Leben in Sambia-Magdalena Ziegler-

​Ganz herzliche Einladung zu einem Vortrag über meinen einjährigen Freiwilligendienst in Sambia. Am Sonntag, 24.09.2017 werde ich um 17:00 Uhr im Jugendzentrum „PEEZ“ (Dietkircher Straße 14, 65611 Niederbrechen) meine Bilder und Filme zeigen und von meinen Erlebnissen erzählen.

Themen meines Vortrags:

  • meine Projekte (Schule, Internat für körperlich beeinträchtigte Kinder und Nutrition-Center)
  • Natur
  • Familie
  • Leben im Konvent
  • Essen
  • Transportmittel
  • Kultur
  • Arm und Reich
  • Feste

Ich freue mich über Spenden für das Nutrition-Center in Kawama (siehe Bild)

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Abschied und Ankommen

Nun bin ich schon seit knapp einer Woche wieder in Deutschland und finde endlich etwas Zeit um meinen Blogbeitrag für meinen letzten Monat in Zambia und mein Ankommen in Deutschland zu verfassen. Es war wieder einiges los Ende Juni und den kompletten Juli.

Exhibition Ndola

Exhibition Ndola

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich ja schon von der Exhibition in Luanshya und Kitwe erzählt. Ende Juni gab es auch eine Exhibition für alle katholischen Schulen im Copperbelt in Ndola. Dagama war hauptsächlich für das Singen im Gottesdienst zuständig. Nach dem Gottesdienst in der Cathedral hat jede Schule einen Stand mit selbstgemachten Sachen gestalltet. Es gab alles mögliche. Die Exhibition fand auf der Schulwiese der Dominican Konvent School statt. Es gab auch ein Bühnenprogramm mit Tanz, Gesang und Gedichten.

Exhibition Ndola Gedicht

Für mich war dieser Tag nochmal besonders, weil ich durch solche Ausflüge die Da Gama Schülerinnen und Schüler nochmal besser kennengelernt habe und weil noch ganz viele andere Leute die ich kannte da waren. Meine kleine Schwester und meine Mom, meine Freunde vom Chor, St. Kizito School (mit Niklas und Persilvia) und die St. Martha School waren dort. Mit ihnen habe ich sogar am Ende einen Tanz, den ich ihnen beigebracht habe, mit ihnen getanzt. Das war ziemlich lustig, da viele Leute einfach mitgetanzt haben. Auch der Bishop war dabei.

Taufe und 1. heilige Kommunion

Als nächstes haben wir in Da Gama die Taufe und 1. heilige Kommunion einiger Schülerinnen und Schüler gefeiert. Wir hatten einen gemeinsamen Gottesdienst in der Schulhalle. Die Schülerinnen hatten alle ihre weißen Röcke und Oberteile an und ihre Taufkerzen. Die Taufe an sich war dann auf Bemba.

Taufe

Taufe Gruppenbild

Die 1. heilige Kommunion fand dann zusammen mit den anderen Kindern der Gemeinde in der Kirche statt. Die Kirche war so voll und es sind sehr sehr viele Kinder zur 1. heiligen Kommunion gegangen. Sister hat dann mit den Kindern die getauft und zur 1. heiligen Kommunion gegangen sind einen Ausflug nach Ndola zum Flughafen gemacht. Das war etwas ganz besonderes für sie. Sie haben auch Kronen bekommen, die natürlich auf der Party am Abend aufgezogen werden mussten. Wir haben am Abend den Essenssaal schön geschmückt, es gab Softdrinks, Kuchen und es wurde viele getanzt. Leider wurde der Abend durch einen Powercut viel zu früh beendet.

Taufe Feier 1

Taufe feier

Besuch bei Father Nico

An einem Wochenende sind wir nach Kalulushi, um Father Nico zu besuchen. Wir hatten dort ein schönes Wochenende mit Gottesdienst, Feiern und sehr netten Gesprächen.

Father Nico

Besuch Gruppe aus Hadamar

Reisegruppe Bishop

Vom 1.07 bis 17.07 kam eine Gruppe aus Hadamar zu Besuch nach Zambia. Sie haben sich dort ihre verschieden Projekte, die sie unterstützten, angeschaut und viele Freunde wieder getroffen. Zu erst sind wir allerdings nach Livingstone, um die Victoria falls zu sehen und eine Safari zu machen. Wir hatten einen sehr schönen Gottesdienst mit dem Bishop von Livingstone zur Begrüßung. Dann noch die Falls und die Safari. Es war ein sehr schönes Programm. Ich fand es noch einmal besonders schön die Victoria Falls zu einer anderen Zeit (nicht mehr so ganz krass voll) zu sehen. Mein persönliches Highlight war ein Slide über die Schlucht von Zambia nach Zimbabwe. Das war ein richtig hammer Gefühl.

Slide 1

Slide 2

Nach Livingstone war die Gruppe in Kitwe, Luanshya und Ndola. Sie haben sehr viel gesehen und ein sehr straffes Programm. Ich war nicht die ganze Zeit dabei, da ich auch noch Unterricht in Da Gama geben wollte, meine Cousine verabschiedet habe und ich meine Haare noch ein letztes Mal gemacht habe. Ich war natürlich dabei als sie nach Da Gama und Kawama kamen. Das waren zwei wunderschöne Tage mit viel spielen, Gesang und Tanz.

Besuch meiner Freunde in Da Gama

An einem Sonntag kamen meine Freunde vom Chor mich in Da Gama besuchen. Das war ziemlich cool. Wir haben alle zusammen gespielt, quatsch gemacht und gesungen. Mich hat es richtig gefreut, dass ich meine beiden Orte Ndola und Luanshya durch solche Besuche ein Stück miteinander verbinden konnte. Und dadurch konnte ich ihnen noch einmal zeigen wie schön das Projekt Da Gama ist.

Freunde zu besuch

Abschiede

Dann kamen auch schon meine ganzen Abschiede. Als erstes musste ich mich von meiner Cousine verabschieden. Sie ist nämlich schon Anfang Juli in Norden Zambias zum studieren gezogen. Dann hat meine Gastfamilie und meine Freunde eine Abschiedsparty für mich organisiert. Das war einfach nur genial und ich hätte niemals damit gerechnet. Es kamen richtig viele Freunde. Es gab Reden, Barbecue, einen Kuchen und Tanz. Es war einfach ein richtig schöner Abend und ich habe mich sooo riesig gefreut. Dann habe ich mich von meiner großen Schwester verabschiedet. Sie ist wieder zurück nach Südafrika zum studieren geflogen. In den Wochen vom 22.07 bis zu unserem Abflug am 01.08 hieß es dann nur noch Abschied nehmen. Es gab noch eine Abschiedsparty von Niklas und eine wunderschöne Abschiedsfeier vom Volunteerprogram. Dann habe ich noch einen Tag in St. Martha verbracht, wir waren nocheinmal in Francisdale/Fatima, ich habe meinen Freunden Auf Wiedersehen gesagt, habe Muffins zum Abschied mit den Schülerinnen und Schülern von Da Gama gebacken und war noch ein letztes Mal mit meiner zambischen Familie essen. Alles war auf einmal das letzte Mal für eine Zeit. Das letzte Mosi, der letzte Powercut, das letzte Mal mit der Hand waschen, das letzte Mal Nshima in Zambia. In dieser Zeit kam auch immer wieder die Frage auf: Wann kommst du wieder? Natürlich konnte ich keinen Zeitpunkt nennen, da ich jetzt erst einmal anfange soziale Arbeit zu studieren, aber der Wunsch wieder nach Zambia zu kommen ist auf jeden Fall da. Natürlich sind auch alle immer in Deutschland herzlich Willkommen.

Flughafen alle

Flughafen Mom

Ankommen

Ankommen

Am 02.08 sind wir dann in Deutschland angekommen. Ich wurde von meiner Familie und einer Freundin mit Plakaten Willkommen geheißen. Das hat mich sehr gefreut. Am Anfang waren einige Sachen doch ziemlich komisch. Zum Beispiel die riesigen Häuser, die Straßen, der Verkehr, die Hektik, das Essen… Es fallen einem wieder ganz viele Sachen auf, die so Anders sind. Zambia und Deutschland sind schon zwei verschiedene Welten.

Alltag in Da Gama

​Kaum zu glauben, aber es ist schon wieder einen ganzer  Monat vorbei. Die Schule hat wieder angefangen und auch der Computer Unterricht läuft wieder. Ich unterrichte weiterhin die 4-6 Klasse Montags, Dienstags und Mittwochs. An den anderen Tagen fahre ich immer wieder mit einer Sister in die Nutrition Centers. Mittlerweile kenne ich auch alle 5 und das old peoples home. Am Wochenende bin ich entweder in Da Gama oder in Ndola. Im letzten Monat gab es ein paar Besonderheiten.

Singing-competition

Am 20.05  gab es eine Singing-competition der youth meiner anderen Gemeinde in Luanshya. Die einzelnen Chitente Gruppe haben gesungen. Leider kamen nur 3 Gruppen. Ich habe mit einer Gruppe immer mal wieder geprobt. Sie kamen nach Da Gama. Dadurch habe ich ein bisschen Anschluss an die Jugendlichen in Luanshya bekommen. Meine Gruppe wurde dann zweiter.

Leider musste ich schon früher gehen, da ich einen Kuchen für die Sisters gebacken habe. Wir haben am Abend nämlich den Geburtstag von 4 Sisters, mit Tanz, Kuchen und Geschenken gefeiert. 

Initiation into postulancy

Am 16.05 haben wir den Begin der Ausbildung der Bewerberinnen als Sisters gefeiert. Bevor man als Sister in die Congregation aufgenommen wird, durchläuft man eine Art Ausbildung. Als Erstes lebt man für 3 Monate in einem Konvent um zu schauen, ob man wirklich in einer solchen Gemeinschaft leben kann. Der zweite Schritt ist das Postulat. Sie verlassen ihre Familien und ziehen ins Konvent. Sie sind dann zwei Jahre Postulants. Danach wird man Novice für zwei weitere Jahre. Erst dann kann man Sister werden. Ich war auf der Feier, wo die Bewerberinnen zu Postulantinnen wurden. Es gab einen Wortgottesdienst mit viel Tanz und einer feierlichen Übergabe des Kreuzes der Franciscan sisters von Assisi. Danach haben wir gegessen, getanzt und es gab einen Kuchen. Es waren 5 Mädchen. Alle so um die 20. 

Besuch aus Italien

Für drei Wochen hatten wir Besuch von einem älteren Ehepaar und einer jungen Lehrerin aus Italien. Die Franciscan sisters von Assisi haben ihren Ursprung in Italien und somit viele Freundschaften dort hin. Das Ehepaar kommt seit 20 Jahren jedes Jahr nach Zambia, um dort Schulen und andere Projekte zu unterstützen. Ich hatte auch die Möglichkeit ein paar Schulen von ihnen zu besuchen. Es ist schön zu sehen wie sich die Kinder freuen in die Schule zu gegen, auch wenn sie 5 km entfernt wohnen und jeden Tag zu Fuß kommen. 

Exhibition Luanshya und Kitwe

Am 2.06 hatten alle special Schools in Luanshya eine Exhibition. Es kamen Schulen für mental challenged, physically challenged und Taubstumme Schülerinnen und Schüler. Es war ziemlich interessant, vor allem als die Taubstummen getanzt haben, ohne die Drums zu hören. Ich war ziemlich beeindruckt. Da Gama hat gesungen, getanzt, ein Gedicht aufgesagt, Kekse gebacken, Blumen aus Plastikflaschen gebastelt und vieles mehr. Ich habe einer Schülerin gezeigt wie sie die sambische Flagge mit Hilfe von paint malen kann. Sie hat alles super erklärt und auch die Jury war begeistert. 

Am 09.06 hatten wir dann die gleiche Exhibition für alle Städte im Copperbelt. Dieses Mal sind wir nach Kitwe gefahren und haben wieder alle Sachen präsentiert. Es gab sogar die Kategorien Mode, Kultur, Musik, Zeichnen und Agra Wissenschaften. Es war sehr schön und wir hatten viel Spaß. Leider haben wir nichts gewonnen. 

Hier noch ein paar alltägliche Bilder beim Fußball und Karten spielen oder waschen. 

Schulferien

​Vom 13.04 bis 15.05.2017 hatte ich Schulferien. Die Kinder von Dagama sind alle nach Hause gefahren und auch ein paar Sisters sind weggefahren. Es war also ziemlich still in Dagama und so habe ich mich entschieden für die 4 Wochen wieder nach Ndola zu gehen. Meine Gastfamilie hat sich riesig gefreut und auch meine Freunde waren happy. Leider waren auch St. Martha und das CBR in Chipulukusu zu. Also habe ich die Zeit genutzt, um mich mit Freunden zu treffen. Zwei etwas besondere Ereignisse gab es dann doch noch:

DYD (Diocesan youth day)

Kaum zu glauben: 5.000 Jugendliche waren beim diesjährigen, dreitägigen Dyd in Mufulira. Und wir waren dabei. Ich war ziemlich gespannt was dort passieren wird. 

Am Donnerstag sind wir früh morgens (gegen 7) von der Cathedral in Ndola aufgebrochen. Von meiner Gemeinde waren wir alleine schon 45 Leute. Wir sind in zwei Kleinbussen zur devine mercy church in Ndola gefahren. Dort haben wir einen sehr schönen Aussendungsgottesdienst mit allen Parishes von Ndola gehabt. Mein Jugendchor war für den Gesang zuständig. Danach sind wir weiter nach Mufulira. Ich habe noch nie so viel gesungen und gelacht im Bus. Es war einfach genial. In Mufulira mussten wir uns erst registrieren. Jeder hat eine Identity card mit Name und Parish bekommen. Dann sind wir weiter zur School, wo die Mädels geschlafen haben und wo gleichzeitig das ganze Programm statt fand. Die Jungs haben in einer anderen Schule geschlafen und sind immer hin und her gelaufen (morgens und abends). Wir haben mit mehreren in Klassenzimmern auf dem Boden geschlafen. Jeder hatte sich Decken mitgebracht. Wir haben es uns dann so gemütlich wie es geht gemacht. Später habe ich erfahren, dass es auch welche gab, die nur auf einem dünnen Chitenge geschlafen haben. 

Gekocht hat jede Parish für sich. Wir hatten eine Frau (Bamayo=Mutter), die super leckeres, einfaches Essen,  für uns gekocht hat. 

Geduscht wurde im Dunkeln auf der Wiese mit einem Eimer kaltem Wasser. Das ging voll, aber dennoch wurde ich immer genau beobachtet. Denn wann hat man schon mal eine Weiße (Muzungu) so duschen sehen. Die Toiletten waren allerdings nicht so gut. Für das Programm wurde auf dem großen Fußballfeld eine Bühne mit Lautsprechern aufgebaut. 

In einem Kreis oder eher Hufeisen wurden dann die Zelte mit den Stühlen für die Jugendlichen platziert, sodass jeder die Bühne sehen konnte. 

Dann gab es viel Bühnenprogram. Es gab, Motivation Talks (English/Bemba), Discussions, einen Tanz, ein Bibelquiz und Gottesdienste. Für mich war es ein bisschen zu viel sitzen und zuhören. Aber ich war ja in bester Gesellschaft. Das Highlight würde ich sagen war Healing and Deliverance. Da standen alle vor der Bühne und waren richtig dabei. Einige die so ergriffen waren, haben sich gedreht, geschrienen und sind umgefallen. Sie wurden dann zur Bühne getragen. Andere haben einfach nur in tongues geredet. Am Ende haben alle gefeiert und getanzt. Es war definitiv ein Erlebnis. Am letzten Abend haben meine Freunde und ich noch um einen Brazier (zambisches Lagerfeuer) gesessen und haben gesungen und uns Geschichten erzählt. Dann sind wir am nächsten Tag wieder mit viel Gesang heim. Ich fand es richtig cool mit meinen Freunden auf dem Dyd. Wir waren eine super Gruppe.

Abschied Lara

Am 07.05 hatten wir eine kleine Abschiedsfeier für Lara. Wir haben zusammen gekocht, gegessen und saßen nochmal nett zusammen. Am 10.05 ist sie dann wieder zurück nach Berlin. Sie war 7 Monate mit uns in Zambia und wir haben viel zusammen erlebt. 

Basketball und Muffins

In den Ferien habe ich dann viel mit Freunden gemacht. Unter anderem Marmormuffins gebacken und Basketball gespielt. 

Jetzt bin ich wieder in Dagama für die restliche Zeit. Ich freue mich schon die Schüler wieder zusehen und bin gespannt was so die nächste Zeit passiert.

Familienbesuch

Meine Schwester kommt

Am 19.03 kam meine Schwester aus Deutschland. Sie hat eine Woche lang mit mir in Dagama gewohnt und mitgearbeitet. Wir haben zusammen Computerunterricht gegeben, haben mit den Schülerinnen und Schülern gespielt, gesungen und gelacht, waren in zwei Nutrition centern, einem Altersheim und einer secondary school. 

Sie hat so zu sagen meinen Alltag miterlebt. Das war sehr schön und wir konnten viel quatschen. Am Freitag (nicht Karfreitag) haben wir den Kreuzweg mit den Schülerinnen und Schülern als Theater aufgeführt. Die Schülerinnen und Schülern beten jeden Freitag den Kreuzweg. Immer mit einer anderen Methode. Der Kreuzweg war total schön und recht spontan. 

Dann hat meine Schwester noch einen Tag in meiner Gastfamilie verbracht. 

Meine Eltern kommen

Am 26.03 kamen dann unsere Eltern. Das war schon etwas merkwürdig am Anfang, aber es war so schön, da meine Gastfamilie mit zum Flughafen kam. Dann sind wir ins Gästehaus. In diesem 3 Wochen wo meine komplette Familie da war haben wir sehr viel erlebt. 

Erste Woche

In der ersten Woche haben meine Eltern Ndola, meine Projekte und meine Gastfamilie kennengelernt. 

Wir waren im Copperbeltmuseum, im Central hospital (das war krass, weil wir echt alles gesehen haben. Auch Psychiatrie, Intensivstation, Frühgeborenen und die Leichenhalle mit Leichen), Masalla Market, St. Kizito school in Kitwe und Francissale. Dann waren wir natürlich in der St. Martha school. Dort haben wir der Schule einen “Tower of cooperation„ geschenkt. Das kam total gut an.

Das gleiche Spiel haben wir auch Dagama geschenkt. Dort war ich ziemlich beeindruckt wie schnell sie den Turm gebaut haben. 

Zweite Woche

In der zweiten Woche hatten wir ein Touristenprogram. Wir sind am Sonntag nach Livingstone mit dem Bus. Das war ziemlich lange, da zwischendurch auch noch ein Rad geplatzt ist. In Livingstone haben wir bei einer anderen Freiwilligen im Projekt (Cheshire home) übernachtet. Es ist eine kleine Schule für physical and mental challenged children. Manchmal kommen Kinder von dort auch nach Dagama in die Schule. Am nächsten Tag sind wir über die Grenze nach Botswana für eine 3 tägigen Safari mit zelten. Das war ziemlich cool. Wir haben zwei Bootstouren und mehrere Jeep fahrten gemacht. Nachts haben wir in Zelten im Nationalpark geschlafen und einmal waren die Löwen sogar in der Nähe von unserem Camp. Man konnte sie hören. 

Generell haben wir ziemlich viele Tiere gesehen. 74 verschiedene Arten (50 waren Vögel). Wir sahen ganz viele Löwen, Elefanten, Giraffen, Büffel, Krokodile, Impalas, Adler, Murmeltiere, eine Kobra und vieles mehr. Es war einfach beeindruckend sie in freiher Wildbahn, höchstens 3 Meter von unserem offenen Jeep entfernt. Einfach nur genial. 

Nach der Safari waren wir dann bei den Victoria falls. Die waren sehr beeindruckend und total voll, wegen der guten Regenzeit. Da half auch keine Regenjacke.

Nach Livingstone sind wir dann noch nach Lusaka, wo wir bei einer wunderschönen Palmsonntagsprozession mit gemacht haben. 

Anschließend waren wir noch auf dem traditionellen Markt und sind am nächsten Tag wieder zurück nach Ndola. 

Dritte Woche 

In dieser Woche waren wir im Youth center, hatten ein wunderschönes Programm mit einem ehemaligen Freiwilligen und haben seine ehemalige Schule und Familie kennen gelernt, haben Mission Press (katholische Druckerrei) besucht, haben die Dominican konvent school gesehen, waren im Stadion (auch bei einem Spiel) und haben die Ostergottesdienste miterlebt. 

Die Gottesdienste waren sehr lange und würdevoll. Karfreitag war 5 Stunden lange und die Osternacht 4 ½ Stunden, da noch 17 Leute (meist Jugendliche und Erwachsene) getauft wurden und 19 gefirmt. 

Anschließend saßen wir noch zusammen und haben Wein getrunken und einen Schoko-Osterhasen gegessen.

Ostereier bemalen

Am Mittwoch nach Ostern habe imch dann mit meiner kleinen Schwester und ihren Freundinnen Ostereier bemalt. Etwas spät, aber es hat dennoch sehr viel Spaß gemacht. Im Anschluss haben wir natürlich die Ostereier auch versteckt und gesucht. 

Jetzt ist meine deutsche Familie wieder weg und ich habe 4 Wochen Schulferien. Die Schülerinnen und Schülern von Dagama sind alle nach Hause gefahren und ich bin jetzt wieder in meiner Gastfamilie und genieße die freihe Zeit mit meinen Freunden und Gastfamilie. 

Dagama

Seit dem 13.03.2017 bin ich nun in meinem neuen Projekt in Dagama. Dagama ist eine Boarding school für physical challenged children in Luanshya. Luanshya ist ca. 45 Minuten von Ndola entfernt. Die Schule wird von Franciscan sisters geleitet. Es gibt 12 Klassen (1-12) mit ca. 10-15 Schülerinnen und Schülern pro Klasse. Die Schule hat Klassenräume, einen Computerraum, Labor (Science), eine Küche (Home economics), Physio Raum, eine Halle, einen Essenssaal, Küche, Nähzimmer, Werkstatt, Garten, Büros, Schlafsääle, Waschräume und ein großes Außengelände mit einem Fußballfeld. In der Schule wird hauptsächlich English geredet. Nur die erste Klasse wird komplett in Bemba unterrichtet. Ich habe ein Zimmer direkt neben den Schlafsälen der Mädchen. Meistens esse ich dann mit den Sisters. 

Meine Aufgabe

Meine Aufgabe ist es, der vierten, fünften und sechsten Klasse Computer-Unterricht zu geben. Die Bedingungen sind besser als in St. Martha, da fast jeder an einen eigenen Computer kann und ich 1 1/2 Stunden Zeit habe. Zudem kann ich meinen Laptop mit dem Beamer verbinden und somit vorne an der Tafel zeigen, wie es geht. Das macht das Unterrichten viel einfacher.

Grade 1

Dann war ich in meiner ersten Woche in der ersten Klasse. Dort sprechen die Kinder nur Bemba. Ab der zweiten Klasse wird dann auch English beigebracht. Ich habe den Kindern in Mathe geholfen. In diesem Fach konnte ich recht viel helfen, da die Zahlen auf English sind. Dennoch war das gar nicht so einfach, da manche auch nicht so gut schreiben können. Danach habe ich noch ein paar Hefte korrigiert. Wenn die Kinder etwas neues Beigebracht bekommen sitzen sie meistens direkt vor der Tafel auf einem Teppich damit sie nicht so abgelenkt werden von anderen Dingen. Am Ende des Unterrichts mussten sie dann noch die Klasse sauber machen.

Nutrition center

Am Freitag morgen war ich im Nutrition center. Das sind Zentren in Compounds in und außerhalb des Stadtzentrums. Dort kommen die Kinder, die nichts zu Essen zu Hause bekommen, hin. Mache von ihnen können auch nicht zur Schule, da die Familie kein Geld für Essen und Bildung hat. Es gibt immer Eltern die dort das Essen kochen. Die Franciscan sisters haben 5 center. Zu jedem fahren sie einmal in der Woche und bringen Essen für die ganze Woche. Für Frühstück und Mittagessen. Ich war in dem Center in Kawama. Dort gab es 2 kleine Häuser (jeweils 1 Raum). In dem einen wurde gekocht und in dem anderen gegessen. Die Sister und ich haben dann mit den Kindern Kreis- und Klatschspiele gespielt. Danach habe ich nochmal kurz geholfen Nshima zu kochen. Allerdings war in dem Haus so viel Rauch (kaum Fenster zum abziehen), dass ich nach einer Minute wieder raus musste, da meine Augen gebrannt haben. Da haben die Eltern, die fast den ganzen Tag da drinnen sind, mir schon leid getan. 

Anschließend haben die Kinder dann Hände gewaschen, gebetet und gegessen. Wir sind dann auch wieder heim gefahren. 

Physio

Nachmittags war ich dann öfter bei der Physiotherapy. Dort haben die Kinder erst ein paar Übungen alleine gemacht (ich habe ihnen ein paar gezeigt) und dann kam der Physiotherapist und hat nochmal spezifische Übungen mit einzelnen Kindern gemacht. 

Freizeit mit den Schülern

Am Nachmittag und Abend sitze ich auch sehr gerne draußen mit den Schülern, zeige Bilder, spiele Spiele, höre Musik, quatsche mit ihnen oder spiele Querflöte. Das macht mir immer besonders viel Spaß. Sehr beeindruckend fand ich auch, dass jeder Schüler oder jede Schülerin bei den Klatschspielen mitgemacht hat, auch wenn sie oder nur einen Arm hatte. 

Es war eine sehr schöne erste Woche in meinem neuen Projekt. Am 19.03.2017 kam dann meine Schwester aus Deutschland. Sie hat eine Woche meinen „Alltag“ in Dagama mit erlebt. Am 26.03.2017 kamen dann noch meine Eltern. Sie waren 3 Wochen da. Ich habe ihnen meinen Alltag und meine Projekte gezeigt. Dann habe sie meine Gastfamilie kennengelernt und wir hatten ein Touristen-Programm. Davon berichte ich später.

Die letzten Wochen in Ndola

Der Februar verlief recht normal. Die Kinder und Lehrer in der Schule haben sich alle sehr gefreut, als ich aus Tanzania zurück kam. Auch meine Gastfamilie und meine Freunde waren froh. So ist sehr schnell wieder Alltag eingekehrt. Nur eine Sache stand eigentlich Ende Februar bevor. Der Projektwechsel und somit ganz viele Abschiede. Aber erstmal war mein „belated birthday“.

Geburtstag

Am 18.02 habe ich meinen Geburtstag in meiner Gastfamilie nachgefeiert. Gleichzeitig haben wir den Geburtstag meiner großen Gastschwester vorgefeiert. Sie ist am 19.02 zurück nach Südafrika geflogen. Meine Gastmutter hat für jeden von uns eine Torte bestellt. Dann haben sie mir Happy Birthday gesungen. Meine kleine Gastschwester hat dann meine große Schwester und mich mit Torte im Gesicht beschmiert. Das ist Tradition. Da musste sogar mein Gastvater durch. Dann habe ich die Tote angeschnitten und meine Cousine hat mich gefüttert. 

Dann hat jeder ein Stück bekommen. Ich habe mich total gefreut.

CBR (Chipulukusu)

 Am 09.03 bin ich früh Morgens mit einer Schwester meiner Schule ins CBR (community based rehabilitation center) nach Chipulukusu gefahren. Ich war ziemlich gespannt was mich dort erwartet. Chipulukusu ist ein recht armes Compound in der Diözese Ndola. Ich bin dann früh morgens mit der Sister mit öffentlichen Verkehrsmitteln dahin gefahren. Ich war sehr aufgeregt. Das Center besteht aus einem Office, einer Küche, einem kleinen Garten, einem Workshopraum (er wird allerdings nicht benutzt) und einem Therapieraum. In dem Therapieraum lagen ein paar Matratzen und spezielle Stühle zum sitzen und stehen lernen. Zu beginn hat mir die Sister noch die Community school, die mit auf dem Gelände ist, gezeigt. Ich habe mich auch in jeder Klasse kurz vorgestellt und anschließend mich nochmal etwas mit dem Leiter unterhalten. Diese Schule hat 7 Klassen und wird von der Kolpingfamilie in Flörsheim (gehört zum Bistum Limburg) unterstützt. Anschließend sind wir wieder zurück zum CBR. Dort waren auch inzwischen einige Kinder mit ihren Eltern. Die Sister hat mir dann gezeigt, welche Übungen sie mit den Kindern macht. Ich durfte natürlich auchmal helfen. 


Es hat sehr viel Spaß gemacht und die Sister hat mir stolz von ihren Erfolgen berichtet. Ein Kind konnte nach einem halben Jahr endlich sitzen. Die Mutter war so begeistert und hatte niemals damit gerechnet. Sie konnten nicht laufen oder auch sitzen. Ein 5 Monate altes Baby hat den Kopf immer in den Nacken gelegt. Nachdem wir mit der Physio fertig waren, haben die Eltern gekocht und ein paar Kinder haben Fußmatten aus alten Säcken und Stofffetzen hergestellt. Manchmal brauchen sie ein ganzes Jahr für eine Fußmatte. Die Sister und ich sind dann zu einem anderen Projekt von einer Mitschwester. Sie hat Unterricht in Bemba und English (vorallem Grammar und schreiben), im Nähen und im Kochen. Ab und zu kommt auch ein Arzt dort hin und macht ein AIDS Test und Aufklärungsunterricht. In diesem Projekt werden auch Hasen und Hühner zum Verkauf gezüchtet und Mielie Meal (für Nshima) hergestellt. 

Anschließend sind wir wieder zurück. Ich habe dann noch für alle Kalembula (sweet potato leaves) gekocht. Wir haben gemeinsames gegessen und danach haben die älteren Kinder die Küche aufgeräumt. Ich habe dann mit den kleinen gespielt. Als alle fertig waren gab es Sportunterricht. Dafür sind wir raus und haben mit dem Gummitwist und Springseil gespielt. Das hat total Spaß gemacht. Alle haben mitgemacht. Das Springseil haben sie aus alten Gummies gebastelt. 

Dann fing es an zu regnen. Wir sind rein und haben drinnen noch zusammen getanzt bis der Regen aufgehört hat und wir heim sind. Auf dem Rückweg zur Hauptsstraße, wo die Taxis abfuhren haben wir ganz viele Kinder gesehen, die im dreckigen Regenwasser gespielt haben. Das hat mich etwas schokiert. 

Es war ein wunderschöner Tag mit vielen neuen Erfahrungen. 

CBR (Chifubu)

Am Freitag war ich dann im CBR in Chifubu. Es ist zwar auch ein Compound, aber nicht so arm. Das CBR war sehr liebevoll eingerrichtet und war auch ziemlich gut ausgestattet. Allerdings kamen nicht so viele Kinder. Es waren 5 Kinder dort. Am Morgen haben die Kinder geputzt und anschließend gab es Unterricht. An diesem Tag war auch eine ehemalige Freiwillige mit in dem Projekt und so haben wir uns in der Zeit, wo die Kinder geputzt haben etwas unterhalten können. Im Unterricht haben wir dann beide geholfen. Wir haben ein Vogel in die Hefte gemalt. Den haben die Kinder dann erst ausgemalt. Und anschließend haben wir dir Körperteile beschriftet und abgefragt. Das war nicht so einfach, da die Kinder nicht wirklich English konnten. Aber die ehemalige Freiwillige konnte besser Bemba als ich und so haben wir dass dann gemeinsam so mehr oder weniger hinbekommen. Wir haben danach dann auch noch einen Menschen angemalt. Das ging viel besser als der Vogel. Danach haben wir dann gemeinsam gekocht und gegessen. Die Kinder haben dann noch etwas Fernseh geschaut und dann sind wir auch schon wieder heim gefahren. 


Abschiede

Meine Abschiede waren etwas verstreut, da ich letztendlich erst 2 Wochen später (also Mitte März) gewechselt habe. Der Termin hatte si ch aus mehreren Gründen öfter verschoben. Ich habe letzt endlich am 13.04 mein Projekt  und somit auch Ndola und meine Gastfamilie gewechselt. Ich bin nun in Luanshya (andere Stadt im Copperbelt, ca.40 Minuten von Ndola entfernt)  in Dagama. Nachher mehr dazu. Die Abschiede haben damit begonnen, dass meine große Schwester zurück nach Südafrika zum Studium ist. Ihr letzter Abend war, als wir unsere Geburtstage gefeiert haben. Als nächstes habe ich mich von meiner Citente Gruppe verabschiedet. Es wurden viele schöne Sachen gesagt. Auch vom Jugendchor haben ich mich sogar 2 mal verabschiedet. Das war besonders schön, da wir alle (ca.30Leute) in einem großen Kreis standen und nochmal zusammen ein Lied auf Bemba und eins auf English gesungen haben. Da hatte ich auch richtig Gänsehaut. Natürlich wurden danach auch noch Fotos gemacht und ich habe ihnen ein selbstgemachtest Liederbuch geschenkt. 

Dann hatten wir mit den Lehrern ein gemeinsames Lunch. Sie haben extra ein Chicken prepared als Zeichen des Respects. Und dann wurde sogar noch eine kleine Rede gehalten und ich habe ein Geschenk bekommen. Dann habe auch ich ein Geschenk übergeben. Es war total schön. Dann habe ich mich noch ganz doll von den Kindern verabschiedet. Sie waren alle sehr traurig. 

Zum Schluss habe ich mich bei meiner Gastfamilie mit einer Torte bedankt. Sie lieben Torte. 

Die Abschiede waren schon etwas traurig, aber das gute ist, ich werde sie alle wiedersehen. Luanshya ist nicht so weit weg. Und auch meine Schwester kommt im Juni/Juli für ihr Ferien zurück nach Ndola.

Jetzt bin ich erstmal sehr gespannt auf Dagama. Und bald kommt dann auch schon meine Familie aus Deutschland zu Besuch. Darauf freue ich mich auch schon sehr.