Alltag in Da Gama

​Kaum zu glauben, aber es ist schon wieder einen ganzer  Monat vorbei. Die Schule hat wieder angefangen und auch der Computer Unterricht läuft wieder. Ich unterrichte weiterhin die 4-6 Klasse Montags, Dienstags und Mittwochs. An den anderen Tagen fahre ich immer wieder mit einer Sister in die Nutrition Centers. Mittlerweile kenne ich auch alle 5 und das old peoples home. Am Wochenende bin ich entweder in Da Gama oder in Ndola. Im letzten Monat gab es ein paar Besonderheiten.

Singing-competition

Am 20.05  gab es eine Singing-competition der youth meiner anderen Gemeinde in Luanshya. Die einzelnen Chitente Gruppe haben gesungen. Leider kamen nur 3 Gruppen. Ich habe mit einer Gruppe immer mal wieder geprobt. Sie kamen nach Da Gama. Dadurch habe ich ein bisschen Anschluss an die Jugendlichen in Luanshya bekommen. Meine Gruppe wurde dann zweiter.

Leider musste ich schon früher gehen, da ich einen Kuchen für die Sisters gebacken habe. Wir haben am Abend nämlich den Geburtstag von 4 Sisters, mit Tanz, Kuchen und Geschenken gefeiert. 

Initiation into postulancy

Am 16.05 haben wir den Begin der Ausbildung der Bewerberinnen als Sisters gefeiert. Bevor man als Sister in die Congregation aufgenommen wird, durchläuft man eine Art Ausbildung. Als Erstes lebt man für 3 Monate in einem Konvent um zu schauen, ob man wirklich in einer solchen Gemeinschaft leben kann. Der zweite Schritt ist das Postulat. Sie verlassen ihre Familien und ziehen ins Konvent. Sie sind dann zwei Jahre Postulants. Danach wird man Novice für zwei weitere Jahre. Erst dann kann man Sister werden. Ich war auf der Feier, wo die Bewerberinnen zu Postulantinnen wurden. Es gab einen Wortgottesdienst mit viel Tanz und einer feierlichen Übergabe des Kreuzes der Franciscan sisters von Assisi. Danach haben wir gegessen, getanzt und es gab einen Kuchen. Es waren 5 Mädchen. Alle so um die 20. 

Besuch aus Italien

Für drei Wochen hatten wir Besuch von einem älteren Ehepaar und einer jungen Lehrerin aus Italien. Die Franciscan sisters von Assisi haben ihren Ursprung in Italien und somit viele Freundschaften dort hin. Das Ehepaar kommt seit 20 Jahren jedes Jahr nach Zambia, um dort Schulen und andere Projekte zu unterstützen. Ich hatte auch die Möglichkeit ein paar Schulen von ihnen zu besuchen. Es ist schön zu sehen wie sich die Kinder freuen in die Schule zu gegen, auch wenn sie 5 km entfernt wohnen und jeden Tag zu Fuß kommen. 

Exhibition Luanshya und Kitwe

Am 2.06 hatten alle special Schools in Luanshya eine Exhibition. Es kamen Schulen für mental challenged, physically challenged und Taubstumme Schülerinnen und Schüler. Es war ziemlich interessant, vor allem als die Taubstummen getanzt haben, ohne die Drums zu hören. Ich war ziemlich beeindruckt. Da Gama hat gesungen, getanzt, ein Gedicht aufgesagt, Kekse gebacken, Blumen aus Plastikflaschen gebastelt und vieles mehr. Ich habe einer Schülerin gezeigt wie sie die sambische Flagge mit Hilfe von paint malen kann. Sie hat alles super erklärt und auch die Jury war begeistert. 

Am 09.06 hatten wir dann die gleiche Exhibition für alle Städte im Copperbelt. Dieses Mal sind wir nach Kitwe gefahren und haben wieder alle Sachen präsentiert. Es gab sogar die Kategorien Mode, Kultur, Musik, Zeichnen und Agra Wissenschaften. Es war sehr schön und wir hatten viel Spaß. Leider haben wir nichts gewonnen. 

Hier noch ein paar alltägliche Bilder beim Fußball und Karten spielen oder waschen. 

Schulferien

​Vom 13.04 bis 15.05.2017 hatte ich Schulferien. Die Kinder von Dagama sind alle nach Hause gefahren und auch ein paar Sisters sind weggefahren. Es war also ziemlich still in Dagama und so habe ich mich entschieden für die 4 Wochen wieder nach Ndola zu gehen. Meine Gastfamilie hat sich riesig gefreut und auch meine Freunde waren happy. Leider waren auch St. Martha und das CBR in Chipulukusu zu. Also habe ich die Zeit genutzt, um mich mit Freunden zu treffen. Zwei etwas besondere Ereignisse gab es dann doch noch:

DYD (Diocesan youth day)

Kaum zu glauben: 5.000 Jugendliche waren beim diesjährigen, dreitägigen Dyd in Mufulira. Und wir waren dabei. Ich war ziemlich gespannt was dort passieren wird. 

Am Donnerstag sind wir früh morgens (gegen 7) von der Cathedral in Ndola aufgebrochen. Von meiner Gemeinde waren wir alleine schon 45 Leute. Wir sind in zwei Kleinbussen zur devine mercy church in Ndola gefahren. Dort haben wir einen sehr schönen Aussendungsgottesdienst mit allen Parishes von Ndola gehabt. Mein Jugendchor war für den Gesang zuständig. Danach sind wir weiter nach Mufulira. Ich habe noch nie so viel gesungen und gelacht im Bus. Es war einfach genial. In Mufulira mussten wir uns erst registrieren. Jeder hat eine Identity card mit Name und Parish bekommen. Dann sind wir weiter zur School, wo die Mädels geschlafen haben und wo gleichzeitig das ganze Programm statt fand. Die Jungs haben in einer anderen Schule geschlafen und sind immer hin und her gelaufen (morgens und abends). Wir haben mit mehreren in Klassenzimmern auf dem Boden geschlafen. Jeder hatte sich Decken mitgebracht. Wir haben es uns dann so gemütlich wie es geht gemacht. Später habe ich erfahren, dass es auch welche gab, die nur auf einem dünnen Chitenge geschlafen haben. 

Gekocht hat jede Parish für sich. Wir hatten eine Frau (Bamayo=Mutter), die super leckeres, einfaches Essen,  für uns gekocht hat. 

Geduscht wurde im Dunkeln auf der Wiese mit einem Eimer kaltem Wasser. Das ging voll, aber dennoch wurde ich immer genau beobachtet. Denn wann hat man schon mal eine Weiße (Muzungu) so duschen sehen. Die Toiletten waren allerdings nicht so gut. Für das Programm wurde auf dem großen Fußballfeld eine Bühne mit Lautsprechern aufgebaut. 

In einem Kreis oder eher Hufeisen wurden dann die Zelte mit den Stühlen für die Jugendlichen platziert, sodass jeder die Bühne sehen konnte. 

Dann gab es viel Bühnenprogram. Es gab, Motivation Talks (English/Bemba), Discussions, einen Tanz, ein Bibelquiz und Gottesdienste. Für mich war es ein bisschen zu viel sitzen und zuhören. Aber ich war ja in bester Gesellschaft. Das Highlight würde ich sagen war Healing and Deliverance. Da standen alle vor der Bühne und waren richtig dabei. Einige die so ergriffen waren, haben sich gedreht, geschrienen und sind umgefallen. Sie wurden dann zur Bühne getragen. Andere haben einfach nur in tongues geredet. Am Ende haben alle gefeiert und getanzt. Es war definitiv ein Erlebnis. Am letzten Abend haben meine Freunde und ich noch um einen Brazier (zambisches Lagerfeuer) gesessen und haben gesungen und uns Geschichten erzählt. Dann sind wir am nächsten Tag wieder mit viel Gesang heim. Ich fand es richtig cool mit meinen Freunden auf dem Dyd. Wir waren eine super Gruppe.

Abschied Lara

Am 07.05 hatten wir eine kleine Abschiedsfeier für Lara. Wir haben zusammen gekocht, gegessen und saßen nochmal nett zusammen. Am 10.05 ist sie dann wieder zurück nach Berlin. Sie war 7 Monate mit uns in Zambia und wir haben viel zusammen erlebt. 

Basketball und Muffins

In den Ferien habe ich dann viel mit Freunden gemacht. Unter anderem Marmormuffins gebacken und Basketball gespielt. 

Jetzt bin ich wieder in Dagama für die restliche Zeit. Ich freue mich schon die Schüler wieder zusehen und bin gespannt was so die nächste Zeit passiert.

Familienbesuch

Meine Schwester kommt

Am 19.03 kam meine Schwester aus Deutschland. Sie hat eine Woche lang mit mir in Dagama gewohnt und mitgearbeitet. Wir haben zusammen Computerunterricht gegeben, haben mit den Schülerinnen und Schülern gespielt, gesungen und gelacht, waren in zwei Nutrition centern, einem Altersheim und einer secondary school. 

Sie hat so zu sagen meinen Alltag miterlebt. Das war sehr schön und wir konnten viel quatschen. Am Freitag (nicht Karfreitag) haben wir den Kreuzweg mit den Schülerinnen und Schülern als Theater aufgeführt. Die Schülerinnen und Schülern beten jeden Freitag den Kreuzweg. Immer mit einer anderen Methode. Der Kreuzweg war total schön und recht spontan. 

Dann hat meine Schwester noch einen Tag in meiner Gastfamilie verbracht. 

Meine Eltern kommen

Am 26.03 kamen dann unsere Eltern. Das war schon etwas merkwürdig am Anfang, aber es war so schön, da meine Gastfamilie mit zum Flughafen kam. Dann sind wir ins Gästehaus. In diesem 3 Wochen wo meine komplette Familie da war haben wir sehr viel erlebt. 

Erste Woche

In der ersten Woche haben meine Eltern Ndola, meine Projekte und meine Gastfamilie kennengelernt. 

Wir waren im Copperbeltmuseum, im Central hospital (das war krass, weil wir echt alles gesehen haben. Auch Psychiatrie, Intensivstation, Frühgeborenen und die Leichenhalle mit Leichen), Masalla Market, St. Kizito school in Kitwe und Francissale. Dann waren wir natürlich in der St. Martha school. Dort haben wir der Schule einen “Tower of cooperation„ geschenkt. Das kam total gut an.

Das gleiche Spiel haben wir auch Dagama geschenkt. Dort war ich ziemlich beeindruckt wie schnell sie den Turm gebaut haben. 

Zweite Woche

In der zweiten Woche hatten wir ein Touristenprogram. Wir sind am Sonntag nach Livingstone mit dem Bus. Das war ziemlich lange, da zwischendurch auch noch ein Rad geplatzt ist. In Livingstone haben wir bei einer anderen Freiwilligen im Projekt (Cheshire home) übernachtet. Es ist eine kleine Schule für physical and mental challenged children. Manchmal kommen Kinder von dort auch nach Dagama in die Schule. Am nächsten Tag sind wir über die Grenze nach Botswana für eine 3 tägigen Safari mit zelten. Das war ziemlich cool. Wir haben zwei Bootstouren und mehrere Jeep fahrten gemacht. Nachts haben wir in Zelten im Nationalpark geschlafen und einmal waren die Löwen sogar in der Nähe von unserem Camp. Man konnte sie hören. 

Generell haben wir ziemlich viele Tiere gesehen. 74 verschiedene Arten (50 waren Vögel). Wir sahen ganz viele Löwen, Elefanten, Giraffen, Büffel, Krokodile, Impalas, Adler, Murmeltiere, eine Kobra und vieles mehr. Es war einfach beeindruckend sie in freiher Wildbahn, höchstens 3 Meter von unserem offenen Jeep entfernt. Einfach nur genial. 

Nach der Safari waren wir dann bei den Victoria falls. Die waren sehr beeindruckend und total voll, wegen der guten Regenzeit. Da half auch keine Regenjacke.

Nach Livingstone sind wir dann noch nach Lusaka, wo wir bei einer wunderschönen Palmsonntagsprozession mit gemacht haben. 

Anschließend waren wir noch auf dem traditionellen Markt und sind am nächsten Tag wieder zurück nach Ndola. 

Dritte Woche 

In dieser Woche waren wir im Youth center, hatten ein wunderschönes Programm mit einem ehemaligen Freiwilligen und haben seine ehemalige Schule und Familie kennen gelernt, haben Mission Press (katholische Druckerrei) besucht, haben die Dominican konvent school gesehen, waren im Stadion (auch bei einem Spiel) und haben die Ostergottesdienste miterlebt. 

Die Gottesdienste waren sehr lange und würdevoll. Karfreitag war 5 Stunden lange und die Osternacht 4 ½ Stunden, da noch 17 Leute (meist Jugendliche und Erwachsene) getauft wurden und 19 gefirmt. 

Anschließend saßen wir noch zusammen und haben Wein getrunken und einen Schoko-Osterhasen gegessen.

Ostereier bemalen

Am Mittwoch nach Ostern habe imch dann mit meiner kleinen Schwester und ihren Freundinnen Ostereier bemalt. Etwas spät, aber es hat dennoch sehr viel Spaß gemacht. Im Anschluss haben wir natürlich die Ostereier auch versteckt und gesucht. 

Jetzt ist meine deutsche Familie wieder weg und ich habe 4 Wochen Schulferien. Die Schülerinnen und Schülern von Dagama sind alle nach Hause gefahren und ich bin jetzt wieder in meiner Gastfamilie und genieße die freihe Zeit mit meinen Freunden und Gastfamilie. 

Dagama

Seit dem 13.03.2017 bin ich nun in meinem neuen Projekt in Dagama. Dagama ist eine Boarding school für physical challenged children in Luanshya. Luanshya ist ca. 45 Minuten von Ndola entfernt. Die Schule wird von Franciscan sisters geleitet. Es gibt 12 Klassen (1-12) mit ca. 10-15 Schülerinnen und Schülern pro Klasse. Die Schule hat Klassenräume, einen Computerraum, Labor (Science), eine Küche (Home economics), Physio Raum, eine Halle, einen Essenssaal, Küche, Nähzimmer, Werkstatt, Garten, Büros, Schlafsääle, Waschräume und ein großes Außengelände mit einem Fußballfeld. In der Schule wird hauptsächlich English geredet. Nur die erste Klasse wird komplett in Bemba unterrichtet. Ich habe ein Zimmer direkt neben den Schlafsälen der Mädchen. Meistens esse ich dann mit den Sisters. 

Meine Aufgabe

Meine Aufgabe ist es, der vierten, fünften und sechsten Klasse Computer-Unterricht zu geben. Die Bedingungen sind besser als in St. Martha, da fast jeder an einen eigenen Computer kann und ich 1 1/2 Stunden Zeit habe. Zudem kann ich meinen Laptop mit dem Beamer verbinden und somit vorne an der Tafel zeigen, wie es geht. Das macht das Unterrichten viel einfacher.

Grade 1

Dann war ich in meiner ersten Woche in der ersten Klasse. Dort sprechen die Kinder nur Bemba. Ab der zweiten Klasse wird dann auch English beigebracht. Ich habe den Kindern in Mathe geholfen. In diesem Fach konnte ich recht viel helfen, da die Zahlen auf English sind. Dennoch war das gar nicht so einfach, da manche auch nicht so gut schreiben können. Danach habe ich noch ein paar Hefte korrigiert. Wenn die Kinder etwas neues Beigebracht bekommen sitzen sie meistens direkt vor der Tafel auf einem Teppich damit sie nicht so abgelenkt werden von anderen Dingen. Am Ende des Unterrichts mussten sie dann noch die Klasse sauber machen.

Nutrition center

Am Freitag morgen war ich im Nutrition center. Das sind Zentren in Compounds in und außerhalb des Stadtzentrums. Dort kommen die Kinder, die nichts zu Essen zu Hause bekommen, hin. Mache von ihnen können auch nicht zur Schule, da die Familie kein Geld für Essen und Bildung hat. Es gibt immer Eltern die dort das Essen kochen. Die Franciscan sisters haben 5 center. Zu jedem fahren sie einmal in der Woche und bringen Essen für die ganze Woche. Für Frühstück und Mittagessen. Ich war in dem Center in Kawama. Dort gab es 2 kleine Häuser (jeweils 1 Raum). In dem einen wurde gekocht und in dem anderen gegessen. Die Sister und ich haben dann mit den Kindern Kreis- und Klatschspiele gespielt. Danach habe ich nochmal kurz geholfen Nshima zu kochen. Allerdings war in dem Haus so viel Rauch (kaum Fenster zum abziehen), dass ich nach einer Minute wieder raus musste, da meine Augen gebrannt haben. Da haben die Eltern, die fast den ganzen Tag da drinnen sind, mir schon leid getan. 

Anschließend haben die Kinder dann Hände gewaschen, gebetet und gegessen. Wir sind dann auch wieder heim gefahren. 

Physio

Nachmittags war ich dann öfter bei der Physiotherapy. Dort haben die Kinder erst ein paar Übungen alleine gemacht (ich habe ihnen ein paar gezeigt) und dann kam der Physiotherapist und hat nochmal spezifische Übungen mit einzelnen Kindern gemacht. 

Freizeit mit den Schülern

Am Nachmittag und Abend sitze ich auch sehr gerne draußen mit den Schülern, zeige Bilder, spiele Spiele, höre Musik, quatsche mit ihnen oder spiele Querflöte. Das macht mir immer besonders viel Spaß. Sehr beeindruckend fand ich auch, dass jeder Schüler oder jede Schülerin bei den Klatschspielen mitgemacht hat, auch wenn sie oder nur einen Arm hatte. 

Es war eine sehr schöne erste Woche in meinem neuen Projekt. Am 19.03.2017 kam dann meine Schwester aus Deutschland. Sie hat eine Woche meinen „Alltag“ in Dagama mit erlebt. Am 26.03.2017 kamen dann noch meine Eltern. Sie waren 3 Wochen da. Ich habe ihnen meinen Alltag und meine Projekte gezeigt. Dann habe sie meine Gastfamilie kennengelernt und wir hatten ein Touristen-Programm. Davon berichte ich später.

Die letzten Wochen in Ndola

Der Februar verlief recht normal. Die Kinder und Lehrer in der Schule haben sich alle sehr gefreut, als ich aus Tanzania zurück kam. Auch meine Gastfamilie und meine Freunde waren froh. So ist sehr schnell wieder Alltag eingekehrt. Nur eine Sache stand eigentlich Ende Februar bevor. Der Projektwechsel und somit ganz viele Abschiede. Aber erstmal war mein „belated birthday“.

Geburtstag

Am 18.02 habe ich meinen Geburtstag in meiner Gastfamilie nachgefeiert. Gleichzeitig haben wir den Geburtstag meiner großen Gastschwester vorgefeiert. Sie ist am 19.02 zurück nach Südafrika geflogen. Meine Gastmutter hat für jeden von uns eine Torte bestellt. Dann haben sie mir Happy Birthday gesungen. Meine kleine Gastschwester hat dann meine große Schwester und mich mit Torte im Gesicht beschmiert. Das ist Tradition. Da musste sogar mein Gastvater durch. Dann habe ich die Tote angeschnitten und meine Cousine hat mich gefüttert. 

Dann hat jeder ein Stück bekommen. Ich habe mich total gefreut.

CBR (Chipulukusu)

 Am 09.03 bin ich früh Morgens mit einer Schwester meiner Schule ins CBR (community based rehabilitation center) nach Chipulukusu gefahren. Ich war ziemlich gespannt was mich dort erwartet. Chipulukusu ist ein recht armes Compound in der Diözese Ndola. Ich bin dann früh morgens mit der Sister mit öffentlichen Verkehrsmitteln dahin gefahren. Ich war sehr aufgeregt. Das Center besteht aus einem Office, einer Küche, einem kleinen Garten, einem Workshopraum (er wird allerdings nicht benutzt) und einem Therapieraum. In dem Therapieraum lagen ein paar Matratzen und spezielle Stühle zum sitzen und stehen lernen. Zu beginn hat mir die Sister noch die Community school, die mit auf dem Gelände ist, gezeigt. Ich habe mich auch in jeder Klasse kurz vorgestellt und anschließend mich nochmal etwas mit dem Leiter unterhalten. Diese Schule hat 7 Klassen und wird von der Kolpingfamilie in Flörsheim (gehört zum Bistum Limburg) unterstützt. Anschließend sind wir wieder zurück zum CBR. Dort waren auch inzwischen einige Kinder mit ihren Eltern. Die Sister hat mir dann gezeigt, welche Übungen sie mit den Kindern macht. Ich durfte natürlich auchmal helfen. 


Es hat sehr viel Spaß gemacht und die Sister hat mir stolz von ihren Erfolgen berichtet. Ein Kind konnte nach einem halben Jahr endlich sitzen. Die Mutter war so begeistert und hatte niemals damit gerechnet. Sie konnten nicht laufen oder auch sitzen. Ein 5 Monate altes Baby hat den Kopf immer in den Nacken gelegt. Nachdem wir mit der Physio fertig waren, haben die Eltern gekocht und ein paar Kinder haben Fußmatten aus alten Säcken und Stofffetzen hergestellt. Manchmal brauchen sie ein ganzes Jahr für eine Fußmatte. Die Sister und ich sind dann zu einem anderen Projekt von einer Mitschwester. Sie hat Unterricht in Bemba und English (vorallem Grammar und schreiben), im Nähen und im Kochen. Ab und zu kommt auch ein Arzt dort hin und macht ein AIDS Test und Aufklärungsunterricht. In diesem Projekt werden auch Hasen und Hühner zum Verkauf gezüchtet und Mielie Meal (für Nshima) hergestellt. 

Anschließend sind wir wieder zurück. Ich habe dann noch für alle Kalembula (sweet potato leaves) gekocht. Wir haben gemeinsames gegessen und danach haben die älteren Kinder die Küche aufgeräumt. Ich habe dann mit den kleinen gespielt. Als alle fertig waren gab es Sportunterricht. Dafür sind wir raus und haben mit dem Gummitwist und Springseil gespielt. Das hat total Spaß gemacht. Alle haben mitgemacht. Das Springseil haben sie aus alten Gummies gebastelt. 

Dann fing es an zu regnen. Wir sind rein und haben drinnen noch zusammen getanzt bis der Regen aufgehört hat und wir heim sind. Auf dem Rückweg zur Hauptsstraße, wo die Taxis abfuhren haben wir ganz viele Kinder gesehen, die im dreckigen Regenwasser gespielt haben. Das hat mich etwas schokiert. 

Es war ein wunderschöner Tag mit vielen neuen Erfahrungen. 

CBR (Chifubu)

Am Freitag war ich dann im CBR in Chifubu. Es ist zwar auch ein Compound, aber nicht so arm. Das CBR war sehr liebevoll eingerrichtet und war auch ziemlich gut ausgestattet. Allerdings kamen nicht so viele Kinder. Es waren 5 Kinder dort. Am Morgen haben die Kinder geputzt und anschließend gab es Unterricht. An diesem Tag war auch eine ehemalige Freiwillige mit in dem Projekt und so haben wir uns in der Zeit, wo die Kinder geputzt haben etwas unterhalten können. Im Unterricht haben wir dann beide geholfen. Wir haben ein Vogel in die Hefte gemalt. Den haben die Kinder dann erst ausgemalt. Und anschließend haben wir dir Körperteile beschriftet und abgefragt. Das war nicht so einfach, da die Kinder nicht wirklich English konnten. Aber die ehemalige Freiwillige konnte besser Bemba als ich und so haben wir dass dann gemeinsam so mehr oder weniger hinbekommen. Wir haben danach dann auch noch einen Menschen angemalt. Das ging viel besser als der Vogel. Danach haben wir dann gemeinsam gekocht und gegessen. Die Kinder haben dann noch etwas Fernseh geschaut und dann sind wir auch schon wieder heim gefahren. 


Abschiede

Meine Abschiede waren etwas verstreut, da ich letztendlich erst 2 Wochen später (also Mitte März) gewechselt habe. Der Termin hatte si ch aus mehreren Gründen öfter verschoben. Ich habe letzt endlich am 13.04 mein Projekt  und somit auch Ndola und meine Gastfamilie gewechselt. Ich bin nun in Luanshya (andere Stadt im Copperbelt, ca.40 Minuten von Ndola entfernt)  in Dagama. Nachher mehr dazu. Die Abschiede haben damit begonnen, dass meine große Schwester zurück nach Südafrika zum Studium ist. Ihr letzter Abend war, als wir unsere Geburtstage gefeiert haben. Als nächstes habe ich mich von meiner Citente Gruppe verabschiedet. Es wurden viele schöne Sachen gesagt. Auch vom Jugendchor haben ich mich sogar 2 mal verabschiedet. Das war besonders schön, da wir alle (ca.30Leute) in einem großen Kreis standen und nochmal zusammen ein Lied auf Bemba und eins auf English gesungen haben. Da hatte ich auch richtig Gänsehaut. Natürlich wurden danach auch noch Fotos gemacht und ich habe ihnen ein selbstgemachtest Liederbuch geschenkt. 

Dann hatten wir mit den Lehrern ein gemeinsames Lunch. Sie haben extra ein Chicken prepared als Zeichen des Respects. Und dann wurde sogar noch eine kleine Rede gehalten und ich habe ein Geschenk bekommen. Dann habe auch ich ein Geschenk übergeben. Es war total schön. Dann habe ich mich noch ganz doll von den Kindern verabschiedet. Sie waren alle sehr traurig. 

Zum Schluss habe ich mich bei meiner Gastfamilie mit einer Torte bedankt. Sie lieben Torte. 

Die Abschiede waren schon etwas traurig, aber das gute ist, ich werde sie alle wiedersehen. Luanshya ist nicht so weit weg. Und auch meine Schwester kommt im Juni/Juli für ihr Ferien zurück nach Ndola.

Jetzt bin ich erstmal sehr gespannt auf Dagama. Und bald kommt dann auch schon meine Familie aus Deutschland zu Besuch. Darauf freue ich mich auch schon sehr. 

Ein neues Jahr

Im Januar stand meine große Fahrt nach Tanzania an. Dort bin ich zum Zwischenseminar nach Dar es salaam. Vorher gab es allerdings auch noch schöne Aktivitäten in Ndola.

Hochzeit

Am 8. Januar hat die Nichte meines Gastvaters geheiratet. Für diese Hochzeit kamen schon am Samstag Abend die Braut und ihre ganzen Freundinnen um bei uns zu übernachten. Am nächsten Morgen mussten dann alle gestylt werden und die Autos geschmückt. Mit 2 Stunden Verspätung begann der Gottesdienst. Ich und meine Geschwister sind zu Hause geblieben und haben für ca. 50 Leute Mittagessen gekocht. Es gab echt alles. Reis, Kartoffeln, Nudeln, Gemüse, Fleisch in allen Variationen. Nach dem Mittagessen sind dann alle zur Hochzeitsfeier in einen großen Saal gefahren. Wir sind dann auch dorthin. Wir saßen an runden Tischen. Das Paar ist dann eingezogen (mit Musik und Tanz) und saß dann vorne an einer Tafel. Es wurde viel getanzt und Reden gehalten. Dann gab es eine 6 stöckige Torte. Die wurde an die beiden Familien, die Freunde des Paares und an die Kirchengemeinde verteilt.

Diese hat auch die Feier organisiert. Am Ende gab es dann noch für jeden was zu essen.

Schulanfang

Am 9. Januar war dann Schulanfang. Ich habe mich total gefreut die Kinder, Lehrer und Schwestern wieder zu sehen. Zudem haben wir seit diesem Schuljahr einen Lehrer und eine Klasse mehr. Unsere Schule geht jetzt bis zur fünften Klasse. Der erste Tag war etwas chaotisch, da nicht alle Kinder kamen, sie teilweise in ihre alten Klassenräume gegangen sind und die neuen Kinder der Babyclass (3 Jahre) kamen. Die haben sehr viel geweint, da alles neu für sie war und sie zu ihren Eltern wollten. Ich habe dann die ganze Woche dort geholfen. Ich habe die Kinder getröstet, gemalt und bin mit ihnen zur Toilette gegangen. Es wurde auch von Tag zu Tag besser. 

Tanzania

Am 13. Januar sind wir dann los nach Tanzania. Zuerst mit dem Bus 2 Stunden und dann 61 Stunden Zug. Das war total aufregend. Wir waren zu viert (vier Freiwillige aus Zambia) in einem Abteil. Dort waren viert Betten und ein Tisch. 

Wir haben viel miteinander erzählt, Kartengespielt oder einfach nur aus dem Fester geschaut. Wir sind durch ganz viele Dörfer gefahren. Dort haben die Leute ganz viel Obst (Mango, Ananas, Kokosnuss) und Getränke durchs Fenster verkauft. Das war schon cool. 

Wir haben im Zug auch einen Traveler aus der Türkei kennengelernt. Mit ihm sind wir dann später noch auf Zanzibar herumgereist. In Mbeya haben wir dann 6 Mädels (aus Zambia und Namibia), die auch zum gleichen Zwischenseminar sind, getroffen. Das war super nett, weil ich genau als sie um Mitternacht eingestiegen sind Geburtstag hatte und sie mir alle ein Ständchen gesungen haben. Am Montag sind wir dann gegen 4 Uhr nachts in Dar es salaam angekommen. Von dort sind wir 5 dann nach Zanzibar und die Mädels sind noch in Dar es salaam geblieben. 

Zanzibar

In Zanzibar haben wir dann eine Rundtour über die ganze Insel gemacht. Erst waren wir in Stonetown. Dort sind wir durch die kleinen Gassen geschlendert und waren auf dem Slavery market. Der Slavery market ist ein Platz vor einer Katholischen Kirche, wo früher die Sklaven, nachdem sie mehrere Tage eingesperrt waren, verkauft wurden. Heute steht dort auch noch ein Denkmal. 

Auf dem Weg von Stonetown nach Michamve kae haben wir dann noch eine Spicetour gemacht. Auf Zanzibar gibt es sehr viele Gewürze. Wir hatten dann eine Tour wo wir  Breadfruit, Korkuma, Lipstick fruit, Pepper vine, Starfruit, Lemongrass, Jack fruit, Robusta Coffee, Gewürznelken, Zimt, Eukalyptus Root, Vanilla, Jlangi Jlangi Flower, Kardamon, Muskatnuss, Ingwer, Dorian Stinke Frucht, Kokosnuss gesehen, gerochen und probiert. Ein Einheimischer ist auch extra auf eine Kokosnusspalme geklettert und hat jedem von uns eine Kokosnuss gegeben. Am Ende durften wir dann auch ganz viele Früchte probieren. Das war richtig genial. 

Im Anschluss sind wir dann mit einem Fischerboot auf die andere Seite nach Michamvi kae. 

Dort haben wir dann erstmal das Meer genossen. Am nächsten Tag sind wir am Strand entlang bis nach Pingwe gelaufen. Es war Ebbe und wir haben Wasserschlangen, Seeigel, Quallen und sogar einen Kugelfisch gesehen. In Pingwe waren wir dann kurz in dem bekannten Restaurant „The Rock“, welches mitten im Meer auf einem Felsen steht.

Die nächsten Tage waren wir dann noch in Paje, wo ganz ganz viele Kitesurfer unterwegs waren. Dort haben wir auch eine Schnorcheltour gemacht. Dann waren wir noch in Nungwi, wo wir mit Schildkröten geschwommen sind. Das war mein persönliches Highlight. 

Zanzibar ist eine wunderschöne Insel mit schönen Stränden und herrlicher Natur. Auf der Insel sind sehr viele Muslime und auch sehr viele Touristen. Das Hauptverkehrsmittel ist das Daladala. Also der Minibus auf Zanzibar. Es war ein sehr schöner Urlaub. 

Seminar

Vom 26.01 bis zum 02.02 hatten wir dann unser Zwischenseminar in Dar es salaam. Der Hauptgrund weshalb wir nach Tanzania gefahren sind. Dar es salaam ist eine riesige Stadt, mit viel Verkehr. Dort leben sehr viele Araber und Inder. Ich habe allerdings nicht so viel von der Stadt gesehen, da unser Seminarhaus sehr abgelegen war. In dem Seminar haben wir uns intensiv über unsere bisherige Zeit im Gastland ausgetauscht.Aber auch Themen wie Rassismus, Kirche, Kultur, Spielideen und Beziehungen fanden ihren Platz. Abends haben wir auch sehr oft Werwolf, Doppelkopf und Schafskopf gespielt. Das hat mir sehr sehr viel Spaß gemacht. Wir waren eine richtig gute Gruppe. 

Am 03.02 ging es dann mit dem Zug wieder nach Hause nach Ndola. Dort freue ich mich schon auf die letzten Wochen in meiner Gastfamilie und meiner Schule, bevor ich dann Ende Februar das Projekt wechsel. 

Weihnachtszeit/Silvester

Christmas celebration (school)

Der Dezember hat richtig gut begonnen. Und zwar mit der Weihnachtsfeier der Schule am 1.12.2016. Für diesen Tag haben wir lange mit  den  Kindern geübt. Die Schule wurde feierlich geschmückt und alle Kinder hatten ihre schönsten Klamotten angezogen. Auf dem Schulhof wurde ein Zelt aufgebaut. Dieses war für die Eltern der Kinder in der Reception class. Denn gleichzeitig zur Weihnachtsfeier hatten wir die Graduation ceremony für die Kinder, die nächstes Jahr in die erste Klasse kommen. Also von der Nursery school in die primary school. Die Kinder bekommen zwar keine Schultüte wie in Deutschland, dafür aber viele Geschenke (hautsächlich Spielzeug). 

Die Feier began mit einem Gebet und der Nationalhymne. Dann hat die erste Klasse einen  Tanz für die zukünftigen Erstklässler aufgeführt.  Ich  habe mit ihnen Line dance (Achy Breaky Heart) getanzt. Die Kinder hatten total Spaß. Danach sind die zukünftigen Erstklässler feierlich eingezogen. Sie hatten auch die „Umhänge“ und den Hut, die man aus America kennt an. Dann habe ich mit den Kindern zu „Heut ist so ein schöner Tag“ (Fliegerlied) getanzt. Im  Anschluss gab es noch Weihnachtslieder der einzelnen Klassen, Ein Krippenspiel und die Middle class hat nochmal ein paar carriers vorgestellt. 

Dann kam die Graduation. Die Schulleiterin hat eine Rede gehalten  und dann wurde den zukünftigen Erstklässlern die Certificates überreicht. Und natürlich die Geschenke. Dann gab es ein Gebet und Essen. Die  Kinder haben die Tage vorher Drinks, Kekse, Chips, Lollipops und Kaugummi mitgebracht. Die Lehrer haben das dann in kleine Tüten gepackt, so das jeder etwas von allem hatte. 

Die Eltern haben Drinks und Kuchen bekommen. Die  Kinder haben sich sooo riesig gefreut. Dann sind die Kinder in ihre 5 wöchigen Ferien gegangen. 

Graduation Catering Students

Einen Tag später war dann die Graduation der Catering Students. Auch an diesem Tag wurde alles schön geschmückt und ein Zelt für Eltern, Freunde und Bekannte aufgebaut. Die Feier startete um 10:00 zambian time mit einem feierlichen Einzug (Tanz) der Graduants. 

Im  Anschluss habe ich noch einmal die zwei Tänze mit den Kindern (ein paar sind extra nochmal gekommen) aufgeführt. Dann gab es viele Reden von der Schulleitung, einer Studentin und anderen wichtigen Leuten. Dann began die Zeugnisübergabe. Jeder Wurde einzeln nach vorne gerufen. Natürlich wurden ganz ganz viele Fotos gemacht.

Im  Anschluss wurden ein paar Studenten mit Geschenken geehrt. Es gab diese Kategorien: Most improved students, Most hard working students, Most punctual students, Most disciplined students and Best performance. Danach sind die Studenten kurz verschwunden und kamen dann tanzend mit zwei Kuchen wieder. Dann wurde der Kuchen von ein  paar Studenten angeschnitten. Damit war die ceremony vorbei und es gab Essen und Drinks. Es war eine richtig schöne Graduation und besonders die Studenten hatten richtig Spaß. 

Lusaka / Lake Kariba

Vom 03.12 bis 10.12  war ich mit zwei anderen  Freiwilligen erst in Lusaka und dann am  Lake Kariba. In Lusaka waren wir hauptsächlich um ein Visa und ein Zugticket für unseren Trip im Januar nach Tanzania zum Zwischenseminar zu bekommen. Wir haben uns aber auch noch das Projekt eines anderen deutschen Freiwilligen, der mit uns nach Tanzania fährt, angeschaut. Sein Projekt ist von der New apostolic church. Sie unterstüzen unteranderem weitere projekte im management. 

Danach sind wir mit einem Minibus (20 Leute+Gepäck) drei Stunden nach Siavonga, eine kleine Stadt am Lake Kariba, gefahren. Leider fahren dorthin keine großen Busse, da die Landschaft sehr bergisch ist. Dem entsprechend war die Fahrt auch sehr anstrengend und wir waren froh als wir am Lake ankamen. Unsere Lodge war  richtig super. Direkt am See und die Terasse (unser Frühstücksplatz) war mit Blick auf den See. Wir  waren so mit  die einzigen Gäste dort, da die Hochseason Ende December um Weihnachten ist. Am ersten Abend hat dann der Fußballclub von Siavonga eine Party bei unsere Lodge geschmissen und wir haben uns spontan angeschlossen. Wir haben viel getanzt und uns super mit den Leuten unterhalten. Am anderen Abend haben wir zu dritt Karten und Billiard gespielt. Tagsüber haben wir dann einen Bootsausflug zum Dam, zur Bananeninsel und zur Krokodilfarm gemacht.

 Leider durften wir nicht so nahe an die Krokodilfarm ran, sodass wir keine gesehen haben. Aber der Damm war schon beeindruckend und der Lake ansich auch. 

Denn der Lake Kariba ist der größte von Menschen angelegte See. Nach dem Bootstrip sind wir dann nochmal mit  dem Taxi zum Dam gefahren, da man von obendrauf eine viel bessere Sicht hatte. Von dort konnten wir die gigantische 128m hohe Damwand, die den Zambesi Fluss staut, bewundern. Und natürlich sind wir auch obendrüber nach Zimbabwe gelaufen. Das war schon sehr beeindruckend. 

Am Abend haben wir dann noch den Sonnenuntergang überm See genossen. Das war ein richtig genialer Trip. Das Wetter hat mitgespielt, unsere Lodge war super und wir haben viele nette Leute kennengelernt. Leider konnte man nicht in dem See schwimmen, da dort Krokodile drinnen sind. 

Weihnachtsvorbereitungen

Eine Woche vor Weihnachten habe ich mit den Weihnachtsvorberreitungen begonnen. Wir  haben im Chor zusammen mit den Erwachsenen Weihnachtssongs eingeübt (English und  Bemba). Dann habe ich Plätzchen zusammen mit meinen Geschwistern und meiner Cousine gebacken. Das war neu für sie, denn hier backt man nicht wirklich für Weihnachten. Dann wurden die zwei kleinen plastic Bäume aufgestellt un das Haus etwas geschmückt. Eine Weihnachtskrippe gibt es leider nur in der Kirche. Genauso wie den Adventskranz. Die deutsche Tradition eines Adventskalenders gibt es hier leider überhaupt nicht. 

Weihnachten

Begonnen hat Weihnachten mit dem 24.12 Heiligabend. An diesem Tag bin ich Abends um 19:00 Uhr mit meiner Mom und meiner kleinen  Schwester in die Christmette. Meine große Schwester hat im Chor gesungen und meine Cousine war in ihrer Kirche (Pentecostal church). Der  Gottesdienst war sehr schön und vorallem der Chor war richtig gut. Er hat hauptsächlich englishe Weihnachtslieder gesungen. Anschließend sind wir nach  Hause. Dort war ein ganz normaler Abend, bis auf das wir um Mitternacht zusammen Weihnachtslieder gesungen haben. Also meine Mom, meine große Schwester, mein Bruder und ich. Meine Gastfamilie kann richtig gut singen. Am 25.12 sind wir dann zusammen morgens wieder in die Kirche und meine  Schwester hat wieder gesungen. Anschließend waren wir zu Hause und wir Kinder  haben gekocht. Abends gab es dann die Geschenke, die Santa gebracht hat. Sie lagen im Wohnzimmer unter unserem plastik Bäumchen. 

Meine kleine Schwester durfte dann die  Geschenke verteilen und wir haben sie alle gleichzeitig ausgepackt. Natürlich Hat dann auch jeder einmal vorgestellt was er bekommen hat. Es war richtig schön. Hier ist es so das so gut wie immer Klamotten geschenkt werden. Und hier in  Zambia ist es eigentlich so, dass Weihnachten nicht so ein Familienfest ist wie man es aus Deutschland kennt. Es ist eher ein kirchliches Fest, wo der Gottesdienst im Vordergrund steht. 

Volunteer Christmas und Willkommens Party

Vom 26.12 auf den 27.12 hatten wir unsere Weihnachtsfeier der Freiwilligendienste und gleichzeitig die Willkommensfeier von zwei Freiwilligen, die für ein Jahr in Deutschland waren. Wir haben alle zusammen in Francisdale (bei den Fathers) ein BBQ gemacht.

Wir haben viel getanzt zu zambischer Partymusik. Dann hat ein Father noch eine kurze Rede zum Willkommen der beiden Freiwilligen gehalten. Anschließend haben wir noch einen Film über Freiwilligendienste (Blickwechsel) geschaut. Die „Jüngeren“ haben dann noch etwas UNO gespielt. Am nächsten Morgen waren wir im Gottesdienst (auf Bemba) und  haben anschließend noch gemeinsam gefrühstückt. Es war eine wunderschöne Party. Wir hatten alle  riesigen Spaß. 

End of Year Party 

Am 30.12 war die Jahres-End-Party der Jugendlichen der Cathedral. Es war ein Braii mit viel Musik und Tanz. Die Party war offiziel von 14:00 bis 20:00 Uhr. 

Aber alle kamen erst gegen 17:00 Uhr. Dann hat jeder ein Packet mit Chicken, Meat und Sausage bekommen. Wir haben dann alle zusammen auf einem riesigen Gill die Sachen gerillt. 

Nach dem Essen haben wir dann den ganzen Abend getanzt und gequatscht. Es war richtig cool. Dann wurde um 20:00 Uhr der ofizielle Teil mit einem Gebet beendet und danach haben wir noch etwas weiter getanzt. 

Silvester

An Silvester war ich mit meiner Schwester und meiner Cousine aus. Wir waren haben ganz viele Freunde getroffen. Hatten einen wunderschönen Countdown bei Bo Jungles (Bar). Dort war auch ein Auftritt von einem sehr bekannten zambischen Rapper, namens Slap Dee. Natürlich kannte ich ihn nicht, aber die Musik war richtig gut. 

Als es dann genau 00:00 Uhr war haben wir uns alle ein Happy New Year gewünscht und es gab ein Feuerwerk vor der Bar. Dann kamen auch meine Freunde von der Cathedral. Danach haben wir dann noch „ein bisschen“ weiter gefeiert. 

Ich wünsche euch allen ein frohes und gesegnetes neues Jahr!!! 🙂