Dagama

Seit dem 13.03.2017 bin ich nun in meinem neuen Projekt in Dagama. Dagama ist eine Boarding school für physical challenged children in Luanshya. Luanshya ist ca. 45 Minuten von Ndola entfernt. Die Schule wird von Franciscan sisters geleitet. Es gibt 12 Klassen (1-12) mit ca. 10-15 Schülerinnen und Schülern pro Klasse. Die Schule hat Klassenräume, einen Computerraum, Labor (Science), eine Küche (Home economics), Physio Raum, eine Halle, einen Essenssaal, Küche, Nähzimmer, Werkstatt, Garten, Büros, Schlafsääle, Waschräume und ein großes Außengelände mit einem Fußballfeld. In der Schule wird hauptsächlich English geredet. Nur die erste Klasse wird komplett in Bemba unterrichtet. Ich habe ein Zimmer direkt neben den Schlafsälen der Mädchen. Meistens esse ich dann mit den Sisters. 

Meine Aufgabe

Meine Aufgabe ist es, der vierten, fünften und sechsten Klasse Computer-Unterricht zu geben. Die Bedingungen sind besser als in St. Martha, da fast jeder an einen eigenen Computer kann und ich 1 1/2 Stunden Zeit habe. Zudem kann ich meinen Laptop mit dem Beamer verbinden und somit vorne an der Tafel zeigen, wie es geht. Das macht das Unterrichten viel einfacher.

Grade 1

Dann war ich in meiner ersten Woche in der ersten Klasse. Dort sprechen die Kinder nur Bemba. Ab der zweiten Klasse wird dann auch English beigebracht. Ich habe den Kindern in Mathe geholfen. In diesem Fach konnte ich recht viel helfen, da die Zahlen auf English sind. Dennoch war das gar nicht so einfach, da manche auch nicht so gut schreiben können. Danach habe ich noch ein paar Hefte korrigiert. Wenn die Kinder etwas neues Beigebracht bekommen sitzen sie meistens direkt vor der Tafel auf einem Teppich damit sie nicht so abgelenkt werden von anderen Dingen. Am Ende des Unterrichts mussten sie dann noch die Klasse sauber machen.

Nutrition center

Am Freitag morgen war ich im Nutrition center. Das sind Zentren in Compounds in und außerhalb des Stadtzentrums. Dort kommen die Kinder, die nichts zu Essen zu Hause bekommen, hin. Mache von ihnen können auch nicht zur Schule, da die Familie kein Geld für Essen und Bildung hat. Es gibt immer Eltern die dort das Essen kochen. Die Franciscan sisters haben 5 center. Zu jedem fahren sie einmal in der Woche und bringen Essen für die ganze Woche. Für Frühstück und Mittagessen. Ich war in dem Center in Kawama. Dort gab es 2 kleine Häuser (jeweils 1 Raum). In dem einen wurde gekocht und in dem anderen gegessen. Die Sister und ich haben dann mit den Kindern Kreis- und Klatschspiele gespielt. Danach habe ich nochmal kurz geholfen Nshima zu kochen. Allerdings war in dem Haus so viel Rauch (kaum Fenster zum abziehen), dass ich nach einer Minute wieder raus musste, da meine Augen gebrannt haben. Da haben die Eltern, die fast den ganzen Tag da drinnen sind, mir schon leid getan. 

Anschließend haben die Kinder dann Hände gewaschen, gebetet und gegessen. Wir sind dann auch wieder heim gefahren. 

Physio

Nachmittags war ich dann öfter bei der Physiotherapy. Dort haben die Kinder erst ein paar Übungen alleine gemacht (ich habe ihnen ein paar gezeigt) und dann kam der Physiotherapist und hat nochmal spezifische Übungen mit einzelnen Kindern gemacht. 

Freizeit mit den Schülern

Am Nachmittag und Abend sitze ich auch sehr gerne draußen mit den Schülern, zeige Bilder, spiele Spiele, höre Musik, quatsche mit ihnen oder spiele Querflöte. Das macht mir immer besonders viel Spaß. Sehr beeindruckend fand ich auch, dass jeder Schüler oder jede Schülerin bei den Klatschspielen mitgemacht hat, auch wenn sie oder nur einen Arm hatte. 

Es war eine sehr schöne erste Woche in meinem neuen Projekt. Am 19.03.2017 kam dann meine Schwester aus Deutschland. Sie hat eine Woche meinen „Alltag“ in Dagama mit erlebt. Am 26.03.2017 kamen dann noch meine Eltern. Sie waren 3 Wochen da. Ich habe ihnen meinen Alltag und meine Projekte gezeigt. Dann habe sie meine Gastfamilie kennengelernt und wir hatten ein Touristen-Programm. Davon berichte ich später.

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