Ein neues Jahr

Im Januar stand meine große Fahrt nach Tanzania an. Dort bin ich zum Zwischenseminar nach Dar es salaam. Vorher gab es allerdings auch noch schöne Aktivitäten in Ndola.

Hochzeit

Am 8. Januar hat die Nichte meines Gastvaters geheiratet. Für diese Hochzeit kamen schon am Samstag Abend die Braut und ihre ganzen Freundinnen um bei uns zu übernachten. Am nächsten Morgen mussten dann alle gestylt werden und die Autos geschmückt. Mit 2 Stunden Verspätung begann der Gottesdienst. Ich und meine Geschwister sind zu Hause geblieben und haben für ca. 50 Leute Mittagessen gekocht. Es gab echt alles. Reis, Kartoffeln, Nudeln, Gemüse, Fleisch in allen Variationen. Nach dem Mittagessen sind dann alle zur Hochzeitsfeier in einen großen Saal gefahren. Wir sind dann auch dorthin. Wir saßen an runden Tischen. Das Paar ist dann eingezogen (mit Musik und Tanz) und saß dann vorne an einer Tafel. Es wurde viel getanzt und Reden gehalten. Dann gab es eine 6 stöckige Torte. Die wurde an die beiden Familien, die Freunde des Paares und an die Kirchengemeinde verteilt.

Diese hat auch die Feier organisiert. Am Ende gab es dann noch für jeden was zu essen.

Schulanfang

Am 9. Januar war dann Schulanfang. Ich habe mich total gefreut die Kinder, Lehrer und Schwestern wieder zu sehen. Zudem haben wir seit diesem Schuljahr einen Lehrer und eine Klasse mehr. Unsere Schule geht jetzt bis zur fünften Klasse. Der erste Tag war etwas chaotisch, da nicht alle Kinder kamen, sie teilweise in ihre alten Klassenräume gegangen sind und die neuen Kinder der Babyclass (3 Jahre) kamen. Die haben sehr viel geweint, da alles neu für sie war und sie zu ihren Eltern wollten. Ich habe dann die ganze Woche dort geholfen. Ich habe die Kinder getröstet, gemalt und bin mit ihnen zur Toilette gegangen. Es wurde auch von Tag zu Tag besser. 

Tanzania

Am 13. Januar sind wir dann los nach Tanzania. Zuerst mit dem Bus 2 Stunden und dann 61 Stunden Zug. Das war total aufregend. Wir waren zu viert (vier Freiwillige aus Zambia) in einem Abteil. Dort waren viert Betten und ein Tisch. 

Wir haben viel miteinander erzählt, Kartengespielt oder einfach nur aus dem Fester geschaut. Wir sind durch ganz viele Dörfer gefahren. Dort haben die Leute ganz viel Obst (Mango, Ananas, Kokosnuss) und Getränke durchs Fenster verkauft. Das war schon cool. 

Wir haben im Zug auch einen Traveler aus der Türkei kennengelernt. Mit ihm sind wir dann später noch auf Zanzibar herumgereist. In Mbeya haben wir dann 6 Mädels (aus Zambia und Namibia), die auch zum gleichen Zwischenseminar sind, getroffen. Das war super nett, weil ich genau als sie um Mitternacht eingestiegen sind Geburtstag hatte und sie mir alle ein Ständchen gesungen haben. Am Montag sind wir dann gegen 4 Uhr nachts in Dar es salaam angekommen. Von dort sind wir 5 dann nach Zanzibar und die Mädels sind noch in Dar es salaam geblieben. 

Zanzibar

In Zanzibar haben wir dann eine Rundtour über die ganze Insel gemacht. Erst waren wir in Stonetown. Dort sind wir durch die kleinen Gassen geschlendert und waren auf dem Slavery market. Der Slavery market ist ein Platz vor einer Katholischen Kirche, wo früher die Sklaven, nachdem sie mehrere Tage eingesperrt waren, verkauft wurden. Heute steht dort auch noch ein Denkmal. 

Auf dem Weg von Stonetown nach Michamve kae haben wir dann noch eine Spicetour gemacht. Auf Zanzibar gibt es sehr viele Gewürze. Wir hatten dann eine Tour wo wir  Breadfruit, Korkuma, Lipstick fruit, Pepper vine, Starfruit, Lemongrass, Jack fruit, Robusta Coffee, Gewürznelken, Zimt, Eukalyptus Root, Vanilla, Jlangi Jlangi Flower, Kardamon, Muskatnuss, Ingwer, Dorian Stinke Frucht, Kokosnuss gesehen, gerochen und probiert. Ein Einheimischer ist auch extra auf eine Kokosnusspalme geklettert und hat jedem von uns eine Kokosnuss gegeben. Am Ende durften wir dann auch ganz viele Früchte probieren. Das war richtig genial. 

Im Anschluss sind wir dann mit einem Fischerboot auf die andere Seite nach Michamvi kae. 

Dort haben wir dann erstmal das Meer genossen. Am nächsten Tag sind wir am Strand entlang bis nach Pingwe gelaufen. Es war Ebbe und wir haben Wasserschlangen, Seeigel, Quallen und sogar einen Kugelfisch gesehen. In Pingwe waren wir dann kurz in dem bekannten Restaurant „The Rock“, welches mitten im Meer auf einem Felsen steht.

Die nächsten Tage waren wir dann noch in Paje, wo ganz ganz viele Kitesurfer unterwegs waren. Dort haben wir auch eine Schnorcheltour gemacht. Dann waren wir noch in Nungwi, wo wir mit Schildkröten geschwommen sind. Das war mein persönliches Highlight. 

Zanzibar ist eine wunderschöne Insel mit schönen Stränden und herrlicher Natur. Auf der Insel sind sehr viele Muslime und auch sehr viele Touristen. Das Hauptverkehrsmittel ist das Daladala. Also der Minibus auf Zanzibar. Es war ein sehr schöner Urlaub. 

Seminar

Vom 26.01 bis zum 02.02 hatten wir dann unser Zwischenseminar in Dar es salaam. Der Hauptgrund weshalb wir nach Tanzania gefahren sind. Dar es salaam ist eine riesige Stadt, mit viel Verkehr. Dort leben sehr viele Araber und Inder. Ich habe allerdings nicht so viel von der Stadt gesehen, da unser Seminarhaus sehr abgelegen war. In dem Seminar haben wir uns intensiv über unsere bisherige Zeit im Gastland ausgetauscht.Aber auch Themen wie Rassismus, Kirche, Kultur, Spielideen und Beziehungen fanden ihren Platz. Abends haben wir auch sehr oft Werwolf, Doppelkopf und Schafskopf gespielt. Das hat mir sehr sehr viel Spaß gemacht. Wir waren eine richtig gute Gruppe. 

Am 03.02 ging es dann mit dem Zug wieder nach Hause nach Ndola. Dort freue ich mich schon auf die letzten Wochen in meiner Gastfamilie und meiner Schule, bevor ich dann Ende Februar das Projekt wechsel. 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s