mehr. Dieser Vorgang hat bestimmt eine halbe Stunde gedauert. Am Ende vom Gottesdienst wurden dann noch ein paar Jugendliche, die viel für die Diözese machen, geehrt. Anschließend gab es Mittagessen. Jede deanery hat ihr eigenes Essen mitgebracht. Dann gab es noch ein Fußballspiel und es wurden Boxen aufgestellt, die währendessen Musik gespielt haben. Es haben allerdings nur die Jungs/Männer gespielt. Die anderen saßen am Rand und haben zugeschaut. Wir haben dann am Rand mit den kleinen Kindern Limbo gespielt und später getanzt. Das war richtig cool. Dann sind wir am späten Abend wieder Heim gefahren. 

Tag des Gebetes und Fasten

Am 18.10 war der Tag des Gebetes und Fasten. Ein zambischer Feiertag, den Edgar Lungu (Präsident) recht kurzfristig einberufen hat. Er hat alle Religionen eingeladen um zusammen zu beten und Fasten. Es wurden rießige Gottesdienste in den Stadien gefeiert. Es zeigt, wie sehr Zambia von der Gemeinschaft und dem Frieden lebt. In Zambia gab es noch keinen Krieg außer den Independence (Unabhängigkeits) Kampf. Es heißt nämlich: One Zambia, one Nation.

Zambian Breweries

Am 19.10 habe ich zusammen mit anderen Freiwilligen die Zambian Breweries besucht. Mein Gastvater ist dort der Plantmanager und hat uns eine Führung organisiert. In dieser Firma wird vorallem das zambische Bier (Mosi und Kasel) hergestellt, aber auch Softdrinks wie Cola, Fanta und Sprite. Zu Beginn haben wir eine Sicherheitseinweisung an Hand einer PowerPoint Presentation bekommen. Dann haben wir Kittel, Schutzbrille, Ohrstöpsel und ein Haarnetz bekommen. Das sah richtig lustig aus. Dann sind wir los. Wir waren zuerst in der Halle, wo das Bier in den riesigen Tanks gebraut wird. Es ist so, dass immer eine Sorte an Bier gebraut wird. Je nachdem was mehr getrunken wird. Sie unterscheiden sich auch nur in der Menge an Hopfen der dazu gegeben wird. In dieser Halle werden ca. 45000 Flaschen pro Stunde hergestellt und es wird nichts davon exportiert. Dann waren wir noch in der Halle, wo das Bier und die Softdrinks abgefüllt wurden. Das war auch super spannend. Hier gibt es übrigens auch das System, das Flaschen wiederverwendet werden. Leider nur spezielle Glasflaschen. Die anderen werden einfach weggeworfen. Die Firma war deutscher Standard und die meisten Marchinen kommen auch aus Deutschland. 

Independence celebration (Schule)

Heute war die independence celebration (Unabhängigkeitsfeier) an meiner Schule. Alle Kindern hatten Kleider, Röcke, Hosen oder Hemden aus den Farben der zambischen Flagge an. Zu Beginn haben die Kinder die Flagge von Zambia ausgemalt. 

Dann gab es eine kurze Frühstückspause befor das richtige Program losging. Alle Klassen haben sich auf dem Schulhof, der mit selbstgebastelten Girlanden und Plakaten verziert war, versammelt. Dort hat dann jede Klasse den Anderen etwas präsentiert. Ein Lied, ein Gedicht oder ein Tanz. Das war richtig cool und besonders beim Tanz hatten alle total viel Spaß. 

Danach haben wir noch ganz ganz viele Bilder gemacht. Das mögen die Kinder total. Natürlich durfte die Nationalhyme nicht fehlen. Bevor die Kinder dann abgeholt wurden, habe ich noch mit der ersten Klasse Daumendrücken (ein Spiel aus meiner Schulzeit) gespielt. Das finden die Kinder richtig klasse. Es war ein total cooler Tag. 

Citente celebration

Am 22.10 hat meine „small christian community“ St. Mary ein Fest gefeiert. Normalerweise ist es immer an Mariahimmelfahrt. Aber da dort schon etwas anderes war wurde es auf den 22.10 gelegt. Zu Beginn hatten wir einen Gottesdienst. Teils Bemba, teils English. Dann haben wir bei einer Familie im Garten gefeiert. Es waren Stühle aufgestellt, ein kleiner Pavilion für den Priester und die Organisatoren und ein DJ hat Musik (Songs auf Bemba) aufgelegt. Dann hat der Priester die Feier mit einem Gebet eröffnet. Es wurde eine Willkommensrede gehalten und der Priester hat das Essen gesegnet. Es gab ein Tischgebet und dann haben alle gegessen. Dabei hat man sich dann gut unterhalten können. Ich saß natürlich bei der Jugend. Nach dem Essen wurden Reden gehalten. Vom Priester und den Organisatoren. Ich wurde dann auch Offizel in die Gemeinschaft aufgenommen und begrüßt. Zwischendurch wurden immer wieder Musik gespielt. Zum Schluss gab es wieder ein Gebet. Denn hier werden alle Feiern mit einem Gebet umramt nach dem Motto „Jesus started with prayer and ended with prayer“. 

Independence day

Am 24.10.2016 hat Zambia 52 Jahre Unabhängigkeit gefeiert. Mein independence day hat mit einer Chorprobe begonnen. Danach haben eine Freundin und ich uns mit den anderen Freiwilligen und meinem Mentor getroffen. Wir sind zusammen ins Stadion. Dort war eine große Feier mit Reden, Blaskapelle, Karatedabietung und einer Parade. Leider kamen wir sehr spät, sodass wir nur das Ende mitbekommen haben. Aber es war dennoch sehr schön. Anschließend haben meine Freundin und ich noch Scones (spezielle Muffins) gebacken. 

„Kitchen party“ und Hochzeit

Am 29.10 hat eine Lehrerin meiner Schule geheiratet. Begonnen hat der Tag mit einer kirchlichen Hochzeit in Weiß. Die Braut wurde wie bei uns von ihrem Vater zum Altar geführt. Sie trug ein wunderschönes Kleid und einen Schleier.

Der Hochzeitsgottesdienst war vom Ablauf wie bei uns. Nur die Musik war natürlich zambisch und die Sprache English/Bemba. Der Gottesdienst war sehr liebevoll gestalltet und die Kirche mit gelben Blumen geschmückt. Am Ende gab es noch draußen ein Fotoshoting, wo alle nochmal das Kleid der Braut bewundern konnten. Um 14:00 Zambian Time (also 15:00) ging es dann im Garten einer Freundin der Braut weiter. Es waren mehrere Pavilions aufgebaut. Zwei große für die Gäste, zwei für die Familien und einen (er war total geschmückt und sa ein bisschen aus wie ein Himmelbett) für die Braut. 

Vor dem Pavilion für die Braut lagen ganz viele Geschenke (Küchengeräte). 

Es gab auch zwei nagelneue Tische mit Stühlen, ein Herd, ein Kühlschrank und ein Küchenschrank. Ein DJ hat immer wieder gespielt. Und dann kam die Braut unter einem Citenge. Aber bevor sie durchs Tor zur Party durfte, müssten die Gäste ihr Geld hinschmeißen. Dazu wurde gesungen und getrommelt. 

Dann ist die Braut unter dem Citenge nach vorne zu ihrem Pavilion gekrochen und wurde enthüllt. Sie trug ein orangenes Kleid mit einem traditionellen Kopfschmuck. Dann wurde wieder Geld gegeben. Im Anschluss wurden die traditionellen Gegenstände der Mutter gezeigt und ihr erklärt wie sie funktionieren. Ein traditioneller Besen und ein Sieb. 

Danach wurden dann einzelne Gruppen nach vorne gerufen um der Braut ihr Geschenk zu bringen. Wir die Lehrer der St. Martha Schule sind auch zu ihr und haben ihr eine Fritöse geschenkt und ihr kurz erklärt wie sie funktioniert. Sie hat sich bedankt, indem sie sich auf den Boden geschmissen hat und geklatscht hat. Danach haben wir noch getanzt. Natürlich wollte jeder meinen „super“ Hüftschwung sehen. Die Leute hier haben einen richtig genialen Hüftschwung. Zwischendurch gab es auch was zu Essen und zu trinken. Dann kam der Bräutigam. Die Braut wurde wieder verhüllt und der Bräutigam musste sie enthüllen und hat ihr sein Geschenk gegeben. Zum Abschluss haben noch Bräutigam und Braut den Eltern Geschenke gebracht. Es war eine super interessante und schöne Feier. Ich hatte eine Menge Spaß. 

Jetzt bald Beginnt auch die Regenzeit. Momentan ist es noch so, dass es sehr heiß ist und es nur ab und zu Regenschauer gibt. Nächsten Monat kommt auch meine Gastschwester aus Südafrika. Darauf freue ich mich sehr.